
Ein kleiner Rätsel/Mystery-Cache, der sowohl für Kinder, als auch Erwachsene geeignet ist.
Lange ist es her, dass der berüchtigte Nordsee-Pirat „Kapitän Heinrich Möwenauge“ die Gewässer der hiesigen Grenzen durchstreifte und dabei Schiff um Schiff kaperte…
Auf seinen grausamen Beutezügen machten er und seine Crew weder vor großen Fregatten, noch vor kleinen Fischerbooten halt. „Alles was noch nicht mit dem Kiel nach oben schwimmt, ist es auch wert geentert zu werden.“ war die Devise des berüchtigten Kapitäns. Egal ob es sich hierbei um eine große Fregatte handelte, die mit Gold und Diamanten beladen war oder um einen kleinen Fischkutter, der lediglich seinen mühselig verdienten Fang in den sicheren Hafen bringen wollte… Niemand in einem schwimmenden Untersatz war vor den Angriffen der Möwenaugen-Crew sicher.
Man erzählt sich noch heute, dass der Kapitän immer nach der gleichen Methode vorging, wenn er sich auf einen neuen Überfall vorbereitete. Er manipulierte im Vorfeld die Seekarten seiner Opfer, in dem er 2 Seewege heimlich aus den jeweiligen Plänen strich. So lauerte er seiner unvorbereiteten Beute mit seinem Piratenschiff gezielt in Hinterhalten auf. Denn er wusste genau, dass sich alle Fregatten, Boote und auch die kleinsten Nuss-Schalen immer an folgenden Richtlinien hielten:
- Sie fahren horizontal immer auf ihr Ziel zu und niemals zurück!
- Vertikal können die Schiffe beliebig nach oben oder unten fahren!
- Kommt ein Schiff an eine Seekreuzung, so wird es immer abbiegen!

(Der hier abgebildete Plan ist eine exakte Nachbildung von damals.
Er zeigt eine von Möwenauge manipulierte Seekarte, die die Schiffe in die Irre führt.)
An einem geheimen Ort, den nur er selbst zu begehen wusste, versteckte der arglistige Seeräuber stets seine Beute. Hierzu schlich er sich regelmäßig nachts von Bord, die Taschen voller Diebesgut, wohl darauf bedacht, dass ihm niemand dorthin folgte. Und so wuchs der geplünderte Schatz des Kapitäns immer weiter an… So sagt man.
Doch mit der Zeit begann Möwenauge zu fürchten, dass seine Crew bald meutern würde, um den Schatz für sich zu beanspruchen und aufzuteilen. Getrieben von diesem heimtückischen Gedanken, steuerte er sein Schiff eines Nachts absichtlich in seichtes Gewässer, wo es nach kurzer Zeit auf Grund lief. Die andauernde Ebbe ließ der Besatzung keine Chance, das große Piratenschiff rechtzeitig wieder in tiefere Gewässer zu manövrieren und so wurde die gesamte Crew von den Schutzmännern der damaligen Zeit, nach einem kurzen Kampf, gefangen genommen und ins Verließ gesperrt… Möwenauge jedoch blieb verschwunden und wurde nie gefunden. Ebenso wenig wie sein Schatz…
Doch zum Glück ist das alles schon lange her und diese Geschichte wird heute meist nur noch als Legende verbreitet und daher schnell schmunzelnd abgetan.
…Doch einige wenige wissen es besser…

(Portrait von Kapitän Heinrich Möwenauge)
Mein Ur-Großvater erzählte mir einst, dass er in jungen Jahren, als Schankwirt eines Gasthofes, ein Gespräch zweier furchteinflößend aussehender Männer belauscht hat. Beide hatten ihre Kehlen schon reichlich mit Brandwein benetzt und einer brüstet sich damit, ein berüchtigter und geächteter Seemann zu sein. Sein Gegenüber machte sich hieraus jedoch nur einen Spaß und verspottete den Angeber auf das Übelste. Der daraus entstehende Zwist führte zu einer wilden Schlägerei, in der die beiden Trunkenbolde aufeinander losgingen. Mein Ur-Großvater versuchte zunächst selbst den Streit zu schlichten, war aber nicht imstande den beiden Einhalt zu gebieten. Er sah keinen anderen Ausweg, als Hilfe zu holen, woraufhin die beiden verhaftet und abgeführt wurden…
Stunden später, beim Aufräumen des Gasthauses fand mein Ur-Großvater einen zusammengefalteten Zettel auf dem Boden unter einem der umgeworfenen Stühle. Er musste dem angeblichen Seefahrer bei dem Handgemenge aus der Unterjacke gefallen sein… Schnell steckte er ihn unbeobachtet in seine Manteltasche und ging pflichtbewusst weiter seiner Arbeit nach.
Zuhause angekommen kramte er sofort aufgeregt nach dem Papier. Bedauerlicherweise musste er feststellen, dass seine Manteltasche beim Versuch, die beiden Streithähne auseinander zu bringen, wohl eingerissen sein musste. Der Zettel war anscheinend hindurchgefallen und nicht mehr aufzufinden. Sehr betrübt über diesen Verlust, geriet der Zettel doch recht bald in Vergessenheit… und blieb bis zum heutigen Tag im Innenfutter des Mantels meines Ur-Großvaters unvermutet liegen. Nur durch Zufall habe ich ihn vor kurzem beim Entrümpeln unseres Dachstuhles entdeckt.

(Zettel aus der Manteltasche meines Ur-Großvaters)
Das Rätsel war schnell überwunden, nur bleibt die Frage, was mit der Lösung anzufangen ist. Wo war denn nun der Schatz? Vielleicht habe ich in meiner Aufregung eventuell eine Kleinigkeit übersehen…!?
Seid Ihr schlauer, als ich? Findet es heraus und überprüft eure Lösung...
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Informationen zum Cache:
Bei diesem familien-freundlichen Cache bedarf es zunächst einer kleinen Denksportaufgabe, um an die Final-Koordinate heranzukommen. Eine spezielle Ausrüstung oder besondere Gegenstände sind zum Loggen nicht notwendig.
Lediglich sein GPS und einen Stift sollte der routinierte GeoCacher immer dabei haben...
Eine kleine Bitte:
Für das Bergen der finalen Dose ist es nicht gestattet und und ebenso wenig notwenig, die offiziellen Wege zu verlassen, da es sich hier um ein Naturschutzgebiet handelt. Bitte haltet Euch an diese Regelung.
Das Finale bitte wieder in dem Zustand verlassen, in dem man es angetroffen hat, damit auch die nächsten Schatzsucher ihren Spaß daran haben können. Der Cache selbst bietet ausreichend Platz für ein paar Tauschgegenstände, sowie Travelbugs und GeoCoins.
Und nun wünsche ich viel Spaß beim Rätseln, Suchen und Finden...