Historischer Hintergrund
Die Kursbuchstrecke (KBS) 115 (Braunschweig – Gifhorn – Uelzen) wurde in mehreren Teilstrecken gebaut und war am 01.12.1900, nach 14 Jahren Bauzeit, in ihrer gesamten Länge fertiggestellt.
Am 01.07.1890 konnte die Bahngesellschaft KPEV (Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung) die Teilstrecke Gifhorn - Meine (mit Anschluß an die Zuckerfabrik) eröffnen. Vier Jahre später wurde Braunschweig an die Strecke angeschlossen.
Bis zum Jahr 1913 fuhren von Braunschweig kommende Züge von Westen her in den damaligen Bahnhof Isenbüttel-Gifhorn ein, mußten dort aber zur Weiterfahrt nach Uelzen die Fahrtrichtung ändern ("Kopfmachen"). Durch eine weiträumige Umtrassierung - ab 'Siedlung Ausbüttel' - konnten ab 1913 die Züge den Bahnhof dann von Osten her erreichen. Somit konnte die 2,8 km lange alte Trassierung am 01.09.1913 stillgelegt werden.
Auf meinen Bildern 1 bis 3 kann man den ehemaligen Trassenverlauf recht deutlich erkennen. Nördlich der Brücke (sie ist jeweils rot eingekreist) ist in dem kleinen Wäldchen ein 180 m langer Trassenrest noch erhalten.
Zum Cache
Dieses einsame Bahn-Brücklein über einen heute nicht mehr wasserführenden Bach ist eine beachtenswerte LP-Location - klein, aber fein.
Mit meinem Cache (PETling) möchte ich Euch dieses rund 124 Jahre alte Relikt vorstellen, bevor es endgültig in einem Dornröschenschlaf versinkt. Immerhin hat es seinerzeit 23 Jahre lang eine "bahntragende" Rolle gespielt, und unzählige Personen- und Güterzüge sind darüber hinweggerollt.
Besondere Hinweise
- Bitte nicht auf die Weidefläche fahren. Vom Weg bis zum Cache sind es nur 75 m.
- Den Cache NICHT in der Dämmerung oder nachts angehen!
- Ich empfehle den einfachen, seitlichen Zugang, ohne Stacheldraht (siehe Bild)!
- Am Final ist mit Farn und Dornengestrüpp zu rechnen; also nichts für kurze Hosen!
- Der idyllisch gelegene Teich lädt zu einem Rundgang ein.
Viel Spaß beim Entdecken wünscht Luke Short 