ACHTUNG!
Wir bitten darum, dass die Wege nicht verlassen werden, um die Pflanzen auf der Halde zu schonen. Alle Aufgaben können von den Wegen aus oder von der auf die Halde führenden Treppe erledigt werden.
Ihr benötigt ein weißes Blatt Papier um diesen EarthCache zu lösen!
Die Millicher Halde ist die Abraumhalde der Steinkohlenzeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven. Sie ist 70 Meter hoch und hat ein Haldenvolumen von ca. 10 Millionen Kubikmeter. Die Aufschüttung der Halde wurde 1936 begonnen. Damals musste man einen Platz finden, um den Abraum der Steinkohlezeche zu lagern. Die Aufschüttung wurde bis 1972 fortgeführt. Nach 1972 oder besser gesagt nach der Stilllegung der Zeche wurde die Halde bepflanzt und bietet seitdem vielen Pflanzen einen neuen Lebensraum. Die Zeche selber ist heute ein Besucherbergwerk.
Die Halde beinhaltet in den Unmengen von altem Geröll und Schutt auch noch eine große Zahl von Steinkohleresten. Der Ursprung dieser Steinkohle liegt in der erdgeschichtlichen Zeit von vor etwa 350 bis 250 Millionen Jahren.
In dieser Zeit gediehene Pflanzen bildeten große Sumpfwälder. Die optimalen Wachstumsbedingungen für die Pflanzen führten zu einer starken Überproduktion von Biomasse, die sich in Sumpfböden anhäufte. Diese Schichten wurden teilweise in regelmäßigen Abständen durch andere Sedimente wie Tone und Sand abgedeckt. Diese Ablagerungen und Aufschichtungen sind charakteristisch für die Bildung der Steinkohle. Durch die Aufschichtung wurden die Sumpfböden komprimiert und entwässert und über Jahrmillionen hinweg entstand daraus die Steinkohle. Dabei wurde das organische Ausgangsmaterial unter Luftabschluss, hohem Druck und hohen Temperaturen verdichtet und umgewandelt. Es entstand ein fester Verbund aus Kohlenstoff, Wasser und unbrennbaren Einschlüssen in Form von Asche. Daher zeichnet sich Steinkohle durch eine schwarze, feste Grundmasse aus.
Die Härte der Steinkohle lässt sich durch die so genannte "Mohs-Härte" definieren. Friedrich Mohs, ein deutsch-österreicher Mineraloge und Geologe entwickelte dieses Verfahren indem er verschiedene Minerale ritze und sie in eine Rangfolge einordnete. Die niedrigste Mohs-Härte besitzt des Mineral "Talk" mit dem Wert 1 und die höchste besitzt der Diamant mit dem Wert 10. Unsere Steinkohle lässt sich dazwischen einordnen. Ihr Härtegrad liegt zwischen 1,5 und 2. Damit zählt die Steinkohle nach Mohs zu den weichen Mineralien.
Hierzu haben wir ein kleines Experiment gemacht:
Wir haben Versucht die Steinkohle mit dem Fingernagel einzudrücken, also so, dass ein Abdruck darin entsteht. Leider war dies nicht möglich, was eigentlich entgegen der Theorie von Mohs spricht. Jedoch ließ sich die Kohle mit dem Fingernagel abschaben, ähnlich wie beim Spitzen eines Bleistiftes. Dies untermauert ja auch Mohs Vorgehensweise mit dem Ritzen der Stoffe.
Da die beiden Stoffe (Graphit von der Bleistiftmine und Steinkohle) chemisch relativ ähnlich sind (Beides besteht zum größten Teil aus Kohlenstoff), kann man beide in der Mohs-Härteskala an der gleichen Stelle einordnen. Wer nun vor Ort Lust und Laune hat, kann dies gerne einmal selber ausprobieren.
(Quelle: vgl. www.wikipedia.org)

Hier gefundene Steinkohle.
Um diesen EarthCache als Fund zu loggen, sind die nachfolgenden Aufgaben zu erledigen.
Bitte sendet uns hierfür die Antworten per E-Mail oder über eine GC-Nachricht zu und loggt sofort!
Unser Team wird sich bei euch melden, wenn etwas nicht stimmt. Bitte habt auch Verständnis dafür, dass Logeinträge, die mehr als 3 Wochen nach der Übermittlung der Antworten erfolgen, aufgrund des Speicheraufwandes, nicht mehr berücksichtigt werden können ohne erneute Übermittlung der Antworten!
Nun zu den eigentlichen Aufgaben:
Begebt euch an die im Listing angegebenen Koordinaten. Hier befindet sich die "Himmelstreppe", welche auf den Gipfel der Halde führt.
1. Sucht am Rande des Weges oder am Rande der Treppe nach einem Stückchen Steinkohle.
2. Schaut sie euch nun einmal genauer an. Welche Farbe hat die Steinkohle ist sie wirklich komplett schwarz, wie typische Kohle oder besitzt sie vielleicht noch andere Farbeinschlüsse?
3. Wie sieht es mit dem Gewicht der Kohle aus (im Vergleich zu anderem Gestein in dieser Größe)?
4. Nehmt euch ein Blatt Papier und reibt euer Kohlestück einmal darüber. Hinterlässt die Kohle einen schwarzen bzw. grauen Schleier auf dem Papier (Ähnlich wie bei Zeichenkohle)?
5. Was vermutet ihr, warum das Ergebnis von Aufgabe 4 so ist? Erklärt dies kurz mit euren eigenen Worten.
Nun könnt ihr noch (freiwillig) ein Foto von euch und / oder eurem GPS an der oder auf der Halde machen. Bei gutem Wetter lohnt es sich wirklich, einmal bis nach ganz oben zu laufen, da man von dort aus eine wunderbare Aussicht hat. Fotos von euren Fundstücken sind ebenfalls willkommen.
Geändert im August 2025
© Team Tequila Luigi