Die Parzelle 28, Str. 12a, Abt. V Charlottenburg ist seit ihrer Umbenennung 1894 auf Stadtplänen nicht mehr zu finden. Der Ort hat aber eine sehr interessante Geschichte zu erzählen und ist ein Beispiel für die lange Tradition der berühmten „Berliner Mischung“, welche heutzutage vielerorts gefährdet ist. Neben Privatmietern und verschiedenen Gewerken war hier unter anderem für mehrere Jahre ein jüdisches Tauchbad beheimatet. Ein dunkles Kapitel wurde während des Nationalsozialismus geschrieben, als dort ein sogenanntes Judenhaus Zwangseinquartierten einen Zwischenstopp vor der drohenden Deportation bot. Im Krieg zerstört, wurde die Ruine noch bis 1949 bewohnt, bevor diese in der Nachkriegszeit gesprengt, die Trümmer abgetragen und die Kellerräume verfüllt wurden. Bis vor drei oder vier Jahren gab es hier einen Spielplatz mit Klettergerüst und Rutsche, aber auch die Spielgeräte wurden irgendwann entfernt. Es gibt zwar noch eine Sandfläche, aber dort buddeln keine Kinder, hört man kein Kinderlachen. Jedoch erinnern Schautafeln an die wechselvolle Geschichte dieses Grundstücks.
An den angegebenen Koordinaten ist der Cache natürlich nicht zu finden. Man kann dort aber trefflich darüber sinnieren, was von der „Berliner Mischung“ so übrig geblieben ist. Von dort ist es auch nicht weit zur Zwischenstation, wo die letzten Informationen zum Heben des Caches zusammengetragen werden können. Doch nun erst einmal die Hinweise, um zur Zwischenstation zu gelangen:
Wie lautet die Bezeichnung für ein jüdisches Tauchbad?
Der Buchstabenwortwert multipliziert mit vier ergibt abc. a multipliziert mit zwei ergibt d, bc dividiert durch zwei ergibt ef.
Addiert man Parzelle und Straßennummer, multipliziert das ganze mit fünf, erhält man im Ergebnis ghi.
Somit ergeben sich die Koordinaten für die Zwischenstation N52° 30.def und E013° 19.ghi. Dort findet man die weiteren Hinweise:
Zur Nordkoordinate (def) addiert man die belegten Mieterwechsel zwischen 1897 und 1914 von Privatmietern, subtrahiert die Anzahl der Mietparteien, die nur ein Jahr blieben, addiert zum Schluss die Hausnummer, die das bebautes Grundstück jetzt hätte, und erhält somit im Ergebnis N52° 30.___
Von der Ostkoordinate (ghi) subtrahiert man das Jahr der Zerstörung (2-stellig), addiert das Jahr der Eröffnung des Tauchbades (2-stellig), subtrahiert die Anzahl der Jahre, die die Bautischlerei hier werkelte, und erhält somit E013° 19.___
Am Final lasst bitte Vorsicht und Umsicht walten. Viel Spaß bei der Suche!