Seit dem neunzehnten Jahrhundert dachte man gleichzeitig an Rapen, wenn von der Dillenburg gesprochen wurde, und wer Rapen nannte dachte gleichzeitig an das große Landgut, welches der Regierungsrat Franz-Anton Bracht wahrend der napoleonischen Zeit und zu Beginn der preußischen Herrschaft geschaffen hat. Für Rapen setzte er damit einen fortdauernden Impuls, dessen Einfluss nicht hoch genug einzuschätzen ist und der noch heute nachwirkt.
Ulrich Müter, "Rapen, 850 Jahre historische Bauerschaft"
Das Gut Dillenburg entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts
Seit über 600 Jahren richtete man sich nach dem, was die Dattelner Pastöre sagten und die Herrn des hochadeligen Hauses Gutacker anordneten. Ab 1806 aber war für die Rapener eine neue Kraft spur- und sichtbar geworden. Sichtbar in des Wortes Sinne: von fast jedem Punkte Rapens konnte man die
Dillenburg erblicken. Wegen der erhöhten Lage des Gutes Dillenburg hatte man sozusagen ständigen Blickkontakt miteinander. Der weltmännisch und menschlich dominierende Franz-Anton Bracht blickte tagtäglich auf seine neue Heimat herab, wahrend von fast allen Punkten Rapens das Domizil des
neuen Nachbarn sichtbar war.