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Dünen bis zum Schwarzwald EarthCache

Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

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Geocache Description:

Bitte beachtet, dass ihr euch in einem Naturschutzgebiet bewegt und bleibt auf den Wegen.
Begebt euch mit mir in eine morphologisch, eindrucksvolle quartäre Dünenlandschaft, übrigens die zweithöchste in Baden-Württemberg.

Vogelfreunde sollten ein Fernglas einstecken, es können einige von 47 Brutvogelarten beobachtet werden, außerdem gibts ein Strandbad in der Nähe.

Titel - Dünen bis zum Schwarzwald

Stellt euch eine weite Flusslandschaft ohne Wälder vor, Mammuts und Wollnashörner trotten langsam über die Ebene, der Wind fegt über die winterlich ausgetrockneten Seitenarme mit Sand und Kies des Rheins. So entstanden die Dünen !

Tundra

Die Geschichte beginnt auch hier mit der Entstehung des Oberrheingrabens durch tektonische Vorgänge im Erdinnern. Dann machte der Rhein den Grabenbruch zu seinem Bett und transportierte nach den Eiszeiten jedes Mal massenhaft Sedimenten wie Schotter, Kies und Sand mit dem Schmelzwasser aus den Alpen in die Oberrheinebene. Die abgelagerten Kies-Schotter-Ebenen können bis zu 300 m mächtig sein. Sie bildeten im Laufe der Jahrtausende die bekannten Rheinterrassen zwischen Schwarzwald und Vogesen. Auch nach der letzten Eiszeit schnitt der Rhein ein neues, weit verzweigtes Bett in diese Ablagerungen. Als das Wasser und damit auch der Sedimenttransport weniger wurde, fielen viele kleinere Flussarme trocken. Zu dieser Zeit herrschte ein tundrenartiges Klima, kalt und trocken. Die Temperaturen lagen zwischen max. +8°C bis -30 °C und es fielen nicht mehr als 107mm Niederschlag im Jahr! Es gab Moose, Flechten, Gräser, Kräuter, und niedrigen Büsche. Der Boden war noch zu dünn für den Bewuchs mit Bäume. Starke Winde und auch Staubstürme wehten über das Land und bliesen tausende Kubikmeter Sand der trockenen Ufer und Seitenarme über die kaum bewachsenen östlich gelegenen Schotterflächen. Flugsanddünen bis zu einer Höhe von XX m entstanden.

Trilogie 1

Wie entsteht so eine Düne? - Die Grundlage der Dünenbildung

Ähnlich dem fließenden Wasser lädt der Wind seine Last ab, sobald die Geschwindigkeit sinkt und die Energie, die für den Transport zur Verfügung steht, nachlässt. Deshalb beginnt sich Sand anzuhäufen, sobald ein Hindernis im Weg des Windes seine Geschwindigkeit vermindert. Trifft die bewegte Luft auf ein Objekt, wie ein Vegetationsbüschel oder ein Gestein, fegt der Wind um das Hindernis herum oder darüber hinweg und hinterlässt einen Schatten von langsamer bewegter Luft hinter dem Hindernis sowie eine schmale Zone von ruhiger Luft vor dem Hindernis. Manche der „hüpfenden“ Sandkörner, die sich mit dem Wind bewegen, kommen in diesem Windschatten zur Ruhe. Weht der „Sandwind“ weiter, wird das Hindernis noch größer und eine effizientere Sedimentfalle für noch mehr Sand ist entstanden. Ist genügend Sandnachschub vorhanden und bläst der Wind über einen langen Zeitraum konstant, wächst der Sandhügel zu einer Düne an.

