Der LILARESA (Lichtenrader-Lankwitzer-Regenwasser-Sammlers)
Etwas zur Geschichte:
Bereits 1777 wurde auf Geheiß des preußischen Königs Friedrich II. von der Marienfelder Feldmark durch Lankwitz und Giesensdorf bis an die Bäke ein Entwässerungsgraben gebaut, um die Vernichtung der Ernten durch das nach ausgedehnten Regenfällen auf den Feldern stehende Wasser zu vermeiden. Dieser Graben hatte zahlreiche Nebenarme und wurde dem König zu Ehren Königsgraben genannt. In Lichtenrade ist der Königsgraben heute noch gut erhalten und mündet dort in den Freseteich. Der Königsgraben war ein Anfang jedoch konnte er Überschwemmungen nicht gänzlich verhindern.
Als 1926/27 in einer langanhaltenden Regenperiode sintflutartige Regenfälle auf Lichtenrade niedergingen, drohte es im Wasser unterzugehen. An einigen Stellen stand das Wasser auf der Straße bis zu einem Meter hoch. Daraufhin wurde zwischen August 1928 und November 1929 der zehn Kilometer – davon sieben Kilometer auf dem Gebiet der Ortsteile Lichtenrade und Mariendorf – lange unterirdische Entwässerungskanal Lichtenrader-Lankwitzer-Regenwasser-Sammler (LiLaReSa) gebaut, der westlich des Lankwitzer Hafens und der Sieversbrücke in den Teltowkanal mündet und heute noch in Betrieb ist.
Nach Fertigstellung entwässert der Kanal mit seinen Zulieferungskanälen ein Gebiet von 2000 ha und ist in der Lage jährlich 12 Millionen cbm Wasser abzuführen. Das sind in der Sekunde immerhin 50 000 Liter Wasser.
Durch den Bau des Lichtenrader-Lankwitzer-Regenwasser-Sammlers "LILARESA" von Lichtenrade nach Lankwitz zum Teltowkanal entstand die Grundlage zum weiteren Ausbau der Gemeinden Lichtenrade, Marienfelde, Mariendorf und Lankwitz.
Quelle: Marina Heimann