Praterweg:
Weiters gibt es entlang der Schlucht den sogenannten Praterweg, der von Jedermann als Rundwanderweg über den Pratersteg, begangen werden kann. Beidseits der Erlaufschlucht führt zwischen der Bundesstrasse B25 und dem Pratersteg ein 3,8 km langer Rundweg (Lehrpfad Wald- u. Flurgehölze, Nr.3), der fast keine Niveauunterschiede aufweist. Rechtsuferig (Heide) steht man auf 2 Aussichtsplattformen hoch über dem Fluss.
Woher stammt die Bezeichnung "Prater"?
Der Wald, der nördlich von Purgstall die wildromantische Erlaufschlucht umschließt, wird von der Bevölkerung allgemein als "Prater bezeichnet.
So kam man zur Bezeichnung "Prater":
Graf Wolf August von Auersperg, der Schlossherr von Purgstall stand in kaiserlichen Diensten und erfreute sich großer Beliebtheit beim Kaiser, sodass Kaiser Franz II., wenn er auf seinem Sommersitz in Weinzierl bei Wieselburg weilte, gerne Graf August besuchte.
In einem kleinen Lusthaus im Wald nördlich des Schlosses wurde dann meist eine Erfrischung eingenommen.
Einmal weilte Kaiser Franz II. wieder mit seiner Tochter Luise, der späteren Gattin Napoleons, zu Gast bei Graf August und wiederum wurde die Erfrischung im Landhaus eingenommen.
In einem Anfall von Gemütlichkeit soll der Kaiser gesagt haben:
"Hier ist es gerade zu schön wie bei mir im Prater."
Seitdem nennen die Purgstaller dieses Stück Wald stolz ihren "Prater".