Das Botanische Zentrum Rechnitz ist in zwei Teilen gegliedert:
a) Botanischer Pfad entlang des kleinen Baches und
b) Kräutergarten bei der Kenyeri Mühle.
Botanischer Pfad
Die Pflanzengesellschaft des Waldes beherbergt neben Bäumen und Sträuchern auch eine große Zahl krautiger Pflanzen. Eine kleine Artenauswahl aus der untersten "Waldetage", der Krautschicht, wird im Botanischen Pfad vorgestellt.
Abgesehen von der unterschiedlichen Artenbesiedelung an verschiedenen Standorten sind an jedem Wunschort dem Jahresverlauf entsprechend typische Pflanzenarten anzutreffen. Hierfür gibt es eine einleuchtende Erklärung: Die Lichtmenge am Boden variiert z.B. in einem dichten Laubwald im Jahresverlauf erheblich. Daraus resultieren wechselnde Bodentemperaturen, verschiedene Keimbedingungen und dadurch unterschiedliche Vegetationszeiten für die einzelnen Arten.
Die Frühblüter (Buschwindröschen, Leberblümchen, Lerchensporn...) zum Beispiel schließen ihren Lebenszyklus weitgehend vor dem Schließen des Laubdaches bereits ab.
Die Erkundung des Botanischen Pfades ist daher von Frühjahr bis Herbst ein lohnendes Erlebnis.
Kräutergarten
Kräuter sind vielseitig verwendbar, sie schmecken köstlich, sie sind eine Augen- und Nasenweide im Garten und auf Feldern und sie sind eine Wohltat für Körper und Seele.
All das, was für unsere Urgroßeltern noch selbstverständliches Wissen war, wird nun nach und nach von uns wieder entdeckt.
Als Kräuter werden in der Botanik Pflanzen bezeichnet, die in allen Teilen krautig sind, d.h. es handelt sich um kurzlebige Pflanzen, die nach der Blüte und Samenreife absterben.
Sie werden in ein- und zweijährige Kräuter unterteilt.
Im allgemeinen Sprachgebrauch jedoch bezeichnet man jene Pflanzen als Kräuter, die eine heilende, würzende oder eine magische Wirkung haben.
Heilkräuter (oft gleichzeitig Gewürzkräuter) bieten mannigfaltige Heilwirkungen für den menschlichen Geist und Körper.
Die Kräuterfrauen des Mittelalters (vielfach als [KRäuter] Hexen bezeichnet) wussten mit Kräutern umzugehen und sind deshalb auch verfolgt worden. Dieses lange vergessene, teilweise verloren gegangene Wissen werlebt jedoch in jüngster Zeit wieder eine neue Blüte.
Quelle: Schild direkt beim Cache