Skip to content

Dominikanerkloster Multi-Cache

Hidden : 1/22/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


         

...ist älter als das von Brandenburg an der Havel (1287) und älter als das in Berlin-Kölln. Es wurde bereits 1254 durch Otto III. gegründet, der Grund und Boden stiftete. Der Standort lag auf dem ehemaligen Burggelände an der Nordwestecke der Altstadt Strausberg auf einer kleinen Anhöhe am Straussee, in unmittelbarer Nähe zur Stadtbefestigung. Leider ist heute von der Anlage nichts mehr erhalten - nur der Name "Klosterstraße" erinnert daran.
Die Grundsteinlegung für die Klosterkirche erfolgte 1256. Zur Beschaffung von Baugeldern stellte der Brandenburger Bischof einen Ablassbrief aus. 1265 folgte eine Ablassbulle des Papstes. 1267 war vermutlich zumindest der Chor der Klosterkirche fertiggestellt.

Das Kloster spielte für die weltliche wie klerikale Machtausübung im Nordosten Brandenburgs eine beachtliche Rolle. Ein überzeugender Beleg für die klerikale Bedeutung des Klosters sind die überlieferten 46 Papstbullen aus der Zeit Alexander IV. (1254 - 1261). Für die Askanier war das Kloster als Grablege gedacht. Markgraf Otto III. von Brandenburg (1231 - 1267) hielt sich mehrfach im Kloster auf und wurde 1267 hier in einem feierlichen Totenamt im Beisein des Erzbischofs von Magdeburg beigesetzt.

Schon nach kurzer Zeit seines Bestehens gehörte das Dominikanerkloster Strausberg zu den angesehensten. Eine ordensinterne Einstufung von 1275 stellte das Strausberger Kloster über die Konvente in Lübeck, Stralsund oder Rostock. 1371 und 1450 tagte das Provinzialkapitel des Ordens im Strausberger Kloster.

Die Dominikaner waren ein Bettelorden und lebten eigentlich nur von Almosen. Ihre Aufgabe war die Verkündigung des Evangeliums in der Volkssprache. Prominente Gäste im Kloster waren: Markgraf Hermann der Lange (1306), Markgraf Waldemar (1317), Herzog Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg (1321), der falsche Waldemar (1348), mehrmals Ludwig der Ältere von Bayern und Ludwig der Römer (um 1350 und später), Markgraf Otto V. von Bayern (1348) Markgraf Jobst von Mähren (1388), der Burggraf Friedrich von Hohenzollern (1412), Kurfürst Friedrich II. (1441), Kurfürst Albrecht Achilles (1471) und Kurfürst Joachim I. (1499). Noch Kurfürst Joachim II. und auch Markgraf Hans von Küstrin weilten hier zur Jagd.  Höchster Besuch war der Luxemburger Kaiser Karl IV. und sein Sohn Wenzel (Thronfolger) - sie nahmen 1373 hier Quartier.

Der Besitz der Dominikaner an Grund und Boden war recht bescheiden. Auffällig ist nur der Besitz an Immobilien: drei Häuser in Strausberg und je ein Haus in Eberswalde und in Frankfurt/Oder.

Markenzeichen der Dominikaner war ihre aktive Teilnahme an Wissenschaft und Bildung, so auch der Konvent von Strausberg.  1377 wurden mehrere Klostermitglieder zum Studium an andere Klöster gesandt, so nach Osnabrück und Magdeburg.

Über die Schönheit der gesamten Klosteranlage gibt es Zeugenberichte, aber keine anderen Dokumente. Im Kloster gab es ein Fürstenzimmer und weitere Räume für das markgräfliche Ablager, die vermutlich im Obergeschoss des nach der Seeseite gelegenen Westflügels untergebracht waren.

Die Kirche mit zwei Seitenschiffen besaß mit etwa 50 m eine erstaunliche Länge. Es war ein rechteckiges Gebäude mit einem polygonalen Chor und befand sich südlich der Klausur. Sie hatte keinen Turm, nur einen Dachreiter. Als Baumaterialien wurde neben Feldstein, Backstein und Marmor auch Kalkstein genutzt, der vermutlich dem Rüdersdorfer Kalkbergbau entstammte. Das Innere der Kirche muss prachtvoll gewesen sein – für Bettelmönche außergewöhnlich. Die Inventarisierung von 1541 vermittelte das Bild eines vermögenden Klosters. Neben reich ausgestatteten liturgischen Geräten, wie ein edelsteinverziertes Kreuz, fallen ca. 70 Ornate (liturgische Gewandungen) aus kostbaren Stoffen in vielen Farben und mit reichem Schmuck auf. Auch wird von einem sechsflügeligen Altar berichtet.

Im Zuge der Reformation kam es ab 1539 bis 1552 schrittweise zur Auflösung des Klosters, die zeitweilig von den Mönchen durch Widerstand verhindert wurde. 1540 wurde der Klosterbesitz inventarisiert. 1545 ging das Kloster als Geschenk des Kurfürsten Joachim II. an den Stadtrat Joachim Flanss. 1548 zog der Kurfürst die bewegliche Habe ein, eingeschlossen 33 wertvolle Bücher der Klosterbibliothek. 1552 verkaufte er das Kloster an den Verwalter der Kalkbrüche in Rüdersdorf, den schlesischen Adligen Nickel Spiegel. 1574 kauften die von Röbel in Eggersdorf das Kloster. Ab 1617 waren alle Gebäude im Besitz derer von Krummensee auf Altlandsberg, die die Gebäude zur Baustoffgewinnung nutzten. Nach weiterem mehrfachen Besitzerwechsel wurden die Gebäude nach 1788 vollständig abgetragen. Auf dem Gelände des ehemaligen Klosters wurde eine Landarmenanstalt gebaut. Heute beherbergt der Gebäudekomplex das Landratsamt.

Im April 2012 wurden bei Bauarbeiten Reste der Klostermauern aus dem 13. Jahrhundert entdeckt.

          
Nun zur Aufgabe:

Das Finale dieses Mini-Multis erreicht ihr, wenn ihr folgende kleine Aufgaben am Start löst:

für die Nord-Koordinate: N 52° 34. (B / 8) + (A x C) + 590

für die Ost-Koordinate: E 013° 53. (F / E) – (D x 50) - 127

A = Anzahl der Naturdenkmäler
B = in Stein gehauene Jahreszahl
C = Wann erfolgte die Grundsteinlegung für die Klosterkirche? Die iterierte Quersumme der Jahreszahl sei C.
D = Wann weilte der Luxemburger Kaiser Karl IV im Kloster? Die iterierte Quersumme der Jahreszahl sei D.
E = Anzahl der Fahnenmasten in Richtung SSW
F = Vom Kloster ist heute leider nicht mehr viel zu sehen. Nach mehrfachem Besitzerwechsel wurden die Gebäude -auch zur Baustoffgewinnung- vollständig abgetragen. Die entscheidende Jahreszahl sei F.

Alle nötigen Informationen für A,B und E erhaltet ihr am Startpunkt. Bitte verhaltet euch unauffällig und achtet besonders auf Hunde- und Fahrradmuggel.

Bitte Stift mitbringen!

Additional Hints (No hints available.)