Bis zum Jahr 2003 gab es im geschützten Lent-Reservat eine kleine Population von grün gefleckten Fledermäusen (lat.: Microchiroptera Elokisti), die hier ein recht glückliches und zufriedenes Leben führten. Ihre Vergangenheit war geprägt von Vertreibung und Neuansiedlung; so führte sie ihr Weg von Niedersachsen über Neumünster hierher nach Rotenburg, wo sie seit 1991 angesiedelt waren. Auch wenn manche selbsternannte Tierexperten sie ab 1994 lieber in Frankenberg in Hessen gesehen hätten, konnten sie ihr Revier hier in Rotenburg erfolgreich verteidigen, bis sie 2003 in alle Himmelsrichtungen zerschlagen wurden.
Da viele von ihnen in ihrem Herzen auch heute noch Fledermausblut durch die Adern pumpen, treffen sich ein paar Überlebende dieser Gattung Anfang jedes Jahres, um auf alten Spuren zu wandern. Man erkennt diese Spezies mit dem sonnigen Gemüt an den um den Hals vor der Brust hängenden kleinen, meist gläsernen Gefäßen. Außerdem ist ein zentrales Element ein Bollerwagen, der die Gruppe wie mit unsichtbaren Kräften zusammenzuhalten scheint. Wer das Glück hat, diese geselligen Wesen während ihrer Wanderung beobachten zu dürfen, kann sie gerne ansprechen, was aber am frühen Nachmittag geschehen sollte. Je mehr sich der Abend nähert, desto fremder dürften dem unbeteiligten Beobachter die Laute vorkommen, die aus den Fledermäulern zu vernehmen sind. Nach dem Zug durch ihr ehemaliges Revier im Luhner Forst beziehen die Fledermäuse ihr ehemaliges Zuhause im Lent-Reservat, wo sie im Schutz der Dunkelheit ihre durch die Wanderung geschwächten Körper mit Nahrung auf Grünlohlbasis wieder stärken.
Nähere Informationen zu den Fledermäusen findet man auf http://6-320.fmkp3.de/. Hier kann man auf einigen Bildern auch Fry753 und Wotan276 sehen.
Wer auf den Spuren der Fledermäuse wandern möchte, sollte sich auf eine gut 6km lange Wanderung einstellen. Da der Großteil der Tour durch Waldwege führt, sollte das Auto am Haus am Luhner Forst, direkt beim Startpunkt, abgestellt werden. Mögliche Fahrzeuge sind: Fahrrad, Kinderwagen oder Natürlich Bollerwagen (dann aber bitte auch mit diversen Schnäpsen darin und Henkelmännern um den Hals). Da manche Schranken auf den Wegen schon mal geschlossen sein könnten und der eine oder andere Cache nicht direkt am Wegesrand liegt, ist diese Cache-Serie für Rollstuhlfahrer eher ungeeignet.
Prägt euch jede Station genau ein (oder lest immer parallel dazu die Cachebeschreibung des Bonus), da ihr hier für den Bonus wichtige Informationen findet.
Padstockschießen
An dieser Ecke fand früher traditionell unser Padstockschießen statt. Mithilfe eines Padstocks bewegten sich die Bauern früher trockenen Fußes durch die Marsch, indem sie damit über die zahlreichen Gräben sprangen. Bei uns wurde dieser Stock etwas zweckentfremdet. Man nehme einen Besenstiel (oder einen im Wald gefundenen Stock ähnlicher Länge) und nenne ihn ab sofort Padstock. Der Padstock wird nun mit einem Ende auf den Fuß (also dem Schieß-Fuß) gestellt und mit einer Hand gehalten. Nun muss man den Padstock nur noch (ob mit oder ohne Anlauf, das bleibt dem Schützen überlassen) mit dem Fuß nach vorn schießen. Da das jetzt nicht sonderlich spannend oder lustig klingt, gilt bei der Fußhaltung folgende Regel: der Schieß-Fuß muss hinter den Stand-Fuß gekreuzt werden. So steht nun der linke Fuß rechts, der rechte links. Noch einmal: Der Schieß-Fuß wird HINTER den Stand-Fuß gekreuzt. Nun wird es für den Schützen schon deutlich kniffliger (und für den Zuschauer amüsanter), den Padstock möglichst weit, und dann noch in die richtige Richtung zu befördern.
Neben einigen lustigen Fotos (Körperhaltung und Gesichtsausdruck) hatten wir in unseren aktiven Jahren dreckige Klamotten, Schussweiten mit negativem Vorzeichen und einmal auch einen Krankenhausbesuch zu verzeichnen.
Für die obige Beschreibung der Technik hab ich das übrigens zu Hause im Wohnzimmer mit Socken auf dem Laminat gemacht (ohne Stock!). Ergebnis: Ich lag anschließend in der Horizontalen…
Nach einem Likör, einem Foto im Anhänger und einem weiteren Schnaps geht es weiter zur nächsten Station.