Als die Erde noch eine Scheibe war, befand sich Sechtem an der Kante. Das änderte sich schlagartig im Jahre 1844, als auch Sechtem einen Bahnhof bekam. Heute wird dieser besonders von Pendlern genutzt, welche innerhalb von kurzer Zeit die Metropolen Bonn und Köln erreichen können.
Außer dem Bahnhof gibts in Sechtem eigentlich nichts besonderes. Hier gibts einen Rewe, eine Pizzaria, abhängig von der Tagesform der Betreiber bis zu zwei Imbisse und je nach Zählweise ein bis drei Stehcafés. Hier gibts keine rauschenden Wälder, keinen reißenden Fluss, kein Gebirge, sondern nur flache Äcker, so weit die Füße reichen. Was soll man also hier?
Zwischenzeitlich gibts in Sechtem ca. 40 vom Bahnhof fußgängig erreichbare Cache (Tendenz steigend) und so bietet sich an, mit Kind und Hund einen Samstagsausflug mit der Bahn hierhin zu unternehmen. Züge von und nach Köln und Bonn fahren ca. alle halbe Stunde.
Zum Cache:
Die Koordinaten müssten weit genug von Gleiskörper entfernt sein. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass die Gleise nie betreten werden müssen und dürfen. Besondere Vorsicht ist wegen Muggeln und Doggeln (incl. derer Hinterlassenschaften) geboten.
Der Cache ist recht leicht zu finden. Die angegebene D-Wertung bezieht sich auf besondere Anforderungen für den Eintrag is Logbuch und das loggen im Internet.
Eintrag ins Logbuch:
- 1 Zeile für jeden;
- keine Stempel,
- keine Sticker,
- einer nach dem anderen,
- möglichst in Schönschrift
Loggen im Internet:
- Entweder Kurzlog (max 1 Zeile)
- oder wichtige Infos für den Nachcacher bzw. Owner
- oder in Gedichtform
(Wir fangen dann mal an:)
Ein Dorf mit Kirch und Feld und Frucht
Gibt's mehrmals in der Kölner Bucht.
Nette Menschen gibts genug,
doch öde wärs hier ohne Zug.
Morgens an die Haltestelle
sich so mach Gesell geselle
um früh, damit der Chef nicht weine,
pünktlich zum Rapport erscheine
Nicht zu Fuß und nicht per Pedes
(Menschen mögen halt Bequemes)
zum Bahnhof fährt man mit dem Wagen
zu aller Nachbarn Unbehagen
Damit der Audi sicher steht
so manche Schleife wird gedreht
(...noch immer fährt manch einer Runden
bevor ein Parkplatz ist gefunden.)
Nun eilt er rasch, die Uhr läuft schnelle
zum Bahnsteig 2 unser Geselle.
Schon donnert an mit Affenzahn
aus Richtung Bonn die Eisenbahn
Dicht gedrängt steht Frau und Mann
und Kind und Koffer - und wer kann
- damit nicht umkippt beim Gedrängel -
streckt aus die Hand zum Haltestängel
So spielt sich ab wie jeden Morgen
das Tanzbalett der Pendelerhorden
um zu ergattern ein Gestühl,
bis zur Haltestelle Brühl
Zwei mal täglich muss ich sagen,
plagt man sich so an Arbeitstagen
weshalb der Cacher der das kennt
kommt mit dem Zug am Wochenend.