Katzenhardter Diskordanz und Boudinage EarthCache
Katzenhardter Diskordanz und Boudinage
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 (not chosen)
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Die Felsklippe an der Katzenhardt westlich von Vossenack-Germeter befindet sich an einem Forstweg, der ins Wehebachtal hinunter führt. Der etwa 3 m hohe Felsen weist an dieser Stelle direkt zwei geologische Besonderheiten auf.

geologisches Zeitfenster
Der Felsen besteht im unteren Teil aus Bänderschiefer (Salmschiefer) und Sandsteinen des Unteren Salm (ca. 490 Mio Jahre Ordovizium) und darüber einem kleinstückigen Basiskonglomerat der Gedinne aus dem Unterdevon (ca. 419,2 Mio Jahre)

Winkeldiskordanz
Als Diskordanz (nach lateinisch: discordans, nicht übereinstimmend) bezeichnet man in der Geologie das winkelige oder unregelmäßige Aufeinanderliegen von Gesteinsschichten. Von einer Winkeldiskordanz, oder Tektonische Diskordanz, spricht man, wenn Sedimentgesteine durch tektonische Bewegungen, wie Dehnung, Stauchung, Faltung, Hebung und Senkung, oder durch vulkanische Ereignisse, verkippt werden. Spätere Sedimente, die unter anderem bei erneutem Meeresspiegelanstieg (Transgression) abgelagert werden können, liegen wieder waagerecht und bilden folglich einen Winkel mit den älteren Gesteinsschichten. Zwischen den beiden Gesteinspaketen befindet sich nun eine so genannte Schichtlücke. Die genaue Rekonstruktion der Verhältnisse von Ablagerungen und Diskordanzen zu einander ist von großer Bedeutung für das Verständnis der zeitlichen Entwicklung eines Gebirges (Orogenese).

Bei der Felsklippe wurden die ordovizischen Schichten (Schiefer und Sandstein) herausgehoben und in einem Winkel A verkippt. Die darüberliegende 50-70 cm dicke Konglomeratbank aus dem Obergedinne ist dagegen steiler geneigt durch erneute tektonische Bewegungen. Dieser Winkel sei B. In dieser sich ergebenen Winkeldiskordanz: B - A zeigt sich die Verstellung der altpaläozoischen Schichtenfolge vor der Ablagerung der devonischen Rotsedimente in diesem Gebiet der Eifel.
Boudinage
Englisch: pinch-and-swell-strukture aus dem französischen für "Blutwurst" (boudin)
Von einer geologischen "Blutwurst" spricht man, bei Gesteinsgefüge, bzw. eine Struktur, die sich häufig in Sedimenten findet, bei welcher feste Schichten durch Zugbeanspruchung in einzelne, meist kantengerundete ellipsoidische Körper zerrissen werden, während das Gefüge der übrigen Gesteinsmasse diese Gebilde umfließt.

In unserem Fall wurde die Konglomeratbank durch variszische (gebirgsbildende) Deformation in mehrere Boudins mit dazwischen liegenden Quarzspindeln zerlegt. Die Längsachsen der "Blutwürste" fallen parallel zu den variszischen Faltenachsen flach nach NE ein. Darüber ist sehr schön das ummantelnte Gestein zu erkennen.
Aufgaben
1. Schaue dich aufmerksam um, ermittle die Winkel A und B und daraus die Winkeldiskordanz: B-A! Teile uns Dein Ergebnis mit! (evtl. brauchbares Tool: Winkelmesser, Geodreieck, Lot)
2. Wieviele Boudins kannst Du erkennen?
Freiwillig ein schönes Foto!
Folgt dem Wanderweg durch das Wildgatter! Bitte wieder schließen! Es braucht nicht geklettert werden! Keine Anwendung von Gewalt ( Steine brauchen nicht abgeschlagen zu werden)! Jeder ist für sein tun selbst verantwortlich! Bitte die Antworten nicht im Log erwähnen. Du kannst sofort loggen, aber sende die Antworten bitte über mein Profil: " send message" an uns. Sollte es Probleme mit den Antworten geben, melden wir uns.
Quellen: Mineralienatlas, Roland Walter, Fotos und Zeichnung eigene
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