Vespafahren – ein Gefühl von Freiheit und Eleganz
1946 rollte die erste Vespa auf den Straßen von Pontedera in der Toskana. Entworfen von einem Luftfahrtskonstrukteur der Motorräder nicht sehr schätzte, sollte es ein bequemes Nutzfahrzeug sein, leicht zu Warten und zu Bedienen. Die Vorderradaufhängung stammte aus dem Flugzeugbau. Die Karosserie, simpel aus gepressten Blechteilen hergestellt. Der Motor nicht sichtbar hinter dem Fahrer verborgen. Das Hinterrad direkt am Getriebe befestigt, ermöglichte einen schnellen Radwechsel. Alle Bedienungselemente sollten sich am Lenker befinden, was heutzutage selbstverständlich ist. Entstanden ist ein revolutionäres Fahrzeug von dem in den ersten vier Jahren über 35000 Stück verkauft wurden.
Die Vespa ermöglichte es besonders Frauen zur damaligen Zeit stilvoll zu reisen und wurde so zum begehrtesten, einspurigen Fahrzeug. Mitbewerber wie Lambretta, Rumy, Zündapp oder auch Puch konnten nicht mit den Verkaufszahlen von Piaggio mithalten.
Mitte der Fünfziger Jahre werden Vespas in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien und Spanien produziert. Wenige Jahre später auch in Indien und Indonesien.
Die Vespa ist nicht "nur" ein Motorroller. Sie ist vielmehr ein Symbol des italienischen Stils und Eleganz.
Ab den 80ern litt der Ruf der Vespa etwas. Zahlreiche Tuningprodukte setzten der Standfestigkeit empfindlich zu. Die original belassenen Fahrzeuge waren aber nach wie vor sehr haltbar. Das Verlangen von etwas mehr Leistung, war für viele Grund genug das Risiko von Motorschäden einzugehen. Leistungssteigerungen von original 6PS auf über 40PS sind derzeit möglich.
Der leise, bequeme Roller mutierte in ein heulendes Rennfahrzeug.
Für unsere kurze Ausfahrt habe ich ein besonders schönes Stück für dich aus der Garage geholt. Eine VBA aus 1959 mit 150 Kubik 2-Takt Motor, in feinstem Zustand.
Wir treffen uns an den Headerkoordinaten!