Der Wind streift über die Sandoberfläche und bringt Sandkörner zum Rollen. Jedes Korn bewegt sich dabei ein kleines Stück, stößt dann an ein anderes Korn und bleibt anschließend wieder liegen. Dieses Rollen und Kriechen des Sandes nennen die Fachleute Reptation. Bei Körnern von 2-4 mm Durchmessern genügen schon Windgeschwindigkeiten von 25-40 Kilometern pro Stunde, das entspricht den Windstärken 4-5, um diese Bewegung auszulösen.
Wird der Wind ein wenig stärker, ändert sich das Bild: Jetzt stoppen die rollenden Sandkörner nicht mehr an einem Hindernis, sondern werden von der Kraft des Windes in die Luft gerissen. Ein kurzes flaches Stück weit fliegen sie und fallen dann wieder herunter. Bei dieser so genannten Saltation gleicht ihre Flugbahn kleinen, parabelförmigen Bögen. Bei ihrem Wiederaufprallen auf den Boden geben sie ihre Bewegungsenergie an andere Körner weiter. Diese springen/hüpfen dann ihrerseits in die Höhe oder kommen ins Rollen. Gerade bei sehr feinen Sanden ist dies die typische Bewegungsform.

Die charakteristische Form der Düne ist durch das Wesen des Windtransports bedingt. Der Wind treibt die Sandkörner die flachere, windzugewandte Dünenseite, das Luv, hinauf. Der Kamm wiederum ist dem Wind stark ausgesetzt und „verliert“ ständig Sand (durch Abrutschung) zur windabgewandten Seite hin, dem Leehang. Dieser ist mit einer Neigung von rund 30° deutlich steiler als der des Luvhangs. Die Neigung kann durch den Abrutsch-Widerstand der einzelnen Körner variieren.
Der Transport der Sandkörner von der Luv- zur Leeseite der Düne lässt diese somit wachsen und auch wandern. Das hört erst auf, wenn der Sedimentnachschub und/oder die Windkraft nachlassen, oder große Hindernisse den Weg versperren.

Trilogie 2

Mehrere Dünenzüge durchziehen den Niederwald. Ein Teil dieses Flugsandes ist nacheiszeitlich nochmals umgelangert worden. Auch die Inkulturnahme veränderte die Landschaft, wie bodenkundlich belegt ist. Wie weit hier die Dünen verbreitet waren ist nicht bestimmt. Der Wind baute sie und kann sie auch wieder zerstört haben.
Mehr Informationen über die unterschiedlichen Dünenarten weltweit gibt’s bei Wikipedia und anderen bestehenden Earthcaches.


Um diesen Earthcache zu loggen, beantworte bitte Frage 1.-4. (Frage 5. ist optional, vielleicht hast du sie schon besucht?) :

1. Wie hoch wurden die Dünen hier?

2. Wie werden Flugsanddünen auch bezeichnet? - Begriff vom Schild !!!

3. In welche Himmelsrichtung vom Aussichtshügel aus liegt die Hohe Düne?

4. Reptation oder Saltation auf der Luvseite der Düne, was denkst du und warum?

5. (optional) Welches ist die höchste Düne in Baden-Württemberg?


► Sende eine Mail mit den Antworten von 1.-4. an mein Profil und ihr dürft sofort loggen. Frage 5. ist optional
Erwähnt bitte den Namen oder GC-Nummer des besuchten Earthcache.
► Wenn etwas nicht stimmt, melde ich mich bei euch.
► Bilder sind keine Bedingung, aber immer gern gesehen.


Quellen/Texte aus/nach:
► Schilder vor Ort vom Regierungspräsidium Karlsruhe + Staatl. Naturschutzverwaltung BW
http://de.wikipedia.org/wiki/Kinzig-Murg-Rinne
► www.themenpark-umwelt.baden-wuertemberg.de
► "Enzyklopädie der Erde" - National Geographic
► Zitat aus bzw. nach: Allgemeine Geologie / E.J.Tarbuck, F.K.Lutgens / Pearson Studium / S.634 ff
► Zitat aus bzw. nach: Landschaftsformen / K.Schwanke, N.Podbregar, D.Lohmann, H.Frater / Springer-Verlag / S.256 ff.
► Fotos: KleinerStreuner

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