
Leider sind die Informationen die ich bekommen habe sehr rar von daher gehe ich noch ein bisschen auf die Stadt Jessen ein.
Nun aber erst mal zum Bahnhof.
Fachsprachlich ist der Bahnhof in Deutschland durch die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) in § 4 Abs. 2 definiert:
„Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen.“
Damit gehört in Deutschland der Bahnhof als Betriebsstelle zur Gruppe der Zugmeldestellen.
Im Gegensatz dazu gibt es noch die Haltepunkte.
Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung definiert einen deutschen Haltepunkt in § 4 Abs. 8:
„Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weichen, wo Züge planmäßig halten, beginnen oder enden dürfen.“
Bahnhöfe werden meistens nach der Ortschaft oder dem Ortsteil benannt, in dem sie sich befinden. Nach Eingemeindungen oder Umbenennungen können jedoch auch historische Namen erhalten bleiben. In der Frühzeit der Eisenbahn wurden Bahnhöfe in Deutschland oft nach dem Endpunkt der Eisenbahnstrecke benannt, zu der sie gehörten.
Der Bahnhof Jessen liegt an der Bahnstrecke Roßlau–Falkenberg/Elster(seit 1875) und wird von Regionalbahnen der DB Regio fahrplanmäßig angefahren.

Jessen (Elster) ist eine Stadt an der Schwarzen Elster und liegt im östlichen Teil von Sachsen-Anhalt im Landkreis Wittenberg. Nach ihrer Fläche ist Jessen die zehntgrößte Gemeinde der Bundesrepublik Deutschland. Jessen hat 44 Ortsteile
Bundesland Sachsen-Anhalt
Landkreis Wittenberg
Höhe 72 m ü. NHN
Fläche 351,94 km²
Einwohner 14.376 (31. Dez. 2012)
1216 erfolgte der erste urkundliche Nachweis als Jezzant. Die Urkunde Bischof Siegfrieds II. von Brandenburg ist zwar am 28. Dezember 1217 ausgestellt, da damals aber ein neues Jahr am 25. Dezember begann, ist der Tag nach dem heutigen Kalender der 28. Dezember 1216. Die Gegend befand sich zu dieser Zeit im Besitz der Grafen von Brehna; als diese ausstarben, fiel das Gebiet an die Wittenberger Askanier. Der Gorn, ein Hauswein der Askanier, wurde bereits damals von Lichtenburger Antonitermönchen auf dem Gorrenberg angebaut. 1422 starben die Wittenberger Askanier aus, Nachfolger waren die Wettiner.
1522 wurde die Reformation in Jessen eingeführt. Martin Luther hielt sich mehrfach in Jessen und Schweinitz auf und predigte 1533 in der Stadtkirche.
Sowohl im Schmalkaldischen Krieg als auch im Dreißigjährigen Krieg wurde Jessen stark beschädigt. In der Nacht vom 20. zum 21. September 1729 vernichtete ein Brand große Teile der Stadt. In den Befreiungskriegen war Jessen nahezu ständig von französischen, preußischen oder russischen Truppen besetzt. Im Oktober 1813 befand sich das Hauptquartier von Blücher, Yorck und Tauentzien im Jessener Schloss. Nach jahrhundertelanger Zugehörigkeit zu Sachsen wurde der Ort 1816 infolge des Wiener Kongresses preußisch.
1838 wurde das erste "Schulfest" gefeiert, das auch heute noch stattfindet.
Bis 1945 gehörte Jessen zum Landkreis Schweinitz in der preußischen Provinz Sachsen, danach zu Sachsen-Anhalt. 1950 wurde der Landkreis Schweinitz in Landkreis Herzberg umbenannt. Nach der Verwaltungsreform von 1952 wurde Jessen Kreisstadt im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1990 gehört Jessen wieder zum neu gegründeten Land Sachsen-Anhalt. Mit der Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt kam Jessen am 1. August 1994 als kreisangehörige Stadt zum Landkreis Wittenberg.
Wegen ihres herausragenden Engagements für Toleranz wurde 2009 die Sekundarschule Jessen mit dem Prädikat Schule gegen Rassismus - mit Courage ausgezeichnet.
Wappen

Das Wappen wurde am 17. Dezember 1993 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 63/1993 registriert.
Blasonierung: „In Rot hinter einer durchgehenden runden schwarz gefugten silbernen Zinnemauer eine silberne Kirche; die Türme mit blauen, an den Seiten jeweils mit einer gestielten goldenen Kugel besetzten Spitzdächern und schwarzen Bogenfenstern (2:1); zwischen den Türmen ein schwarzes Tor unter spitzem Dach, darüber ein mit einem goldenen Kreuz gekrönter gewölbter Giebel mit zwei schwarzen Bogenfenstern und einer dreiblättrigen schwarzen Rosette; zu beiden Seiten der Kirche hinter der Mauer je eine silberne Pappel.“
Die Stadtfarben zeigen Schwarz-Gold (Gelb).
Das Wappen wird in dieser Form seit 1968 wieder verwendet und geht auf einen historischen Siegelabdruck aus dem 14. Jahrhundert zurück. Die erste bekannte Urkunde, die dieses Siegel trägt, ist aus dem Jahre 1358, in der ein Schutzbündnis zwischen Rudolf II. und seinen Städten Wittenberg, Aken, Herzberg, Prettin, Jessen, Kemberg, Schmiedeberg, Belzig und Niemegk gegen Raubritter und Diebesbanden abgeschlossen wurde.
Flagge
Die Flagge wurde am 13. Mai 1998 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt. Sie ist schwarz-gelb gestreift. Das Stadtwappen ist mittig auf die Flagge aufgelegt.