Seit heute soll man ja statt Kontonummern die IBAN verwenden. Das ist ganz einfach, weil die sich sowieso nur aus den Kontonummern zusammensetzt. Es kommt lediglich die zweistellige Prüfziffer dazu, und die kann man in bekannter Cacher-Marnier leicht berechnen.
Hierzulande hat die IBAN 22 Stellen:
2 für die Länderkennung (DE für Deutschland)
2 Prüfziffern
8 für die Bankleitzahl
10 für die Kontonummer.
Die Berechnung der Prüfziffern hat offensichtlich ein Geocacher erfunden:
- Setze die zweistellige Prüfziffer erstmal auf 00 und schreibe die gewünschte IBAN hin. Die IBAN beginnt dann z. B. mit DE00 für Deutschland, gefolgt von der Bankleitzahl, gefolgt von zehn Stellen der Kontonummer. Wenn deine Kontonummer weniger als zehn Stellen hat, schreibe einfach eine entsprechende Anzahl von Nullen zwischen Bankleitzahl und Kontonummer.
- Jetzt stelle die vier ersten Stellen an das Ende der IBAN (also das DE00 für ein Konto in Deutschland).
- Ersetze die Buchstaben durch Zahlen in der bekannten Cacher-Marnier und addiere 9 (also A = 10, B = 11, ...). Das DE wird also zu 13 14, d.h. am Ende der jetzt 24-stelligen Zahl steht 131400.
- Dividiere diese 24-stellige Zahl durch 97. Es verbleibt ein Rest, den merke dir.
- Subtrahiere den Rest von 98. Das Ergebnis sind die beiden Prüfziffern. Falls das Ergebnis einstellig ist, wird es mit einer führenden Null ergänzt.
- Jetzt kannst Du die gewünschte IBAN hinschreiben!
Das war doch ganz einfach!
Oder?
Wenn es die Prüfziffern nicht gäbe, könnte ja jeder eine Überweisung tätigen.
Das geht natürlich nicht!
Deshalb heisst das Ding ja auch iBan (deutsch: "ich verbanne").
Es gibt auch Gerüchte, dass das Wort vom russischen Ива́н (Iwan der Schreckliche) abgeleitet ist.
Leider müssen auch manchmal Personen eine Überweisung machen, die nicht so schnell wie ihr im Kopf eine 24-stellige Zahl durch 97 teilen können. Im Internet kursieren deshalb viele tools, mit denen man die Prüfziffern und damit die komplette IBAN eines Kontos berechnen kann. Spätestens wenn das tool nach PINs oder TANs fragt, sollte man sich aber schon überlegen, ob man seine Bankverbindungen wirklich im Internet herumposaunen möchte.
Deshalb hier ein IBAN-Generator für Excel:
Ins Feld A1 schreibt man die Bankleitzahl (8-stellig ohne Leerzeichen)
Ins Feld B1 schreibt man die Kontonummer (egal wieviele Stellen, führende Nullen werden automatisch ergänzt)
ins Feld C1 kopiert man die Formel:
="DE"&TEXT((98-REST((62*(1+REST(A1;97))+27*REST(B1;97));97));"00")&A1&TEXT(B1;"0000000000")
Wussten Sie...
...dass die iBan nicht von den Herstellern des iPads und iPhones stammt?
...dass die Anzahl der Stellen ausreicht, damit jeder Einwohner in Deutschland ca. 100 Millionen Konten eröffnen kann? Wenn er dann von jedem Konto nur 1 cent abhebt, hat er eine Million in der Tasche.
...dass die Anzahl der Stellen in jedem Land anders ist. Vermutet wird ein Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und Anzahl der Stellen, denn mit mehr Stellen kann man mehr Konten generieren. Die Anzahl der Stellen schwankt zwischen 15 (Norwegen) und 31 (Malta).
...dass man sogar die Koordinaten eines geocaches in der IBAN verstecken kann? Das war natürlich der einzige Zweck, warum Geocacher die IBAN eingeführt haben!
Hier zum Üben einige fiktive Bankverbindungen. Es ist nicht eine Auswahl meiner hundert Millionen Konten, es nützt also nichts, wenn ihr mir etwas darauf überweist (aber danke für die Idee).
BLZ Kontonummer
70010042 1234567932
70010041 1234567931
70010056 1234567946
70010063 1234567953
70010086 1234567976
70010007 1234567897
70010001 1234567891
Brechne die Prüziffern.
Wenn ihr alle Übungen richtig gemacht hat, findet ihr die Koordinaten des caches:
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