Unklar ist, warum die „schwarzbunt“ heißen. Die Muhzen sind nämlich allesamt schwarzweiß. Bis auf eine Ausnahme: Eine braunweiße (oder rotbunte) Kuh, im letzten Jahr sogar zwei, lockern das Bild auf. Vielleicht als Glücksbringer? Neugierig begleiten sie jeden Spaziergänger, macht euch den Spaß und geht mal am Zaun auf und ab
Das Schwarzbunte Niederungsrind ist eine ruhige, genügsame und robuste Rasse mit hoher Fruchtbarkeit und sehr gutem Milch-Fleisch-Verhältnis. Zuchtziel ist eine Lebensleistung von über 40.000 Kilogramm Milch, stellt euch das mal in Tetrapacks vor! Eine Kuh bringt ausgewachsen zwischen 650 und 750 Kilogramm bei einer Kreuzhöhe von 145 bis 156 cm auf die Waage.
Im Frühjahr reisen die Damen mit dem Trecker im komfortablen Großraumabteil an und sobald der erste Schnee fällt, holt sie der Bauer zurück in den Stall. Während der Weidezeit stehen die Elektrozäune unter Strom, also aufpassen! Unter Umständen muss man ein Stück am Feldrand langgehen, wenn der Weg versperrt ist, das kommt aber nicht oft vor.
Um an die Dose zu gelangen, müsst ihr das Reich der Schwarzbunten durch die alte Feldhütte betreten. Ihr bleibt dabei jedoch außerhalb des Elektrozaunes, seid aber nahe dran. Unsere Kinder spielen an dieser Stelle sehr oft, es ist also nicht gefährlich, wenn man ein wenig aufpasst.
Neulich erzählte uns ein Landwirt, den wir beim Spaziergang trafen, dass kluge Bauern das Vieh beim Austrieb einzeln durch die Feldhütte in das angrenzende Gatter laufen lassen, damit die Sache geordnete abläuft. Unerfahrene Bauern treiben die Kühe gleich auf die große Weide, wobei es zu Tumult und Aufregung kommen kann. Die wildgewordene Herde durchbricht dann in Panik mitunter sogar den Elektrozaun.
Versucht bitte nicht, mit dem Auto bis ins Zielgebiet zu fahren, der Feldweg wird irgendwann für nichtlandwirtschaftliche Fahrzeuge unpassierbar und es gibt auch keine Wendemöglichkeit! Am besten kann man sein Auto noch auf den ersten Metern zwischen Wohngebiet und Koppel am rechten Rand des Feldweges abstellen.