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Lößabbruch Kematen EarthCache

Hidden : 3/14/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Löss (Hauptschreibweise) oder Löß ist ein homogenes, ungeschichtetes, hellgelblich-graues Sediment, welches vorwiegend aus Schluff besteht. Häufig wird daneben ein gewisser Karbonatanteil als wichtiges Kriterium angesehen. Löss wurde ganz überwiegend vom Wind abgelagert, nach der Ablagerung im Boden aber meist weiter verändert.

Löss bedeckt etwa zehn Prozent der Erdoberfläche und ist vor allem in der gemäßigten Klimazone verbreitet. Er wurde zum größten Teil in den quartären Kaltzeiten gebildet.

Löss ist das Ausgangssubstrat für die ackerbaulich günstigsten Böden weltweit.

Bis heute wird in der über hundertjährigen Forschungsgeschichte über den Begriff Löss, seine Entstehung und seine Eigenschaften kontrovers diskutiert. Stark vereinfachend betrachtet, ergibt sich ein Gegensatz zwischen der sedimentologischen Betrachtung, nach welcher Löss als Ablagerung von Mineralstaub ein äolisches Sediment ist, und der bodenkundlichen Perspektive, nach welcher die typische strukturelle Veränderung unabhängig vom Ausgangssubstrat das entscheidende Element der Lössentstehung ist.

Löss besteht zum größten Teil aus Schluff. Der Tongehalt ist bei frischem Löss sehr variabel, 5 bis über 20 Prozent, und kann durch Verwitterung noch ansteigen. Löss ist mit stark wechselnden Anteilen Feinsand durchmischt; dessen Anteil am Gemenge beträgt im Durchschnitt 20 Prozent, kann aber auch höher liegen. Bei Sandgehalten über 50 Prozent, aber noch reichlich vorhandenem Schluff spricht man von Sandlöss, der regional auch als Flottsand bezeichnet wird. Dennoch gilt Löss als gut sortiertes Sediment.

Mineralogisch besteht Löss zum größten Teil (50 bis 80 Prozent) aus Quarzkörnern mit 8 bis 20 Prozent kalkigen Bruchstücken. Beimengungen von Eisenhydroxiden färben Löss gelblich bis gelblich-rot. Andere Minerale, wie Feldspäte, vulkanische Gläser oder mafische Minerale kommen in der Regel in geringen Mengen vor, können jedoch regional auch dominant werden.

Löss ist gewöhnlich ungeschichtet, unverfestigt und sehr porös. Die poröse Struktur von Löss wird häufig durch ehemalige Graswurzeln erklärt, die sich im abgelagertem Mineralstaub bildeten. Konkretionen von Kalk im Löss entstehen durch Lösung und Wiederausfällung der fein verteilten kalkigen Bruchstücke und werden als Lösskindl oder Lössmännchen bezeichnet. Bei Umlagerung von Löss durch Wasser kann das Substrat eine Schichtung erhalten und wird dann Schwemmlöss genannt. Allgemein werden Sedimente, die durch Umlagerung aus Löss entstanden sind, ebenso wie entkalkter Löss als Lössderivate bezeichnet.

Die Einzelpartikel im Löss haben eine vorherrschend eckige Form. Daher rührt seine hohe Standfestigkeit welche die Bildung von Lösswänden an Flussufern, in Hohlwegen und die Entstehung von Ackerterrassen begünstigt.

Löss entsteht, wenn Schluff und feinster Sand bei fehlender Vegetationsdecke ausgeweht werden und sich nach einem längeren Transport (einige zehn bis mehrere hundert Kilometer) in Bereichen mit dichterer Vegetation wieder ablagern. Nach der Ablagerung werden die Einzelminerale in der Regel durch den leicht mobilisierbaren Kalk- oder Tonanteil miteinander verkittet. Überwiegend ist die Lössbildung auf die pleistozänen Kaltzeiten beschränkt. Löss kann sich auch unter warm-trockenen Klimabedingungen bilden, wenn aus Wüsten Staub ausgeblasen wird und sich in den Randgebieten, in denen wieder Vegetation gedeihen kann, ablagert.

In Mitteleuropa wurde Löss in den Kaltzeiten gebildet, als infolge der ganzjährig niedrigen Temperaturen kaum Vegetation existierte; die Vorlandgebiete der Gletscher sowie die Flussauen waren sogar weitgehend frei von Bewuchs. Die größten Lössvorkommen Mitteleuropas finden sich in Beckenlagen im Bereich größerer Flüsse, wie Rhein, Main und Donau. Verantwortlich für die Mobilisierung des Mineralstaubs aus den Gletschervorfeldern und Flussauen waren sowohl die vorherrschenden Westwinde als auch die in den Eiszeiten häufigen trocken-kalten Fallwinde vom alpinen Eispanzer und dem nordischen Inlandeis. Während Sand beim äolischem Transport nur relativ kurze Transportstrecken zurücklegen konnte und in Form von Binnendünen häufig in unmittelbarer Nähe zur Ausblasungsquelle zu finden ist, wurde feineres Material deutlich weiter verbracht und großflächig in den Beckenlagen abgelagert, mit den größten Mächtigkeiten an ostexponierten Hängen. In den höheren Lagen der Mittelgebirge ist äolisch akkumulierter Mineralstaub eine wichtige Komponente der periglazialen Lagen.

Quelle : Wikipedia


 


Das Inn- und Hausruckviertel liegt im Zentralbereich des Alpenvorlandes, welches sich durch seine geringere Höhe und die sanftere und weitgespannte Geländeform vom Umland wesentlich abhebt. Geologisch gesehen liegt das Gebiet in der sogenannten Molassezone. Es handelt sich hierbei  um ein mit Sedimentgesteinen vorwiegend des Oligozäns, Miozäns und Pliozäns gefülltes und mit glazialen und fluvioglazialen Ablagerungen bedecktes Becken. Auf den enstandenen Schotterterassen lagerte sich unter anderem Löss ab.

In günstigen Lagen (Windschatten) kann diese Lössdecke bis zu  40m mächtig sein.

Du befindest dich hier am Lössabbruch in der Nähe des Innbaches. Diese Lössansammlung hat eine Mächtigkeit von ca. 25 Metern. 

Bei den Koordinaten N48° 10.857 E 013° 51.965 kannst du am leichtesten eine Probe entnehmen, da hier Geröll und Abraum zur Genüge vorhanden ist.


Fragen

1. ) Durch welchen Bildungsprozess entstehen Lössansammlungen? Beschreibe mit eigenen Worten.

2.) Nimm eine Gesteinsprobe in die Hand und reibe sie zwischen den Handflächen. Was beobachtest du? Beschreibe dein Beobachtung und erläutere sie.

3.) Sieh dir den Lössabbruch genau an. Kannst du verschieden Farben und/oder eine Schichtung erkennen? Wirf einen Blick auf die oberste Schicht. Hier kannst du bestimmte Strukturen erkennen, erkläre deren Entstehung. 

4.)optional: Am Fuße dieses Abbruchs befindet sich eine interessante Begebenheit. Worum handelt es sich? (Infotafel)

Ein Foto von dir oder deinem GPS wäre auch nett. (optional)

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