Diesen Cache habe ich hier aus mehreren Gründen versteckt.
Zum einen ist dieser Stadtteil ein recht weißer Fleck auf der Cache-Karte von Rostock, zum anderen führt Euch der Cache zu zwei interessanten Punkten in der Stadt.
Einerseits liegt er sehr dicht beim sog. Ehrenfriedhof, auf dem 318 Soldaten der Roten Arme sowie 397 russische Zwangsarbeiterinnen und deren Kinder beigesetzt sind. Ebenso sind hier im Jahre 2011 die sterblichen Überreste der Besatzung des sowjetischen T-34/85 Panzers beigesetzt worden, der kurz vor Kriegsende am 1. Mai 1945 beim Überqueren der Mühlendammbrücke durch eine Seemine gesprengt wurde. Alle fünf Besatzungsmitglieder im Alter zwischen 20 und 31 Jahren kamen dabei ums Leben. Auf der Kriegsgräberstätte liegen über 720 Kriegstote begraben.
Des Weiteren ist der Cache dicht beim Rostocker Wasserturm. Der 1903 errichtete Turm zählt zu den bedeutenden historischen Bauwerken der Stadt und steht unter Denkmalschutz. Der polygonale Sockel besteht aus Naturstein, der Aufbau aus Backstein. Auf den Sockel folgt ein im Grundriss kreisrunder, sich nach oben verjüngender Schaft. Durch Einsatz von glasierten Backsteinen erhält die glatte Wand Zierstreifen, die im unteren Bereich schräg aufsteigen, darüber ein Zickzackmuster ergeben. Ein Fries mit Kreuzmuster umschließt den Schaft gürtelförmig. An der Vorderseite ist der Fries durch ein Wappenmosaik unterbrochen; dies zeigt eine frühere Version des Rostocker Wappens, bei dem der Rostocker Greif aufrecht steht. Rundbogenarkaden bilden den Übergang vom Schaft zum Bereich des Hochbehälters, wo sich der Turm verbreitert. Die Ummantlung des Behälters ist sehr aufwändig gestaltet und knüpft mit ihren Schmuckelementen an Bauformen der Backsteingotik an: Sieben kupfergedeckte Türmchen bilden den oberen Abschluss. Dazwischen stehen sechs Giebelelemente mit spitzbogigen Blendnischen, die den Eindruck von Kirchenfenstern erwecken. Als Hochbehälter fungiert ein Stahltank, der 800 m³ Wasser fasst; er diente der Bevorratung großer Wassermengen und der Erzeugung eines gleichbleibenden Wasserdrucks. In dieser Funktion tat der Turm bis 1959 seinen Dienst. Danach war man in der Lage, mit modernen Pumpen ohne Hochbehälter einen gleichbleibenden Wasserdruck zu erzeugen. In den Bombennächten des 2. Weltkriegs wurde das Bauwerk erheblich beschädigt. Es erfolgte aber eine sofortige Reparatur, da der Turm für die Trinkwasserversorgung unentbehrlich war. In den Jahren 1991 bis 1996 erfolgte eine Sanierung und ein umfassender Umbau. Teile der technischen Ausrüstung wie der Hochbehälter und die Rohr- und Ventilsysteme konnten beim Umbau erhalten werden (Quelle: Wikipedia).
Ein Besuch lohnt sich!
Hinweis: Der Cache liegt NICHT auf dem Ehrenfriedhof, sondern nur in der Nähe – der Friedhof muss für die Suche also NICHT betreten werden! Bitte respektiert dies! Der Cache sollte eigentlich gut zu finden sein – vielleicht braucht ihr aber auch etwas „handwerkliches“ Geschick! Es muss jedoch nichts abgebaut, geschraubt oder gegraben werden. Die Position ist gut zu Fuß zu erreichen; öffentliche Wege müssen nicht (wirklich) verlassen werden. Im Cache ist ein Logbuch; bitte einen Stift selber mitbringen. Dann den Cache bitte dorthin zurück, wo ihr ihn gefunden habt. Die Gegend ist sehr stark von Mugglen bevölkert – also seit wachsam!!! Kommt am besten zu späterer Stunde...
Viel Spaß!