Die Ents, die Hirten des Waldes, erwachten im Zeitalter der Sterne, noch vor dem Aufgang von Sonne und Mond etwa zeitgleich mit den Erstgeborenen Kindern Ilúvatars, und den Zwergen. Solange es Wälder auf Arda gab, wandelten in ihnen auch die Ents. Sie waren mehr als doppelt mannshoch (ca. 4m), hatten eine sehr dicke und feste Haut, die jedoch nicht vor Eisenwaffen gefeit war; sie hatten wenig oder auch gar keine Gelenke. Deshalb sahen ihre Bewegungen auch immer etwas ungelenk und steif aus. Was so schien, war aber nicht so, denn sie konnten durchaus sehr schnell vorankommen, wenn es vonnöten war.
Ihre Stimmen waren tief und dröhnend, hallten durch die Wälder und jagten jedem Angst ein, der in der Nähe war und es hörte. Durch ihre Verwandschaft mit den einzelnen Baumarten, sahen auch die Ents verschieden aus. Es gab Unterschiede in Größe, Dicke, Farbe und in der Anzahl von Fingern und Zehen, die zwischen drei und neun schwankte.
Sie waren nicht unsterblich, konnten aber sehr alt werden. Einer der ältesten der Ents war Fangorn, oder Baumbart, wie er auch noch genannt wurde, der vom Zeitalter der Sterne an bis ins Vierte Zeitalter auf Arda war. In der Regel lebten Ents als Einzelgänger, kamen aber ab und zu zu sogenannten "Entthings", Versammlungen der Ents, zusammen, z.B. wenn Entscheidungen zu treffen waren, die die Anwesenheit aller erforderte.
Als das Zeitalter der Sonne anbrach, entfremdeten sich Ents und Entfrauen voneinander. Während die Ents in den Wäldern blieben, um die Bäume zu schützen, begannen die Entfrauen Gefallen an den niederen Pflanzen und Gewächsen, wie Büschen, Blumen, Kräutern und Getreide zu finden. Sie wanderten in die Lande südlich des großen Grünwaldes und siedelten sich dort an. Nach der Zerstörung der Gärten der Entfrauen wanderten diese weiter, auch über die Berge und bald gerieten sie ganz in Vergessenheit, weil niemand sie mehr gesehen hatte. Die Ents begannen, die Entfrauen überall zu suchen, aber sie fanden sie nicht. Viele Jahre lang machten sie sich immer wieder auf, die geliebten Wesen zu finden, aber schließlich kam eine Zeit, in der sie nur noch eine schöne Erinnerung waren. Es ist jedoch geweissagt worden, dass Ents und Entfrauen sich eines Tages wiedertreffen würden, aber erst dann, wenn alles, was die Baumhirten je besaßen, verloren war. Dann würde ein Land gefunden werden, in welchem beide zufrieden sein könnten.
Über die Jahre hinweg wurden viele der Ents "baumisch", das heißt, sie hörten auf, sich zu bewegen, standen nur noch still und in Gedanken versunken an einer Stelle und sprachen nicht mehr. Manche von ihnen wurden "huorn-ähnlich", d.h., sie wanderten nicht mehr umher, interessierten sich nicht mehr für die Bäume und schliefen ein. Aber wenn sie es wollten, konnten sie sich durchaus noch bewegen, waren gewissermaßen "astgeschmeidig".
Da es keine Entfrauen mehr gab, wuchsen auch keine Entings (Entkinder) mehr auf und mehr und mehr verschwanden die Baumhirten Mittelerdes. Die Übriggebliebenen zogen sich in den Fangorn-Wald, am Fuße des letzten Berges des Nebelgebirges zurück, der bis zum Ende des dritten Zeitalters noch Ents beherbergte. Am Ende des Vierten Zeitalters starben die Ents dann vollständig aus.
[Quelle: http://www.tolkienwelt.com/mittelerde/voelker/voelker_ents_huorns.html]
Aber wenn man ganz genau hinsieht und auch noch ein kleinwenig Glück hat, kann man im Wald Vorselaers noch Wesen entdecken, die an einen baumisch gewordenen Ent erinnern...
...und manche von ihnen bewachen außerdem einen kleinen traditionellen Cache