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1529/1683 Traditional Cache

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joker1980: Wird archiviert

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Hidden : 2/13/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Diesen Cache habe ich zum Andenken an die beiden Türkenbelagerungen vor Wien ausgelegt.

Warum gerade hier?

Als Koordinaten habe ich die Jahreszahlen der beiden Belagerungen genommen. Leider  sind sie nicht 100% exakt, da die Koordinaten etwas springen an der Stelle. Sollte aber trotzdem nicht schwer zum finden sein. Einfach den Hint lesen.


1529

Erste Türkenbelagerung

Die Erste Wiener Türkenbelagerung war ein Höhepunkt der Türkenkriege zwischen dem Osmanischen Reich und den christlichen Staaten Europas. Sie fand im Rahmen des ersten österreichischen Türkenkrieges statt. Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529.

Hintergrund

Mit der Einnahme Adrianopels (1361) und den gewonnenen Schlachten an der Mariza (1371), auf dem Amselfeld (1389) und bei Nikopolis (1396) sowie der zweiten Schlacht auf dem Amselfeld (1448) hatten sich die Osmanen auf europäischem Boden als bedeutende Militärmacht erwiesen. Sie konnten weite Teile der Balkanhalbinsel unterwerfen und dort ihre Herrschaft festigen, ausbauen und verteidigen. Nachdem sie 1453 Konstantinopel, die Hauptstadt des Oströmischen Reiches, erobert hatten, wurde ihr Expansionsdrang, der ihnen in rascher Folge weitere Bereiche der Balkanhalbinsel bescherte, zu einer dauerhaften Gefahr für die abendländischen Staaten.

Unter dem seit 1520 herrschenden Sultan Süleyman wurde das Königreich Ungarn zum nächsten Ziel der osmanischen Expansionspolitik. 1521 gelang Süleyman die Eroberung Belgrads, das damals zu Ungarn gehörte. 1526 folgte sein entscheidender Sieg bei Mohács über den ungarischen König Ludwig II., der in der Schlacht fiel. Aufgrund eines 1515 geschlossenen Erbvertrages erhob nun Erzherzog Ferdinand von Österreich, der spätere römisch-deutsche Kaiser, Ansprüche auf Böhmen und Ungarn. Ein Teil des ungarischen Adels wählte auf dem Reichstag von Tokaj am 16. Oktober 1526 aber den Woiwoden von Siebenbürgen, Johann Zápolya, zum ungarischen König. Ferdinand ließ sich daraufhin am 17. Dezember 1526 ebenfalls zum ungarischen König wählen. Zápolya stellte sich 1528 unter den Schutz des Osmanischen Reiches und erhielt dafür militärische Unterstützung gegen seinen Rivalen, der zunächst die Oberhand in dem Thronstreit behalten hatte. Mitte 1529 rückte Sultan Süleyman an der Spitze eines großen Heeres in Ungarn ein und installierte König Johann in dem von ihm besetzten Buda auf dem ungarischen Thron. Ungarn wurde damit de facto ein osmanischer Vasallenstaat. Nach diesem Erfolg führte der Sultan sein Heer weiter nach Nordwesten und drang über Komorn und Preßburg auf Wien vor, das die osmanischen Truppen im September erreichten. Ob das Ziel tatsächlich die Eroberung des „Goldenen Apfels“ war, wie die Osmanen Wien damals nannten, oder nur eine Demonstration der Stärke, mit der Süleyman seinen Machtgewinn über Ungarn sichern wollte, ist in der Forschung umstritten.

Die militärischen Kräfte der Habsburger waren zu dieser Zeit zu einem erheblichen Teil in Italien gebunden, wo Kaiser Karl V. in langen Kriegen gegen das Haus Valois um die europäische Vorherrschaft kämpfte. Erzherzog Ferdinand versuchte daher, den osmanischen Vormarsch mit Friedensangeboten zu verlangsamen, und stellte dem Sultan und den Großen seines Reiches regelmäßige Geschenke in Aussicht. Auf dem Reichstag zu Speyer gelang es ihm im April 1529 zwar, mit ausführlichen Schilderungen der Gräuel, die die Türken angeblich im besetzten Ungarn verüben würden, die Reichsstände dazu zu bewegen, ihm Geld und Truppen zur Verteidigung zur Verfügung zu stellen, wenn auch nicht in dem erhofften Ausmaß. Ein Mandat zur Rückeroberung Ungarns, das der Erzherzog eigentlich anstrebte, bekam er aber nicht, die mit dem bewilligten Geld besoldeten Kämpfer durften die Reichsgrenze nicht überschreiten. Als ihr Befehlshaber wurde Friedrich von der Pfalz bestimmt.

