Vom kleinen Haus zu Nazareth
Im kleinen Haus zu Nazareth
Da kehret mit mir ein,
Seht, wie die Armut es versteht,
Durch Tugend reich sein.
O seht, was unsere Zeit vergisst,
Dass auch ein armer Mann,
Der fromm und gottesfürchtig ist,
Glückselig leben kann.
Dort nährt von saurer Arbeit lohn
Der heil’ge Joseph sich
Mit Gottes eingebornem Sohn
Fast karg und kümmerlich, -
Und doch ist voll Zufriedenheit
Sein edles Angesicht,
Es kennt kein Herz die Bitterkeit,
Sein Mund die Klage nicht.
Und mit ihm teilet Sorg’ und Müh’
Wie eine niedre Magd
Die heilige Jungfrau spät und früh,
Die nimmer murrt und klagt.
Ihr Antlitz, lieblich anzusehn,
Hienieden schon verklärt,
Es spiegelt ab den Frieden, den
Ein reines Herz gewährt.