Es gilt, viele Mauern abzubauen Traditional Cache
Es gilt, viele Mauern abzubauen
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Gerade in Bezug auf psychische Erkrankungen und Psychiatrien gibt es noch sehr viele „Mauern“ in den Köpfen der Menschen abzubauen.
Und hier im ZfP wurde dafür schon die "echte" Mauer entfernt: entlang der Weingartshofer Strasse.
Ich führe euch hier auf das Gelände der Psychiatrie Südwürttemberg in Weissenau und möchte euch zeigen, wie schön es hier ist und dass die Vorurteile meist völlig falsch und veraltet sind. Schaut euch ruhig ein wenig um und macht einen kleinen Spaziergang. Dabei könnt ihr z.B. das Tiergehege mit Spielplatz, den Trimm-Dich-Pfad oder auch unsere Gärtnerei besuchen.
WICHTIG:
Bitte nehmt Rücksicht und macht diesen Cache nicht nachts (nach 21 Uhr), verhaltet euch unauffällig und ganz wichtig: die Grünanlagen müssen NICHT betreten werden!
Bitte belasst an/ in dem Cachebehälter alles so, wie es ist (nichts entfernen und nichts hinzufügen). Vielen Dank!
Die Idee zu diesem Cache habe ich in meiner Lieblingsstadt Berlin erhalten und deswegen muss ich mir ein klein wenig Berlin hier her nach Süddeutschland bringen. :-)
Geschichte des ZfP Weissenau:
1803 wurde im Rahmen der Säkularisierung das über 700 Jahre bestehende Prämonstratenserkloster aufgehoben und seine Liegenschaften wurden 1834 württembergisch. Am 15. Juni 1888 kamen die ersten „Pfleglinge“ ins die vorerst noch provisorische Irrenanstalt Weissenau. Damit beginnt die Geschichte der „4. Staatsirrenanstalt Württemberg“.
Erste offizielle Eröffnung war am 1. April 1892 nach einigen baulichen Veränderungen im Bereich des Klosters. Im damaligen Plan war die Klinik auf 500 Betten und 100 Mitarbeiter ausgelegt. Zunächst als reine Pflegeanstalt gedacht, bekam Weissenau 1898 wenige Oberämter zugeteilt, aus welchen auch „heilbare Kranke aufgenommen werden durften. 1905 wurde Weissenau mit dem Aufnahmebezork von 15 Oberämtern den anderen württembergischen Anstalten gleichgestellt.
Vor dem 1. Weltkrieg war die Anstalt zusätzlich überregional für die Aufnahme von Epilepsiekranken zuständig, welche zeitwilig bis zu 15 Prozent des Patientenbestandes ausmachten. Deshalb wurden bauliche Erweiterungen (I-Bau 1906 und K-Bau 1913-1916) notwendig. Außerdem waren 1895 das Hofgut Rahlen und 1908 die Frauenkolonie Mariatal in die Anstalt einbezogen worden. Nach den Wirren und Nöten des 1. Weltkrieges ist die Anstalt Ende der 20er Jahre zügig erweitert und modernisiert worden. Es entstanden das Wirtschaftsgebäude und das Kesselhaus (1928) sowie Schreinerei und Bäckerei (1929). 1931/32 gin der sogenannte „Neubau“ (heute Ostbau) in Betrieb, womit sich die Bettenzahl auf insgesamt 950 erhöhte.
Mit der Machtübernahme Hitler beginnt die schwerste Zeit für die Anstalt und ihre PatientInnen. Nahezu 330 Patienten wurden 1939 zwangssterilisiert. 1940/41 fielen 681 Patienten der „Aktion Gnadentod“ („Aktion T4“) in Grafeneck zum Opfer eingeweiht. Als Denkmal an diese Patienten wurde 2006 das „Denkmal der grauen Busse“ 1943 befanden sich noch 174 PatientInnen im Haus. Die Krankengebäude dienten überwiegend als Lazarett und als Unterkünfte für Fremdarbeiter.