1683

Zweite Wiener Türkenbelagerung

Die Zweite Wiener Türkenbelagerung war eine erfolglose Belagerung Wiens durch das Osmanische Reich vom 14. Juli bis 12. September 1683. Verteidigt wurde Wien, damals die Residenzstadt des römisch-deutschen Kaisers, durch Truppen des Heiligen Römische  Reiches, Polen-Litauens, der Republik Venedig und des Kirchenstaates. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Eroberungsversuchen, dem Eintreffen eines Entsatzheeres und der anschließenden Schlacht am Kahlenberg zogen sich die Truppen des Osmanischen Reiches zurück.

Ausgangssituation

Die Expansionspolitik der Osmanen hatte ihren Höhepunkt erreicht. Der größte Teil des Königreichs Ungarn unterstand ab 1541 der osmanischen Kontrolle, teils direkt (Zentralungarn), teils als Vasall (Fürstentum Siebenbürgen); die unterworfenen ungarischen Gebiete lieferten – da vertraglich dazu verpflichtet – Geld und teilweise auch Truppen. Der Goldene Apfel, wie die Osmanen Wien zu dieser Zeit nannten, schien ihnen zum Greifen nahe.

1672 überfielen die Osmanen die damals zu Polen-Litauen gehörende Rechtsufrige Ukraine, eroberten die Festung Kamieniec Podolski und stießen bis Lemberg in Galizien vor. Die durch innere Konflikte zerrissene, besonders durch die Kriege der „Blutigen Sintflut“ zerrüttete und militärisch beträchtlich geschwächte Aristokratische Republik schloss im Vertrag von Buczacz einen Vorfriedensvertrag. In diesem Abkommen verpflichteten sich die Polen Podolien mit Kamieniec Podolski, sowie die Rechtsufrige Ukraine an die Saporoger Kosaken unter Hetman Doroschenko als osmanischen Vasallen abzutreten. Zusätzlich verpflichtete sich das Land, einen jährlichen Tribut an den osmanischen Sultan zu leisten. Die Verweigerung der Ratifikation des Buczaczer Vertrages durch den polnischen Reichstag führte zum Ausbruch erneuter Kriegshandlungen. Ein Jahr später, 1673, führten die Polen unter ihrem Feldmarschall Johann (Jan) III. Sobieski wieder ein Heer gegen die Osmanen und schlugen sie bei Chotyn vernichtend.

Dennoch setzte sich der Krieg in den nächsten Jahren mit unverminderter Härte fort. Nach wechselvollen Kämpfen wurde der Osmanisch-Polnische Krieg schließlich 1676 im Vertrag von Żurawno zu vorteilhafteren Bedingungen für die Polen als im Vertrag zu Buczacz beendet. Die Osmanen blieben dennoch weiter eine Bedrohung für Polen.

Das Heilige Römische Reich unter dem Habsburger Kaiser Leopold I., sah sich durch seine Religionskriege und den Dreißigjährigen Krieg zerrüttet sowie durch die Pestepidemie von 1679 bereits geschwächt. In Ungarn und der Slowakei hatten die katholischen Habsburger außerdem den protestantischen Adel lange unterdrückt. Dieser erhob sich schließlich 1678–1682 im Kuruzen-Aufstand unter der Führung von Emmerich Thököly gegen den Kaiser. Durch den Osmanisch-Polnischen Frieden sahen sich die Habsburger in einem Zweifrontenkrieg gegen Frankreich unter Ludwig XIV. im Westen und den Osmanen unter Sultan Mehmet IV. im Südosten.

