Charlys Brücke
Es muss in den 70ern gewesen sein.
Charly (Friedhard Grote) kam zu später Stunde von einer Weihnachtsfeier in Limmer und wollte nach Hause nach Davenstedt. Er war heiterer Dinge und stand nun vor einem Problem. Zwischen ihm und seinem Ziel lag ein tiefer Graben mit Schienen – die Umgehungsstrecke der Eisenbahn. Rechtsherum: mindestens 2 km zu Fuß. Linksherum: viel mehr als 2 km zu Fuß.
Also machte Charly das, was wohl jeder andere auch gemacht hätte: einfach durch und rüber!
Als er zu Hause ankam, war er pitschnass, weil ein Wassergraben noch dazwischen lag, die Mütze war weg und Gerüche zeugten von dem kleinen Abenteuer.
Möglicherweise hat dieses Erlebnis Charly
besonders motiviert sich für eine Brücke einzusetzen.
Die fehlende Brücke war ein Ärgernis. Große Umwege mussten die Anlieger beider Stadtteile in Kauf nehmen um Kleingärten, Sportvereine, Geschäfte und Kindergärten zu erreichen. 1987 war es soweit.
Die Brücke war fertig. Mehr als zehn Jahre Einsatz hatten sich gelohnt.
Die Brücke ist auch heute noch ein Segen und wird häufig frequentiert. Die Arbeitsgemeinschaft Limmerscher Vereine hat den Bezirksrat gebeten die Benennung der Brücke als „Charlys Brücke" zu beantragen. (Quelle: www.hallolinden.de/2008/html/bericht_62-08.html)