Professor van Dusen löst hier seinen zweiten Fall.
Die Geschichte zum Cache:
Auf der kleinen handschriftlichen Notiz, die der Hotelpage am Vormittag in die Suite des Professors brachte, waren neben einem großen Fragezeichen nur mit einzelnen Buchstaben und Zahlen die Koordinaten zu einem unbekannten Ort notiert. Möglicherweise war dies der Ort, an dem der Professor den entscheidenden Hinweis erhalten würde, der die Entführung des sagenumwobenen Mister 'Nikolaus' aufklärte.
"Auf, auf, mein lieber Hatch und keine Müdigkeit vorschützen. Fahren sie ihr Automobil vor, wir begeben uns stehenden Fußes an die uns mitgeteilten Koordinaten."
Die Fahrt in Hatchinsons nagelneuen Pierce-Arrow dauerte nur eine Stunde, dann standen die beiden vor diesem verwucherten Waldstück, eingebettet zwischen zwei sich kreuzenden Landstraßen.
Die Denkmaschine, wie der Professor auch genannt wurde, war sofort aus dem Fahrzeug gesprungen und begann sich auf dem Gelände an den auf der Nachricht stehenden Koordinaten umzusehen. Und kurz darauf fand van Dusen diese seltsame Installation inmitten zwischen wild wuchernden Bäumen. Er bat seinen Freund und Chronisten Hatchinson Hatch die nähere Umgebung eingehend zu untersuchen.
Dieser hätte aber, statt sich in diesem unwegsamen Gelände voller Krüppelkiefern durch die Botanik zu quälen, viel lieber bei einem guten schottischen Wiskey am Kaminfeuer seiner Suite im besten Hotel der Stadt gesessen und eine seiner heiß geliebten Zigarren geraucht.
Dementsprechend war er auch nicht aufmerksam genug, um die kleine Unregelmäßigkeit in einiger Entfernung zu bemerken.
"Professor, hier ist nichts zu finden, lassen sie uns doch wieder zurück ins Hotel fahren. Es wird kalt und die bildhübsche Telefonistin im Hotel hat mir versprochen, heute Abend endlich mit mir auszugehen."
Der weltberühmte Professor sah Hatch vorwurfsvoll an und sagte: "Aber mein lieber Hatch, dem wahren Wissenschaftler und Amateurkriminologen dürstet es nicht nach Vergnügungen, er findet seine Befriedigung in den elementaren Grundprinzipien der Analyse und Synthese. Ist ihnen denn hier nichts eigentümliches aufgefallen? Mir erscheint der Fall bereits als gelöst. "
"Aber Professor", entgegnete Hatch, "was haben sie wieder gesehen, was mir entgangen ist?"
"Zählen sie zwei und zwei zusammen, mein lieber Hatch und sie erhalten vier, immer und überall. Denken sie sich in ihre Jugend zurück und selbst sie werden, vorausgesetzt sie vergegenwärtigen sich ihre Erinnerungen in der richtigen Reihenfolge, auf des Rätsels Lösung kommen. Ich gebe ihnen hier sogar noch einen kleinen Hinweis: Halten sie Papier und Bleistift bereit, sondieren sie die Installationen aus allen Richtungen und zeichnen sie. Stellen sie fest, wo unten und oben ist und beginnen sie unten links. Dann stellen sie ohne abzusetzen die richtige Verbindung her."
Hatch tat einen tiefen Seufzer, aber er tat, wie der Professor ihm geheißen.
"Hören heißt Gehorchen, oh Großer Meister", dachte er trotzig, dann umrundete er das erste Objekt und ihm blieb der Atem stocken... er zückte seinen Notizblock und begann zu zeichnen.
"Heureka, das ist die Lösung, Professor, ich habe das System durchschaut."
Aber der Professor war schon lachend vorangegangen, tiefer in den Wald hinein. Er rief ohne sich umzudrehen: "Dann kommen sie Hatch, ihre Aufgabe ist nun, nach des Rätsels Lösung, die Bergung des geheimnisvollen Objekts am richtigen Ort und das Treffen mit dem hierher verschleppten Mister Nikolaus. Kommen sie und eilen sie."
Die L171 ist eine vielbefahrene Landesstrasse, aber wegen der Bushaltestelle gibt es hier eine funktionierende Fußgängerampel. Drückt den Signalknopf und stellt euch auf eine längere Wartezeit und eine kurze Grünphase ein - aber es ist die sicherste Möglichkeit, diese Strasse zu überqueren.
Geht nicht bei rot!
Die Autobahnauffahrt muss zu keinem Zeitpunkt betreten werden.
Es müssen keine Zäune oder Leitplanken überstiegen werden, die Dose ist ohne weitere Hilfsmittel zu bergen.
Hilfreich wäre aber auf jeden Fall ein Notizblatt und ein Stift und etwas Geduld. Achtung vor Dornen, Gestrüpp oder lose Äste.
Das Areal ist, man will es kaum glauben, trotzdem ein wenig besuchtes Kleinod, in dem ihr ganz in Ruhe und ungestört rätseln und finden könnt.
Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen, genannt "Die Denkmaschine" ist eine Romanfigur des amerikanischen Schriftstellers Jaques Futrelle (1875 bis 1912 (Untergang mit der Titanic)), die zusammen mit dem Freund, Assistenten und Chronisten Hutchinson Hatch schwierige bis scheinbar unlösbare Kriminalfälle aufklärt. Professor van Dusen bezeichnet sich selbst als Wissenschaftler und Amateurkriminologen, was ihn von dem zur selben Zeit auftretenden Sherlock Holmes deutlich unterscheidet.
Die Geschichten wurden von 1978 bis 1999 vom RIAS Berlin, später vom Deutschlandradio als Kriminalhörspiele produziert und gesendet. Allerdings waren nur wenige Vorlagen von Jaques Futrelle selbst vorhanden, so dass sich der Autor Michael Koser für die Radiosendungen selbst Geschichten mit den Protagonisten ausdachte und so 79 Radio-Hörspielfolgen entstanden.
Die Rolle des Professor van Dusen sprach der 2003 verstorbene Berliner Schauspieler Friedrich W. Bauschulte und die des Hutchinson Hatch Klaus Herm. Weitere Informationen bietet Wikipedia oder die Professor van Dusen Webseite.
Diese Geschichte basiert nicht auf ein mir bekanntes Werk von Futrelle oder Koser, hier haben wir selbst eine kleine van Dusen Geschichte erfunden. Wir wünschen viel Spaß
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