Der Frankfurter Stadtteil Heddernheim hat eine bewegte Geschichte: Vom Mittelalter bis 1803 gehörte es zum Mainzer Domkapitel, anschließend zum Herzogtum Nassau, bevor es 1866 im Landkreis Frankfurt aufging und 1910 in Frankfurt eingemeindet wurde. Heddernheim ist die Frankfurter Faschingshochburg, was möglicherweise seinen Ursprung in der rheinisch geprägten Geschichte und die damit in Verbindung stehende Feierfreudigkeit der Bewohner hat. Als solche wird der Stadtteil auch bereits seit dem 19. Jahrhundert als Klaa Paris bezeichnet - im Vergleich zum ebenfalls lebenslustigen (Groß-)Paris.
Der dritte Cache der kleinen Klaa Paris Serie soll auf die seit 1986 existierende Gedenkstätte zur Erinnerung an das ehemalige Arbeitserziehungslager Heddernheim aufmerksam machen. Dieses befand sich vom 1. April 1942 bis zum 18. März 1945 auf der ausgehobenen Lehmkuhle einer Ziegelei. „Arbeitserziehungslager“ waren Bestandteil des nationalsozialistischen Strafvollzugs. In den knapp drei Jahren der Existenz dieses Lagers waren insgesamt etwa 10.000 Deutsche und Ausländer hier unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert. Das Lager bestand aus drei Häftlings-Baracken, je mit 30 und mehr Personen belegt, einem Appellplatz, aus Wachturm und Wachraum, Entlausungsbad und Hundezwinger sowie dem sogenannten „Bunker“ für den verschärften Strafvollzug.
Hinweis 23.04.2014: Bitte wieder sorgfältig verstecken, besonders in der warmen Jahreszeit halten sich hier auch abends häufig Leute auf. Danke!