Inspriert durch den Cache 4 Pfeiler (GC37939 = Direktionswohnhaus der Grube Clemenslust) habe ich mich etwas näher mit dem ehemaligen Kupfer-, Blei- u. Zinkbergwerke Clemenslust und Phinchen (im Volksmund "et Grüvchen" genannt) beschäftigt. Leider ist auch im Internet nicht mehr viel herauszubekommen.
Schon seit dem 16. Jahrhundert wurde dort Erz abgebaut.
Der Cache liegt an der ehemaligen Aufbereitungsanlage der Grube Phinchen. Oberhalb der Anlage kann man noch deutlich Abraumhalden erkennen.
Leider ist über die Grube Phinchen kaum etwas bekannt. Mehr schon zur Grube Clemenslust. Dazu gibt es noch einen 2. Cache.
Das Gemäuer am Cache "4-Pfeiler" (GC37939) ist das ehemalige Direktionsgebäude der Grube Clemenslust. Hier hat der Direktor der Grube bis 1941 gewohnt. Von 1941 bis 1963 wohnte dann hier privat eine Familie, bis am 22.01.63 ein Brand das Haus zerstörte. Es soll ein Schaden von 7.000 DM entstanden sein. Seitdem ist das Gebäude verlassen und zefällt.
Hinter dem Haus, da wo es so sumpfig ist, war ein kleines Schwimmbad und der Garten. Das Schwimmbad wurde von dem vorbeifliessenden Bach gespeist.
Die Grube Clemenslust ist heute noch ein beliebte Fundstelle für seltene Mineralien.
Kupferbergbau
Kupferbergbau In einer Beschreibung des Bergwerks im Siepen (damaliger Name für St. Marienberg) in Bruchhausen aus dem Jahre 1789 schreibt der Bonner Geologe Carl Wilhelm Nose (1753–1835), dass „die Alten die Erze noch mit der Technik des Feuersetzens gewonnen“ hätten. Da das Schwarzpulver um 1300 erfunden wurde, kann davon ausgegangen werden, dass hier schon im Spätmittelalter Erze im Tiefbau abgebaut wurden.Ein Bergmeister Christoff Frantz [3] berichtet im Jahr 1668, über das „Bergwerk im Siepen“ und beschreibt eine „rege Bergbautätigkeit Anfang des 17. Jahrhunderts mit einer vortrefflichen Wasserkunst“. Infolge des Dreißigjährigen Krieges lag der Bergbau still. In seinem Bericht empfahl Frantz, das Bergwerk wieder in Betrieb zu nehmen und über einen 800 Meter langen Stollen in das Breitbachtal zu entwässern. Im Jahr 1694 erhielt Brückenmeister Anton Clouth vom Kölner Kurfürsten Joseph Clemens die Bergrechte an allen Bergwerken im Rheinbreitbacher Distrikt. Die Grube im Siepen in Bruchhausen gehörte zum Rheinbreitbacher Distrikt. Um 1700 nahm Clouth im benachbarten Rheinbreitbach und in Bruchhausen den Ausbau des Bergwerkes vor. Bis 1715 wurde ein 654 Meter langer Stollen vorangetrieben und ein Luftschacht angelegt.Seit 1724 wird das Bergwerk St. Maria oder auch St. Marienberg genannt. In diesen Jahren wechselten die Besitzer mehrfach. Für 1731 wird von einem florierenden Betrieb berichtet, 1751 waren 150 Bergleute beschäftigt, die Belegschaft stieg auf 250 Mann. Durch verschiedene Umstände ging in den folgenden Jahren die Förderung stark zurück und kam 1790 zum Erliegen. Der Betrieb wurde nach einem erneuten Besitzerwechsel im Jahr 1797 wiederaufgenommen, in den Jahren 1800 bis 1815 wurden 3.709 Zentner Garkupfer gewonnenAnfang des 19. Jahrhunderts wurden neue Schächte in bis zu 80 Metern Tiefe abgeteuft. Wegen fallender Kupferpreise wurde der Tiefbau im Jahr 1826 eingestellt und 1830 die Grube ganz aufgegeben. Nach einem erneuten Besitzwechsel und neuen Mutungen setzte 1841 eine neue Periode für St. Marienberg ein, nun wurde auch Dampfkraft eingesetzt. Die zur Befeuerung der Dampfmaschine benötigte Braunkohle kam aus einer Grube im benachbarten Orsberg, heute ein Ortsteil von Erpel. Nun drang man bis in eine Tiefe von 195 Metern vor, die Erzproduktion betrug im Jahr 1854 20.036 Zentner und im folgenden Jahr 12.704 Zentner. Danach wurde die Grube wegen geringer Erzvorkommen unwirtschaftlich und der Betrieb am 4. Mai 1874 endgültig eingestellt. Eine aus dieser Zeit stammende Bergwerkslore (Hunt) ist in der Marienbergstraße aufgestellt.In einer Übersichtskarte des Oberbergamtes Bonn von 1912 sind in der Umgebung von Rheinbreitbach und Bruchhausen 38 verschiedene Grubenfelder eingetragen. Neben der hier beschriebenen Grube St. Marienberg waren in Rheinbreitbach die Grube St. Josephsberg und die östlich von Bruchhausen im Kasbachtal liegenden Gruben Phinchen und Clemenslust die bedeutendsten.
Fundstellen:
- (http://proxy.fastbot.de/cgi-bin/nph-fb.pl/010110A000XMVMUKRMQU/ZHh4fDYjI2hpIntlZ2V8aWhlbSJjfmsje2VnZSNOfnlvZGRteX9pYlMkQG1iaGd+aWV/U0JpeXtlaWgl)
- (http://www.mineralienatlas.de/?l=5651)
- (http://articles.portal-tol.net/english-language-de/Rheinbreitbach)
Falls jemand nähere Informationen zur Grube Clemenslust und Phinchen hat würde ich mich über eine Mitteilung freuen 
Es handelt sich hier um einen echten Lost Place. Der Untergrund ist nicht überall stabil. Jeder sollte nur das tun was er für richtig hält und was er sich zutraut. Ich übernehme keine Verantwortung. Für alles was ihr tut seid Ihr selbst verantwortlich ! ! !
Der Cache sollte NICHT im dunkelen angegangen werden!!