Mit Petris Augen
Willkommen auf dem schönen Hauptmarkt in Trier. Hier wurde im Herbst 2013 der Petrusbrunnen von der TRIER-Gesellschaft e.V. aufwendig restauriert und erstrahlt nun prunkvoll in neuen Glanz.
Anlass genug das neue Prachtstück den Freunden des geocachings zu präsentieren und sie auf eine kleine Rätselrunde durch Triers Innenstand zu schicken.
Der Petrusbrunnen

Der Petrusbrunnen wurde auf Beschluss des Stadtrats bei Hans Rupprecht Hoffmann in Auftrag gegeben und 1595 an der Stelle des 1496 erbauten, gotischen Marktbrunnens im Südosten des Hauptmarkts etwa im Schnittpunkt von Grabenstraße und Dietrichstraße errichtet. Als Steinmetzen sind Meister Nicias, Matthias Windersdorf, Hans Eiffel und Dietz von Pallien überliefert. Zahlreiche Renovierungen (1724, 1753, 1820, 1865, 1904, 1938) haben die Authentizität der ursprünglich farblich gefassten und teilvergoldeten Brunnenarchitektur stark beeinträchtigt. 1983 erfolgte die letzte, gründliche Restaurierung. Farbfassung, Gitter und das kleine, seitliche Überlaufbecken wurden erneuert.
Als bedeutendes Werk des Manierismus greift der Trierer Brunnen sowohl im Ornament als auch im figürlichen Schmuck und in der Detailbehandlung bekannte, stiltypische Motive der Hoffmann-Schule auf.
(Homepage Tag des offenen Denkmals 12.09.2004 http://tag-des-offenen-denkmals.de/programm – hier, und auf der homepage der Trier-Gesellschaft eV. könnt Ihr noch weitere Informationen rund um den Petrisbrunnen und die Restaurierung sammeln)
Im unteren Teil sind die vier Kardinaltugenden verewigt. Justitia steht mit ihrer Waage und dem Schwert für die Gerechtigkeit. Fortitudo ist das Symbol für Stärke und trägt eine zerbrochene Säule. Die Mäßigung wird durch die Temperantia verdeutlicht, die Wein und Wasser trägt. Spiegel und …....... sind Teil von Prudentia, die Klugheit verkörpert.
Nicht nur bildlich möchte der Petrusbrunnen dem Betrachter eine Nachricht übermitteln, sondern auch in Form einer Inschrift. So kann man auf dem Brunnen, der auf dem Hauptmarkt steht, folgende doppelte Inschrift lesen:
„Glücklich das Gemeinwesen, wo die Klugheit das Zepter hält, wo die heilige Gerechtigkeit die Guten schützt und die Schuldigen mit dem Schwert richtet, wo der Starkmut im Unglück herrscht und die Mäßigung alles löblich lenkt“ und „Aus diesen Tugenden fließt, dem Wasser aus der Quelle gleich, das Heil des Volkes und alles Gute für das Gemeinwesen“.
Doch nun zum Cache und Euren Aufgaben.
Könnte Petrus sich auf seinem Brunnen einmal im Kreis drehen, würde er mit seinen scharfen Augen alle der nachfolgend abgebildeten Aufnahmen sehen. Sucht die Motive und setzt die „Augen Petri“ in in folgende Formel ein.
N 49° A U. G E N
E 006° P E. T R I


Wenn Ihr alles gefunden und richtig in die Formel eingesetzt habt, seit Ihr dem Final schon ein gutes Stück näher. Doch dann wird es noch einmal knifflig.
Erfahrene Geocacher:
- die schon alle Tricks und Kniffe kennen
- die wissen mit Zahlen und Codes umzugehen
- die Buchstaben in Zahlen umwandeln können
- die in Ihrem „cacherdasein“ schon alle möglichen Berechnungen angestellt haben
werden hier wohl schnell den richtigen Zugang finden.
Weniger erfahrene Dosensucher, die mehr auf Tradis spezialisiert sind, müssen hier eventuell schon ein wenig länger überlegen.
Bei der Lösung werden die "Tiere" am Brunnen Euch behilflich sein.
Beim Betrachten des Brunnens sind dem aufmerksamen geocacher sicherlich auch die vom Künstler liebevoll gestalteten Tiere am Brunnen aufgefallen. Anzahl, Platzierung auf den verschiedenen Ebenen und prunkvolle Farbgestaltung sind Euch sicherlich nicht entgangen.
Aus dem sechseckigen Wasserbecken erhebt sich der Brunnenstock über einem quadratischen Fundament. Den gerundeten, verzierten Brunnenschaft umstehen die Figuren der vier Kardinaltugenden. Zwischen ihnen sitzen Löwen mit Wappen. Über den Tugendfiguren erweitert sich der Brunnenstock kelchartig. Auf einer runden, über vier wasserspeienden Puttenköpfen ansetzenden Deckplatte wechseln Gänse mit Putten, die auf Delphinen reiten. Diesen zieren Kartuschen mit dem Baudatum und darüber drei Adler mit den Wappen der Stadt Trier, des Kurfürsten Johann VII. und Kurtriers. Bekrönt wird der Brunnen von der namensgebenden, fast lebensgroßen Figur des heiligen Petrus als Stadtpatron.
Oder hat der Künstler gar noch weitere Tiere am Brunnen eingearbeitet die hier zunächst nicht erwähnt sind? Schaut genau hin und Ihr werdet fündig.
PS: Meerjungfrauen mit Fischschwänzen oder Fratzen mit „tierkopfähnlichen“ Gesichtern zählen nicht als Tiere.
Wenn Ihr Euch nun ausgiebig mit den Tieren des Brunnens beschäftigt habt, führen Euch die „A U G E N – P E T R I S“, vorbei an weiteren Kulturdenkmälern der Stadt, zunächst an ein prunkvolles Schloss. Dort wird man Euch hoffentlich mit Hilfe der Tiere Einlass gewähren, damit Ihr Euch in Petris-Logbuch für immer verewigen könnt.
Hier noch einige nützliche Hinweise:
- Parken könnt Ihr irgendwo auf einem öffentlichen Parkplatz oder Parkhaus in Nähe des Hauptmarkt.
- zum finden der Motive müsst Ihr den Hauptmarkt nicht verlassen.
- Es ist nicht ganz einfach in der Innenstadt einen cache „muggelsicher“ zu verstecken. Die Lage des Finals ist mit den Anwohnern abgestimmt. Dennoch bitte nicht in großen Gruppen stundenlangen am Final verbringen und die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn Ihr wisst um was es hier geht, könnt Ihr die Lösung auch an anderer Stelle herausfinden – die Quersumme = 22
- Der Cache kann auch zur Weihnachtszeit angegangen werden. Auch wenn dann das ein oder andere Motiv dann durch einen Stand vom Weihnachtsmarkt vor den Augen Petris verdeckt sein wird. Stellt Euch einfach vor Petrus hätte Röntgenaugen. Den Hauptmarkt müsst Ihr zum Suchen der Motive nicht verlassen.
Petrus und seine Tiere bedanken sich für Euren Besuch und wünschen Euch viel Spaß beim Suchen und Rätseln.