Strategische Bedeutung Wiens

Wiens wirtschaftliche Bedeutung lag in seiner Lage am Schnittpunkt zweier wichtiger Handelswege, der Donau und der Bernsteinstraße, begründet. Aus militärischer Sicht war Wien zum angrenzenden, durch ausgedehnte Ebenen geprägten Ungarn hin nur schwer zu verteidigen und vom Heiligen Römischen Reich im Norden, bedingt durch die schwer passierbare Donau, militärisch nur schwer zu unterstützen. Wien verfügte aber über eine eigene große Donauflotte, die eigenen Nachschub und den Transport von schwerer Artillerie ermöglichte. Strategisch gesehen galt die Stadt als christlicher Vorposten durch seine Lage zwischen den Alpen und den Karpaten. Damit hatte Wien eine große Bedeutung für die Osmanen, die Wien als ein ‚Tor nach Westeuropa‘ ansahen.

Nach der ersten Wiener Türkenbelagerung wurden im Jahre 1548 die Stadtmauern, die 1194 mit Hilfe der Lösegelder für Richard Löwenherz gebaut worden waren, dem aktuellen militärtechnischen Stand angepasst. Italienische Festungsbauer errichteten eine Festung, die den damals aktuellsten Standards entsprach. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Festung aus der altitalienischen Manier in die neuitalienische Manier erweitert. An der besonders kritischen Stelle zwischen Schottenbastei und Augustinerbastei, in der der Graben nicht mit Wasser gefüllt war, errichtete man vier Ravelins, die bis 1672 fertig gebaut waren. Die Kontereskarpe als vorderer Rand des Grabens wurde mit einem gedeckten Weg ausgebaut.

Die Burgbastei (der linke Flügel der Verteidiger, der rechte Flügel der Angreifer) war ein regelmäßiges Viereck mit je neun Kanonen, aber sie verfügte über keine Minenanlage. Hinter der Burgbastei befand sich der Kavalier, die Spanierbastei, eine überhöhte Artilleriefestung. Die Löwelbastei (der rechte Flügel der Verteidiger, der linke Flügel der Angreifer) war kleiner als die Burgbastei, und dahinter der Kavalier, genannt die „Katze“, nahm nochmals Platz weg.

Die über 200 Meter lange Stadtmauer zwischen den Basteien war zu lang für einen wirksamen Kartätscheneinsatz. Dazu kam, dass der Ravelin etwas zu weit in den Graben vorgeschoben und etwas zu hoch gebaut war, so dass der Artilleriebeschuss im Graben hinter dem Ravelin von den Basteien nur eingeschränkt möglich war. Die ersten Häuser der Vorstadt waren nur 200 Meter von der Stadtmauer entfernt, außerdem konnte das Glacis in den letzten Tagen vor der Belagerung nicht mehr eingeebnet werden.

Im Minenkrieg um Wien waren die Osmanen mit 5000 Mineuren eindeutig im Vorteil. Sie hatten nicht nur mehr Material und Personal, sondern auch mehr Erfahrung im Minenkrieg. 1682, nach Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen Kaiser Leopold I. und den Osmanen, warb der Kaiser den Festungsbaumeister Georg Rimpler an und stellte ihn als Ingenieur und Oberstleutnant in den Dienst. Georg Rimpler verstärkte die Kontereskarpe, baute zwischen dem Ravelin und den Basteien Kaponniere, und hinter ihnen an der Kehle zwischen Kurtine und Bastei wurde der Niederwall angelegt. Er ließ Palisaden vor dem Gedeckten Weg aufstellen und empfahl das Ausheben einer Künette im Graben. Er erkannte richtig, dass zwischen Burg- und Löwelbastei der Hauptangriff der Osmanen stattfinden sollte. Er stellte Bergleute aus Tirol, Niederländer und Lothringer zu diesem schwierigen Dienst ein, und auch Frauen wurden anfangs eingesetzt.

(Quelle Wikipedia)

Für nähere Hintergrundinfo der beiden Belagerungen einfach bei Wikipedia nachschlagen.

Additional Hints (Decrypt)

uvagre fgrva öcg3

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)