Zur Abwechslung mal etwas Geschichte!
Die Zeit bis zur Beendigung des Krieges 1648 war die Zeit dauernder französischer und schwedischer Einfälle.
Nachher brachen die Türken- und Franzosenkriege aus. Wenn auch unsere Gemeinde als Kriegsschauplatz nicht in Betracht kam; so hatte sie durch fortwährende Opfer an Menschen und Geld schwer zu leiden.
1673 fielen die Franzosen mitten im Frieden, in friedliche Gebiete ein. Ein Gedächtnisstein am Fußweg zwischen Erlenbach und Lengfurt auf der Höhe des Hörst gibt von einer Mordtat der französischen Soldaten Zeugnis.
In deutscher Schriftsprache heißt es wörtlich:
"Anno 1673 den 26. September ist der ehrsame Andreas Schwab von Erlenbach, seines Alters 31 Jahre alt, von den Franzosensoldaten auf dieser Walstadt erschossen und ums Leben kommen, dessen Seele der allmächtige Gott gnädig und barmherzig sei."
Der Laie kann meist die Inschrift nicht entziffern und doch ist sie sehr leicht zu lesen. Die Buchstaben sind in Elementarschrift gesetzt, willkürlich abgetrennt und ergeben ins Hochdeutsche übersetzt obigen Wortlaut.
Es ist anzunehmen, dass ein Haufen französischer Soldaten das Dorf überfallen wollte, vom dem bezeichneten Schwab das Dorf zum Widerstand gerüstet wurde und er durch irgend einen Zufall oder Verrat in die Hände der Mordbrenner gekommen ist, die ihn hier erschossen haben. Auf der Rückseite des Kreuzes steht die Jahreszahl 1678, in welchem der Stein als Erinnerung an die Mordtat gesetzt wurde.
Das Kreuz ist mir auf meinen Spaziergängen mit meinem Hund aufgefallen und ich fand das sehr interessant!
Es ist ein Jagdgebiet und ein Hochsitz in der Nähe also, bitte nicht Nachts gehen!