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Steinbruch Cratzenbach EarthCache

Hidden : 12/30/2013
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Gut zugänglicher earth-cache in einem stillgelegten Steinbruch an der Straße zwischen Weilrod-Rod-an-der-Weil und Weilrod-Cratzenbach.



Dieser earth-cache führt euch zu einem stillgelegten Steinbruch an der Landstraße zwischen Weilrod-Rod-an-der-Weil und Weilrod-Cratzenbach, der heute als Kletterfelsen des Deutschen Alpenvereins genutzt wird. An der rechten Seite des Steinbruchs seht ihr noch Betongebilde, die die Basis der Verladerampen und einer Transport-Seilbahn bildeten.

Auf dem Gelände befindet sich auch eine Grillhütte. Wenn ihr von der rechten Seite dieser Grillhütte auf die dahinter liegende Felswand blickt, könnt ihr in ca. 5 Metern Höhe ein interessantes Felsenrelief entdecken, dass mich ein bisschen an das Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch erinnert.


Bitte beachtet unbedingt die Steinschlaggefahr. Steinplatten können sich lösen und herabstürzen. Bitte betretet keinesfalls die obere Abbruchskante des Steinbruchs. Bitte respektiert Kletterer und stört sie nicht bei der Ausübung ihres Sports. Das Gelände des Cratzenbacher Steinbruchs betretet Ihr auf eigene Gefahr.

Im Cratzenbacher Steinbruch wurde Schiefer abgebaut.

Schiefer ist ein Sammelbegriff für Gesteine, die sich durch die Eigenschaft der optimalen Spaltbarkeit entlang paralleler Flächen auszeichnen. So können Schieferplatten zum Beispiel mit Hammer und Meißel relativ mühelos getrennt werden, ohne dass sie zerbrechen.

Der klassische Schiefer entstand in mehreren Prozessen. Im Devon erfuhr Tonschlamm unter starken Drücken und hohen Temperaturen eine Verfestigung in Tonstein. Bei der späteren Gebirgsbildung wurden die Tonsteinschichten durch die Gesteinsfaltung eingeengt. Die im Tonstein enthaltenen Minerale reagierten darauf durch eine Umorientierung und regelten sich senkrecht zur Druckrichtung zu einem chemisch und physikalisch stabileren Gestein ein. Durch diesen Entwicklungsprozess, den man als Kristalloblastese bezeichnet, erhielt der ursprüngliche Tonstein ein neues Strukturelement, die Schieferung und damit die charakteristische Spaltbarkeit.

Der Begriff „Schiefer“ ist nicht scharf definiert und bietet damit Spielraum für die Zuordnung unterschiedlicher Arten und Untergruppen, deren chemische Zusammensetzung stark variieren kann.

Meist besteht Schiefer vorwiegend aus Quarz und Glimmer. Das starre Mineral Quarz verleiht dem Schiefer Festigkeit und Härte. Die Schieferung und damit die Spaltbarkeit, sowie die geschmeidige Belastbarkeit des Gesteins wird durch Glimmer, also elastische Minerale, wie Muskovit, Chlorit und Biotit hervorgerufen.

Zur Beurteilung der Qualität und der Verwendungsmöglichkeiten von Schiefer ist somit eine analytische Betrachtung unter dem Mikroskop / Rasterelektronenmikroskop sinnvoll, die insbesondere Aufschluss über die, für die Güte des Gesteins entscheidende Ausbildung, Form und Dichte der Glimmerlagen gibt.

Experten können erste Aussagen zur Qualität von Schiefer durch Tast-, Sicht- und Klangproben (Anschlagen mit einem Hammer) treffen.

Die Fachliteratur grenzt wesentliche Arten des Schiefers, wie Tonschiefer, Glimmerschiefer, Phyllit, Grünschiefer u.v.m. ab.

Ich führe hier einige Unterscheidungskriterien der Arten Tonschiefer und Glimmerschiefer an, die auch die Basis zur Lösung des earth-caches legen.

Eigenschaft Tonschiefer Glimmerschiefer
Entstehung Gesteine aus Übergangsbereich von Diagenese und Metamorphose metamorphe Gesteine
Dichte 2,70 bis 2,80 g/cm³ 2,64 bis 3,05 g/cm³
Korngröße feinkörnig fein- bis mittelköring
Härte mit Messer leicht ritzbar mit Messer gerade noch ritzbar
Geruch (des feuchten Steins) Tonerde nicht signifikant
Glanz matt glänzend
Farbe Grautöne, schwarz, hellbräunlich silbrig

Andere Färbungen sind durch besondere Mineralbestandteile möglich. Zum Beispiel kann Chlorit dem Schiefer eine grünliche, Hämatit eine rötlich-braune Färbung verleihen.

Teilweise sind der feinkörnige Hellglimmer Muskovit und der schwarz bis grünlich-schwarz schimmernde Biotit deutlich erkennbar.

Tonschiefer enthält manchmal ausgeprägte Pyrit-Anteile (Eisensulfide), die durch Verwitterung zu Eisenhydroxiden eine partielle Braunfärbung bewirken könne.


Aufgaben

Um den earth-cache zu loggen, bitte ich euch, mir die Antworten zu folgenden Fragen über mein Profil zu mailen. Loggen könnt ihr selbstverständlich sofort und über ein Foto des Steinbruchs freue ich mich natürlich sehr.

Vor Ort befindet sich keine Infotafel. Ihr könnt die Antworten mit Hilfe eines Kompasses, eines scharfen Gegenstandes (zum Beispiel Messer, Schere), etwas Wasser (zum Beispiel aus einer Trinkflasche), eventuell einer Lupe (oder mit den eigenen „Adleraugen“) und den Informationen im Listing ermitteln.

  1. In welche Himmelsrichtung ist die Abbruchs- / Kletterwand ausgerichtet? Bitte Angabe in Grad.
  2. Entscheidet auf Basis folgender Kriterien, ob es sich bei dem Cratzenbacher Schiefer um Glimmer- oder um Tonschiefer handelt.
    Zur Begutachtung eignen sich ein paar kleine ausgebrochene, auf dem Boden zu findende Schiefersteine sehr gut.
    • Härte
    • Geruch
    • Glanz
    • Farbe
  3. Schaut nun ein oder mehrere Schiefersteinchen noch genauer, eventuell mit Hilfe einer Lupe, an.
    Erkennt Ihr eines oder mehrere der im Listing beschriebenen Minerale?

Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem earth-cache im Cratzenbacher Steinbruch.

Quellenangaben

Additional Hints (No hints available.)