Historische Rückblende
Im Jahr 1863 erhielt Stockheim einen Gleisanschluss, der dann 1885 bis nach Ludwigsstadt verlängert wurde. Zu beginn des 20. Jahrhunderts wurde es notwendig, den höhengleichen Bahnübergang durch eine Brücke zu ersetzen. Diese wurde dann 1908 fertig gestellt.
1936 wurde im Zuge der Elektrifizierung der Strecke das Brückenbauwerk um 1,00 m angehoben.
19975/76 wurden größere Instandsetzungs- und Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt, wobei durch eine Auskragung der Gehwege die Farbahn von 3,50 m auf 4,50 m verbreitert wurde.
Das in die Jahre gekommene Bauwerk ermöglichte keinen Begegnungsverkehr, hatte zuletzt eine Verkehrsbelastung von 16 t. Zudem wiesen die Rampen erhebliche Frost- und Setzungsschäden auf und verfügten über keine Gehwege.

Chronologie der neuen Brücke
Bereits im Jahr 1994 begannen Grunderwerbsverhandlungen für den Bau der neuen Brücke. Es gingen 4 Jahre ins Land, bis 1998 mit der Vergabe von Ingenieurleistungen durch ein Kronacher Ing.-Büro begonnen wurde. 1998/99 folgten dann die Grundlagenermittlung und Vorplanung durch dasselbe Ing.-Büro
Nach Abschluss der Vorplanung wurde in einem Grundsatzbeschluss im September 1999 mit 17:3 Stimmen für die „große Lösung“ abgestimmt.
Von 1999/2005 wurde an der Ausarbeitung der Entwurfsplanung in Zusammenarbeit mit der DB, dem Straßenbauamt Kronach (Fachaufsicht) und der Regierung von Oberfranken (Zuschussbewilligung) gearbeitet.
Anfang 2006 erhielt eine regionale Bietergemeinschaft nach erfolgter Ausschreibung Ende 2005 den Zuschlag für den Bau der Brücke. Diese begannen am 01. März 2006, verbunden mit einer Einbahnstraßenregelung über die Nordrampe und einer Vollsperrung der alten Brücke ab 02. April 2007. Am 14. September 2007 wurde das neue Brückenbauwerk dann schließlich dem öffentlichen Verkehr freigegeben.

Kosten und Finanzierung
Veranschlagt waren Kosten in Höhe von ca. 3,13 Mio Euro, wobei sich der Eigenanteil auf ca. 1,88 Mio Euro belief. Aufgrund der Vorgaben der DB beim Brückenbau (lichte Höhe über Schienenoberkante von 6,20 m und lichter Abstand bis Außenkante Pfeiler von 3,80 m) beteiligte sich die DB mit ca. 0,5 Mio Euro am Bau. Der Rest der Summe von ca. 0,7 Mio Euro entfallen auf Fördermittel.
Die Informationen und Bilder wurden mit freundlicher Unterstützung der Gemeinde Stockheim bereitgestellt.