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Das Birnbäum'l auf dem Lechfeld Traditional Cache

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Sabbelwasser: Leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.
Wenn du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen.

Denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln.

Danke und Gruß,

Sabbelwasser
Volunteer Reviewer for Geocaching.com

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Hidden : 1/6/2014
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Westwärts der Siedlung St. Afra in der Nähe der Asam-Jagdhütte trägt ein Grundstück des Bauern Johann Steinhardt aus Kissing den Flurmamen "Birnbaumwiese". Seit Menschengedenken soll nämlich dort - daher der Name - ein ganz gewöhnlicher unveredelter, aber sagenumwobener Birnbaum gestanden haben.


  • Aus dem Bericht der Familientradition des Grundstückbesitzers geht hervor, dass es stets zur Selbstverständlichkeit gehörte, an dieser Stelle ein junges Bäumchen zu pflanzen, wenn ein Birnbaum durch Alter oder sonst aus irgend einem Grunde einging. Die Tatsache, dass auf einem Feldgrundstück ein Birnbaum steht, wäre an sich noch nichts Besonderes. Aber mit diesem Birnbaum auf dem Lechfeld ist eine geschichtliche Erinnerung und Sage verknüpft.
    Die blutige Ungarnschlacht auf dem Lechfelde in den Augusttagen des Jahres 955 war für die deutschen Heere siegreich beendet. Die letzten Reste der versprengten ungarischen Reiterhorden waren vernichtet oder vertrieben. Die Dörfer vor Augsburg waren ausgeplündert und lagen in Schutt und Asche. Die wehrlosen Bewohner der Dörfer retteten sich mit ihren wenigen Habseligkeiten in die umliegenden Wälder, und wer nicht rechtzeitig ein sicheres Versteck finden konnte, wurde ein Opfer des feindlichen Schwertes. Lange, sehr lange dauerte es, bis sich die arme Bevölkerung aus der Not und von den furchtbaren Schreckenstagen wieder erholen konnte. Nur langsam wich von ihnen die Angst vor den räuberischen Kriegshaufen der Ungarn.
    Der erste Frühling des Friedens stieg über den blutgetränkten und von Pferdeboten zerstampften Lechfeldern wieder empor. Die wärmende Lenzensonne erweckte die jungen Saaten. Da pflanzte ein Bauer aus Kissing auf dem Lechfelde als Erinnerungsmal an die grausame Ungarnschlacht einen Birnbaum. Gerade an die Stelle, an der lange Jahre ein Birnbaum stand, pflanzte er ihn und sprach über ihn den Wunsch: "Unseren Kindern und Kindeskindern, und allen kommenden Geschlechtern soll dieser Baum eine Erinnerung sein an den Sieg der Deutschen über die Ungarn auf dem Lechfelde. Dieser Baum soll wachsen und gedeihen und in jedem Frühjahr eine Fülle von Blüten hervorbringen, aber aus den Blüten sollen nie Früchte wachsen. Wenn jedoch dieser Baum einmal Früchte ansetzen und zur Reife bringen sollte, wird das ein Zeichen sein, dass wieder ungarische Kriegshorden über unsere Heimat sengend und brennend herfallen werden."
    Seit tausend Jahren blühte dieser Birnbaum in der Maiensonne auf dem Lechfelde, aber Früchte hat er noch nie getragen. Erst als die Siedlung St. Afra gebaut wurde wird berichtet setzte er welche an, was nichts mit einer erneuten Gefahr aus dem Osten zu tun hatte. Der Birnbaum wurde, vermutlich durch den Wind, der den Blütenstaub von Birnbäumen der neuen Wohnsiedlung herübertrug, befruchtet. Leider steht der alte Birnbaum nicht mehr. Er wurde angeblich von einem gedankenlosen Raupenfahrer vor etlichen Jahren mutwillig entfernt.
    An der Stelle steht wieder ein Birnbaum und Martin Schallermeir stellte eine Tafel auf, die auf die Sage hinweist (siehe Bild).

Additional Hints (Decrypt)

Fpuvyq

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)