Der Ortsteil Fahrenhorst ist der südlichste Teil der Gemeinde Stuhr. Zu diesem Ortsteil gehören außerdem noch Feine und Warwe, die vorwiegend bäuerlich geprägt sind. Ein Teil der Ortschaft Fahrenhorst liegt im Wald.
In Fahrenhorst gibt es einige Vereine wie zum Beispiel den Schützenverein Fahrenhorst von 1903 e. V., den Skatklub „Alle viertel Stunde“, sowie die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und den Fußballverein Paradise City Fahrenhorst. Sehenswürdigkeiten in Fahrenhorst sind die vielen alten Fachwerkhäuser.
Geschichte
Die Einheitsgemeinde Stuhr
In ihrer heutigen Form ist die Gemeinde Stuhr durch die Gemeindereform am 1. März 1974 geschaffen worden. Die alte Gemeinde Stuhr mit den Ortsteilen Moordeich, Stuhr (eingeschlossen die Ortsteile Blocken, Stuhrbaum und Kuhlen) und Varrel gehörte zum Landkreis und Verwaltungsbezirk Oldenburg. Sie wurde mit den ehemals selbständigen Gemeinden Brinkum, Fahrenhorst, Groß Mackenstedt, Heiligenrode (eingeschlossen die Ortsteile Bürstel und Neukrug) und Seckenhausen zusammengeschlossen und gab als einwohnerstärkste Gemeinde der neuen Verwaltungseinheit ihren Namen.[3] Gleichzeitig wurde die neue Gemeinde dem Regierungsbezirk Hannover zugeschlagen, zu dem beispielsweise die Gemeinde Brinkum auch vorher schon gehörte, und kam so in den Landkreis Grafschaft Hoya. Durch die Kreisreform im August 1977 wurde der Landkreis Grafschaft Hoya aufgelöst und ging im Landkreis Diepholz auf, zu dem Stuhr seitdem gehört.
Landeszugehörigkeit[Bearbeiten]
Im 11. bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts gehörte das Gebiet um Stuhr zum Stammesherzogtum Sachsen. 1234 kam Stuhr in den Besitz der Grafen von Oldenburg bzw. der Herrschaft von Delmenhorst. Brinkum gehörte danach zum Bistum Bremen; es wurde 1384 an die Grafschaft Hoya verkauft.
Stuhr war ab Mitte des 17. Jahrhunderts nacheinander dänisch (1667), französisch (1679), schwedisch (1700), chur-hannoversch (1711), russisch (1773), britisch-hannoversch (1795) und 1811 noch einmal französisch. Ab 1815 gehörte Stuhr wieder zu Oldenburg.
Die Ortsteile[Bearbeiten]
Brinkum ist als Kirchdorf Brinscimibroch 1063 urkundlich erwähnt, als König Heinrich IV der erzbischöflichen Kirche zu Bremen-Hamburg Grundstücke übertrug
Groß Mackenstedt – im 8. Jahrhundert besiedelt- könnte 1171 nach Friedrich von Mackenstedt (Dienstmann des Erzbischofs von Bremen) seinen Namen erhalten haben.
Heiligenrode wurde im 8. Jahrhundert besiedelt. 1182 entstand ein Benediktinerinnen-Kloster. 1189 wurde der Ort genannt.
Moordeich fand 1143 Erwähnung. Es wurde im 16. Jh. besiedelt
Seckenhausen wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erstmals urkundlich benannt.
Stuhr wurde urkundlich erstmals 1171 als Bruch entlang dem Flüsschen Sture erwähnt. Das älteste Bauwerk ist die Kirche in Alt-Stuhr von 1180/1187.
Varrel wurde 1289 erstmals als Verlebrinc erwähnt.
Siehe weiterhin dazu die Geschichte der Ortsteile bei Brinkum, Heiligenrode und Varrel.
KZ-Außenlager Obernheide[Bearbeiten]
In Obernheide wurde 1939 Barackenlager für Bauarbeiter und Kriegsgefangene eingerichtet und von der Organisation Todt geführt. 1942, nach Leerständen und Zwischennutzungen, wurden erneut Kriegsgefangene hier untergebracht. In Juni 1944 waren hier Flaksoldaten stationiert.
Ab September 1944 war Obernheide ein Außenlager mit 12 Baracken des KZ Neuengammes. 500 ungarische Jüdinnen wurden von der Hindenburgkaserne in Bremen-Huckelriede nun hier untergebracht. Später kamen 300 weibliche Häftlinge aus Polen hinzu. Die Häftlinge musste unter Bewachung der SS Aufräumarbeiten in Bremen ausführen. Schwere Misshandlungen durch das SS-Wachpersonal sind nach dem Krieg bekannt geworden. Am 4. April 1945 wurden die Häftlinge zum KZ Bergen-Belsen verlagert. Viele von ihnen kamen bis zu Befreiung des KZ am 15. April 1945 um.[4]
Zur Erinnerung steht hier seit 1988 ein Mahnmal aus Stein von Wittmute Malik.
Quelle Wikipedia