1947 stand die erste Etappe der Entwicklung der Anstalt zum Fachkrankenhaus an. 1950 wurde die neurologische Abteilung mit allen apparativen diagnostischen Einrichtungen und 1954 die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie gegründet.
1953 wurde die Weissenau in „Psychiatrisches Landeskrankenhaus“ umbenannt, 1967 „Akademisches Krankenhaus“ und damit eine der beiden psychiatrischen Kliniken für die Universität Ulm. Markstein der baulichen Erweiterung und Sanierung waren der Neubau der Kinder- und Jugendklinik (1965), die Südbauten (1967), die Zentralklinik (1972), der Umbau des Ostbaus (1972-1974) und die Sanierung und historische Renovierung des Klosterbereichs (1973-1978). Erwähnt seien außerdem die Therapiehallen (1974), das Bewegungsbad mit Cafeteria (1983), die durchgreifende Verbesserung und Modernisierung des Wirtschaftsbereichs und der technischen Anlagen sowie Neubau der Ladenzeile mit Kiosk und Patientenbibliothek (1991). Mehr als 80 Millionen DM wurden seit 1958 vom Land Baden- Württemberg für Baumaßnahmen investiert.
Die Veröffentlichung der „Psychiatrie- Enquête“ der Bundesrepublik Deutschland führt seit 1975 zur Öffnung der psychiatrischen Einrichtungen und zum Ausbau der ambulanten Versorgungsangebote.
1996 wurde das Psychiatrische Landeskrankenhaus , das sich bis dahin in Trägerschaft des Landes Baden- Württemberg befand, per Gesetz in eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit einem Geschäftsführer und einem Aufsichtsrat umgewandelt. 2009 fusionierten die drei Zentren für Psychiatrie Weissenau, Bad Schussenried und Zwiefalten zum ZfP Südwürrtemberg mit Geschäftssitz in Bad Schussenried.
Versorgungsregion Ravensburg-Bodensee
Der Landkreis Ravensburg bildet zusammen mit dem Bodenseekreis die Versorgungsregion Ravensburg-Bodensee des ZfP Südwürttemberg. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie hält in Weissenau rund 320 Betten in den Bereichen Allgemeine Psychiatrie, Alterspsychiatrie, Suchterkrankungen und Kinder- und Jugendpsychiatrie vor sowie eine allgemeinpsychiatrische Abteilung in Wangen und in Friedrichshafen. Darüber hinaus ist sie Akademisches Krankenhaus und Abteilung I der Universität Ulm mit entsprechenden Aufgaben in Forschung und Lehre. Ebenfalls in Weissenau angesiedelt sind die Abteilungen Epileptologie und Neurologie und die Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie. In Ravensburg bietet die SINOVA Klinik 18 Betten für allgemeine psychosomatische Medizin und frauenspezifische Psychosomatik. Das Wohn- und Pflegeheim hält in der Region insgesamt 135 Plätze vor, ergänzt durch Angebote der Tages- und Kurzzeitpflege. Die Weissenauer Werkstätten bieten rund 350 Plätze zur Arbeit und Rehabilitation. Teilstationäre Angebote in Form von Tageskliniken gibt es in Ravensburg, Wangen und Friedrichshafen. Außerdem ermöglichen mehrere Institutsambulanzen an den Standorten Ravensburg, Überlingen, Friedrichshafen, Wangen, Weissenau und Aulendorf die ambulante Behandlung. Das Angebot wird ergänzt durch einen mobilen Pflegedienst, der fachlich qualifizierte Hilfe im häuslichen Umfeld anbietet und dem Krisenteam der Integrierten Versorgung. Desweiteren hat zum 1. März 2013 die Akut- Tagesklinik im Gebäude der ehemaligen Apotheke eröffnet.
Additional Hints
(Decrypt)
oenhpug vue qnf jvexyvpu?
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