Jedlersdorfer Kino
Das Jedlersdorfer Kino wurde 1919 eröffnet. Es bestand aus einem Kinosaal und 428 Sitzplätzen. 1944 wurde das Kino bei einem Bombenangriff zerstört, eine Wieder-Eröffnung fand erst wieder im Jahr 1950 statt. Nach anfänglichen wirtschaftlichen Problemen ab 1969 musste das Kino im Jahr 1974 entgültig geschlossen werden.
Seit dem Ende des Kinobetriebs wurde das Gebäude mehrfach umgestaltet und unterschiedlich genutzt, z.B.: als Veranstaltungsraum, als Diskothek und zuletzt als Pizza Restaurant. Seit einigen Jahren steht das Gebäude leer bzw. wird sporadisch für Flohmärkte genutzt.
Wiener Kino Geschichte
1896 war das Jahr, in dem in Wien die erste Präsentation von „Lebenden Bildern“ stattgefunden hat.
Bis zum Jahr 1902 fanden Filmvorführungen nur in einfachen Räumen, in adaptierten Gaststätten, beziehungsweise schmalen, lang gestreckten Geschäftslokalen – so genannten Ladenkinos – statt. Diese Räumlichkeiten wurden mit der größtmöglichen Anzahl von Stühlen ausgestattet, das Kinoprogramm mit dem Ausschank von Getränken und dem Verkauf von Speisen begleitet.
Das erste eigens zum Zwecke des Kinobetriebs errichtete Gebäude entstand 1902.
Im November 1907 wird in Wien der Verband österreichischer Kinobesitzer gegründet. 1908 gab es in Wien bereits 25 Kinos, bis 1914 wuchs die Anzahl an Kino's auf 150.
1929 begannen die Betreiber auf Tonfilm umzustellen und ab 1932 liefen keine Stummfilme mehr in Wien.
Mit dem Einmarsch von Hitler am 12. März 1938 ändere sich das Kino in Wien schlagartig. Sämtliche Kinos, deren Eigentümer gemäß der Nürnberger Rassengesetze als jüdisch galten, wurden ab dem Anschluss Österreichs „arisiert“. 84 der damals bestehenden 170 Wiener Kinos – also rund die Hälfte – waren davon betroffen. In den folgenden Jahren wurde schließlich auch der zu „fremdländisch“ klingende Begriff „Kino“ häufig gegen „Lichtspiele“ oder „Filmtheater“ ausgewechselt.
Bei schweren Bombenangriffen im Juni 1944 wurde rund ein Viertel aller Wiener Kinobetriebe zerstört.
Nach der Besetzung Österreichs durch die Alliierten mussten die österreichischen Kinos vorerst einen Monat geschlossen bleiben, bis das Überwachungsorgan der Alliierten, der „Information Service Branch“, installiert war. Er übernahm die Programmüberwachung sowie die „Entnazifizierung“ der in Film und Theater tätigen Künstler.
Im August 1945 waren gerade einmal 35 Kinos wieder in Betrieb. 1954 existierten dann über 200 Kinos in Wien.
Die 1970er-Jahre begannen für die Kinos mit einem massiven Besucherrückgang, begleitet von der Schließung von einem Drittel der Kinos. Besuchten 1962 noch 90,75 Millionen Personen und 1969 noch 39,5 Millionen Personen die österreichischen Kinos, minimierte sich die Zahl bis 1975 auf 20,8 Millionen. Bis 1982 sank die Zahl weiter auf 18,3 Millionen. Als Hauptgründe werden die steigende Verbreitung von Fernsehgeräten und vielfältigere Freizeitmöglichkeiten genannt. Die zahlreichen geschlossenen kleinen Kinos wurden später durch Kinocenter ersetzt.
1983 gab es in Wien 96 Säle in nur noch 69 Kinos. 1993 existierten 50 Kinos in Wien.
Heute gibt es in Wien 156 Kinosäle in 36 Kino's (Stand 2013, Statistik Austria)
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