Im Schloss oberhalb von Giengen-Burgberg ist Maria Gräfin von Linden geboren, die Frau, die als erste an der Universität Tübingen mit königlicher Sondergenehmigung studieren durfte. Die Grafentochter war auch die erste Frau in ganz Deutschland, die 1895 den Doktortitel verliehen bekam, mit einer Arbeit über Gehäuseschnecken des Meeres.

Das Geburtshaus von Maria Gräfin von Linden ist heute im Besitz der Landwirtsfamilie Badmann, die dort einen Demeter-Hof betreibt und seit 20 Jahren Lipizzaner züchtet. Vor 30 Jahren wurde das marode Dach saniert, bis heute steckt die Familie Badmann jährlich bis zu 40 000 Euro in die Renovierung des dreistöckigen Gebäudes.
Maria Gräfin von Linden hat 13 Jahre lang auf dem Schloss gelebt. Zur Schule ging sie mit den Dorfkindern beim Dorfschullehrer. Lehrerin war ihr aber auch ihre Mutter, die bei Spaziergängen und Kahnfahrten auf der Hürbe früh das Interesse des Mädchens für Naturwissenschaften weckte. Als erste Schülerin Württembergs machte Maria Gräfin von Linden das Abitur, als erste Frau studierte sie mit Sondergenehmigung des Königs an der Universität Tübingen. Nach der Promotion ging Maria Gräfin von Linden an die Universität Bonn, wo sie jahrzehntelang über Parasiten forschte. Dafür bekam sie zwar den Professorentitel, lehren durfte sie aber nicht. Heute gibt es dort ein Maria von Linden-Stipendium für junge Wissenschaftlerinnen. In Giengen-Burgberg ist der berühmtesten Burgbergerin in der alten Mahlmühle ein Zimmer gewidmet, das ihren Lebensweg aufzeichnet. Es ist an den Wochenende wieder ab 1. Mai geöffnet.
Die Turn- und Festhalle Burgberg ist vor elf Jahren in Maria-von-Linden-Halle umbenannt worden. Die Burgberger sind heute stolz auf diese Pionierin der Frauenbildung, die Maria von Linden ja war, als sie vor mehr als 100 Jahren als erste Frau nicht nur an der Universität Tübingen studierte, sondern auch gleich eine Doktorarbeit schrieb, die bis heute ohne Plagiatsvorwürfe da steht.
Quelle: SWR4 Doris Riedmüller
Fragen:
A: Nimm das Jahr in dem sie gestorben ist und ziehe das Jahr in dem sie den Da-Gamo-Machado-Preis bekam ab.
B: A weniger 2
C: Die letzte Zahl des Jahres in dem sie als erste Frau in Deutschland den Titel "Scientiae Naturalis Doctor" bekommen hat
D: Die letzten zwei Zahlen des Jahres, in dem sie als erste Frau, an der Uni Bonn, den Titel "Professor" geholt hat + C
E: Zu den Jahren auf denen sie auf Schloss Burgberg gelebt hat zähle noch eins dazu.
Die Koordinaten findest du unter der Formel:
N 48 B AC E 010 D EC
