Hier für den interessierten Leser
noch ein paar Zusatzinfos zu dem ehemaligen Schacht und der Umgebung:
Bereits 1912 begann die Teufung des Schachtes Werne III. Am 01.11.1915 konnte die Förderung aufgenommen werden. Der Schacht entwickelte sich zu seinem nahezu eigenständigen Standort bestehend aus einer eigenen Separation, Kohlenwäsche, Kesselhaus, Kraftwerk, Werkstätten, Lampenstube und Waschkaue. In diesem Zusammenhang entstand auch diese Bergehalde (Berge = taubes (d.h. nicht kohleführendes) Gestein). Im Jahr 1930 wurde der Betrieb jedoch wieder stil gelegt. Während des zweiten Weltkriegs wurden Luftschutzstollen in die Halde getrieben und mit schweren Holzstempeln bunkerartig ausgebaut. Nach dem zweitem Weltkrieg wurden diese Bunker mit einfachsten Mitteln für Wohnzwecke nutzbar gemacht, um zugewiesenen Flüchtlings- und Vertriebenenfamilien Unterkünfte zu bieten. Heutzutage existiert von der Schachtanlage III nur noch die zu dem Kulturzentrum Schacht III umgebaute Waschkaue und die einstige Kohlenwäsche, die als Silo verwendet wird.
Quelle: Rünthe – Gemeinde zwischen Lippe und Bever Martin Litzinger 1. Auflage