Dieser Cache in meiner "alten" Heimat führt euch in ein landschaftlich äußerst sehenswertes und sehr abgelegenes kleines Bachtal - das Tal des Wernitzbächels.
In diesem Tal befindet sich das Naturschutzgebiet Almhof, am Fuße des Hundsmartergebietes.
Eingebettet von weiten Fichtenwäldern liegt hier ein Stück unverfälschte erzgebirgische Landschaft.
Almhof heißt das einzige Gebäude hier "oben". Doch, warum Almhof?

Zurück geht das alles auf einen Herrn Arno Georgi (1884-1963). Dieser besaß Ende der 1920er Jahre das Gebäude und die Gaststätte Georgenburg in der heutigen Raschauer Bergstraße.
Anfang der 1930er Jahre musste er leider beides notgedrungen aufgeben und begann dann, abseits vom Ort, sich ein neues Zuhause zu schaffen. Im oberen Tal des Wernitzbächleins, umgeben von Fichtenwäldern, hatte er bereits 1917 ein Raumgrundstück erworben, auf dem es an bunten Blumen nicht fehlte. Dort errichtete er in mehrjähriger Arbeit ab 1935 ein neues Heim, inklusive zweier Scheunen. Das Baumaterial dafür besorgte er sich aus der direkten Umgebung. Ab 1937 lebte er dort einsam und einfach mit seiner Familie. Seine Hütte nannte er "Almhof", wahrscheinlich einfach deshalb weil sie viel höher liegt, als der übrige Ort.
Licht erzeugte er mit Wasserkraft, klareres Wasser als hier gibt es selten.
Bald darauf kaufte er sich Ziegen, verkaufte deren Milch und schaffte sich einen Ochsen an.
Viele Spaziergänger kehrten bei ihm ein. Um Einkäufe im doch ein Stück entfernt liegenden Ort tätigen zu können, legte er sich in fortgeschrittenem Alter ein Pferd zu.
So kam Arno Georgi immer angeritten und wurde zu einem echten Raschauer Original. Für viele Raschauer war er auch als "Einsiedler" bekannt, oder einfach als "Kellner Arn' ".
Seit 1964 steht die Almhofgegend aufgrund des seltenen Pflanzenwuchses unter Naturschutz. Hier gibt es Pflanzen wie den Sonnentau, die Türkenbundlilie, Arnika und wilde Orchideen zu bestaunen.
Vor 200 Jahren wurden in der Almhofgegend auch Eisen und Silber abgebaut. Im Charlottenstollen und dem Münzerschacht.
(Quellen: www.raschau-markersbach.de, Raschau in alten Ansichten, Band 2 von Siegfried Hübschmann)
Zum Cache: Ihr müsst nicht über die geschützten Wiesen trampeln oder euch nasse Füße holen. Ein Weg führt euch bis zum Cache. Die Gegend ist ein Flächennaturdenkmal, bitte verhaltet euch angemessen.