Die Basaltkuppe "Backenberg"
- Im Inneren eines erloschenen Vulkans
Hinweis
Dieser EarthCache befindet sich am "Backenberger See", dieser ist als gesetzlich geschütztes Biotop eingestuft. Unterlasst bitte alles, was dieses Biotop gefährden könnte.
Einleitung
Der "Backenberger See" ist nicht nur ein idyllischer See mitten im Wald, sondern bietet auch einen Einblick in die Erdgeschichte. Westlich von Göttingen gibt es mehrere Beweise für die damalige vulkanische Aktivitäten in Form von Basaltvorkommen. Der Backenberges zählt zu den größeren dieser Art und wurde deshalb auch industriell im Steinbruchbetrieb von 1927 - 1972 abgebaut. Dieser "Einschnitt" in den Berg ermöglicht uns heute einen Blick in das Innere eines erloschen Vulkans zu werfen.
Blick auf die nördliche Abbruchkante des ehemaligen Steinbruchs
Der geologische Aufbau des Vulkans
Der Backenberg besteht aus einem Basalt, dass dunkler und grobkörniger ist als z.B. das am Hohen Hagen. Er besteht zum größten Teil aus einer feinkörnigen Grundmasse. Gröbere, mit bloßem Auge zu erkennende Einsprenglinge sind bei Basalt relativ selten, lassen sich aber gerade hier gelegentlich in Form von weißen Zeolith- und grünliche Olivin-Kristalle finden. Basalt entsteht bei der Aufschmelzung des Erdmantels, dünnflüssiges, SiO2-armes Magma erkaltet an der Erdoberfläche relativ schnell zu Basaltlava. Die Magmen haben bei ihrem Austritt in der Regel Temperaturen zwischen 900 °C und 1200 °C. Das Magma ist dabei in der Regel nicht zu 100 % flüssig. Die basaltischen Gesteinsschichten des Backenberges bildeten sich in einer Senke, die schon im Oberen Buntsandstein angelegt wurde. Im Vergleich zu anderen Basaltvorkommen wurde hier mehr Lava zur Erdoberfläche gefördert. Dabei wurden tertiäre Quarzsande überlagert. Die Eruptionszeit des Vulkans lag im Miozän, vor ca. 14 Millionen Jahren. Es drangen über ein tiefgründiges Bruchsystem durch Spalten Lava bis an die Erdoberfläche. Die geologische Besonderheit am Backenberg sind aber neben den Einsprenglingen die vulkanischen Tuff-Ablagerungen die hier zu finden sind. Tuffe enthalten blasigen Basalt und beim Ausbruch des Vulkans mitgerissene Gesteinsstücke aus den tiefer liegenden Buntsandstein-Schichten. Die hier aufgeschlossene Wand von Tuffsteinen ist ca. 5 Meter mächtig.

Begebt euch an die angegebenen Koordinaten, beantwortet die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.
Schön wäre es, wenn ihr ein Foto am "Fotopunkt" von der nordwestlichen Abbruchwand erstellen würdet, dies ist zum loggen des Caches aber nicht zwingend erforderlich.
Fragen:
Am Aufschluss (Bild 1) ist der mit Sandstein durchsetzte Basalt aufgeschlossen. Äußerlich lassen sich kaum Unterschiede erkennen.
Schaut euch "frische" Bruchstellen genauer an, hier lassen sich sehr auffällige Unterschiede festmachen!
1.Nenne markante Unterschiede zwischen den Gesteinen und versuche sie jeweils zuzuordnen!
Sucht euch am Wegesrand einen Stein, an dem Einsprenglinge zu finden sind. Besonders geeignet sind solche, die nicht mit Moos überzogen sind (Bild 2).
2. Beschreibe diese Einschlüsse und versuche sie anhand ihrer Farbe zuzuordnen!
Zwischen den Kristallen und dem Grundgestein Basalt gibt es wesentliche Unterschiede in der Härte.
3. Was passiert, wenn man mit einem Cent Stück über das Gestein / die Kristalle kratzt?
Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:
Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
Bilder: Nine&Dido
http://de.wikipedia.org/wiki/Basalt
http://www.geocaching.com/geocache/GC24MZ0_basaltlagergang-hunenburg
http://www.goettingerland.de/lkgoe/dynamic/show_poi.php?id=775
Happy Hunting wünschen


