Setze Dich auf eine der zwei Bänke und genieße die Ruhe. Lass Deinen Blick nach 30° schweifen. In 260 Metern siehst Du ein kleines Wäldchen auf einer kleinen Kuppe. Die "Eingeborenen" nennen es "Hemchesschloß" oder auf Hochdeutsch "Hermannsschloß".
Ortsunkundige, die in der Gemarkung Oberaula nach dem Hermannsschloß Ausschau halten, werden dieses als Gemäuer, Ruine oder gar Schloß vergeblich suchen. In alten Flurbezeichnungen und neueren Grundakten sind sowohl sein Name wie auch die Größe der ihm zugehörigen Grundstücke nachgewiesen.
Im Südwesten der Anhöhe wurde angeblich in früherer Zeit Wein angebaut, worauf noch jetzt damals angelegte Terrassen hindeuten.
Noch ist unerforscht, was außer überlieferten Erzählungen die Bergkuppe Hermannsschloß verborgen oder verschlossen hält. Ein Nachdenken erzeugt auch das Vorhandensein der herumliegenden Basaltblöcke, während rundum Felder und Wiesen roten Sandstein aufweisen.*)
*) aus der Chronik Oberaula Band II