Die älteste hier bekannte Eisenhütte ist die sogenannte „Al Schmett“ bei Bollendorf, die 1732 gegründet wurde. Es handelte sich um ein kleines Eisenwerk mit Schmiede, welche das beim Diesburger Hof gewonnene Eisenerz (Brauneisenstein) verarbeitete. Ein besonderer Augenmerk galt nun der Sauer, von der man als Energiequelle die Kraft leihen musste. Um 1000 m Länge dürfte der Kanal gewesen sein, der von der oberen Krümmung das Wasser auf das Pochwerk schießen lies.
Besitzer war Karl von Malaise, der zu dieser Zeit als „Schmittherr von Bollendorf“auftritt. Urkundlich wurde die Alte Schmiede erstmals im Jahre 1752 erwähnt und 1762 von der Abtei Echternach übernommen. Nachdem der letzte Abt von Echternach, Emanuel Limpach, im Jahre 1776 in Weilerbach ein größeres und modernes Hüttenwerk erbauen ließ, wurde die „Altschmiede“ stillgelegt und in einen Gutshof umgewandelt.
Von den Gebäuden der Altschmiede blieb ein Teil des Kellers erhalten; er trägt heute Betriebsgebäude des Campingplatzes, welcher sich infolge der vorbeifließenden Sauer eines regen Besuches erfreut.
Ebenso betreiben die Besitzer seit vielen Jahren eine Schnapsbrennerei. Hier findet nach alter Tradition die Herstellung des hauseigenen Schnaps „Bolli" statt. Der „Bolli" ist ein noch nach alter Art hergestellter Schnaps aus natürlichem Obstanbau ohne jegliche Zusatzstoffe. Der Bolli wird in erster Linie aus Äpfeln gewonnen. Bollendorf ist bekannt für seinen Apfelobstanbau aufgrund seiner erstklassigen Südhanglagen.