Die
Bahnstrecke Hildesheim-Braunschweig wurde im Jahr 1888 in Betrieb genommen. Seit 1892 fuhr auf dieser Strecke der erste deutsche D-Zug, der
D 31/32, zwischen Köln und Berlin, da diese Strecke die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Großstädten darstellte. Der Zug fuhr von Köln u.a. über Hagen, Paderborn, Altenbeken, Bad Pyrmont, Hameln, Hildesheim, Braunschweig und Potsdam nach Berlin, Fahrtzeit (im Jahr 1914): 9 Std. 9 min. Seit 1904 gab es einen Kurswagen nach Paris. Der D 31/32 verkehrte bis Januar 1945, als die Deutsche Reichsbahn wegen der Kriegslage ihren fahrplanmäßigen Fernverkehr einstellen musste.
Die Teilung Deutschlands verhinderte, dass nach dem 2. Weltkrieg auf dieser Strecke der Bahnverkehr nach Berlin wieder aufgenommen werden konnte. Die Fernzüge aus Köln - wieder als D 31/32 unterwegs - endeten in Braunschweig, allerdings gab es Kurswagen nach Berlin bis 1990. Nach der Umstellung des Fernverkehrs der Bundesbahn auf Schnellfahrstrecken und durch die Wiedervereinigung wurde mit dem Sommerfahrplan 1991 das älteste deutsche Fernzugpaar eingestellt.
Mit dem Bau der Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg wurde auch Hildesheim an den neuen Fernverkehr angeschlossen. Seit 1991 fuhren IC-Züge von Frankfurt über Göttingen, Hildesheim, Braunschweig und Magdeburg nach Berlin. Diese wurden 1993 durch ICE abgelöst.
Die Strecke Hildesheim-Braunschweig war eingleisig bis Dezember 2012. Mit dem Bau eines zweiten Gleises konnte die Kapazität der Strecke so verbessert werden, dass sich ICE- und Regionalverkehr nicht mehr gegenseitig behindern.
Der Bahnhof Schellerten-Garbolzum wurde nur bis 1975 genutzt. Seitdem fahren die Züge hier NurNochDranVorbei.
Auf der anderen Seite des Bahnübergangs befinden sich an der Lagerhalle noch Reste des alten Anschlussgleises.