Skip to content

Deutsche Werkstätten Traditional Cache

This cache has been archived.

Susi Sonnenschein: Hallo Finn&Co,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit sonnigen Grüßen

Susi Sonnenschein
Volunteer Geocaching.com Reviewer

More
Hidden : 4/5/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

„Leben und Arbeiten, Kultur und Natur” – nach diesem bedeutenden und erfolgreichen Modell ließ der Unternehmer Karl Schmidt zusammen mit dem Deutschen Werkbund zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gartenstadt Hellerau und ihr Kernstück, das GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau, errichten. Bitte beachtet, dass sich der Cache auf einem Privatgrundstück befindet.


"Eine stille Landschaft, nahezu unbebaut, ... Die Aussicht war prachtvoll, die Luft würzig. ... " so empfand Karl Schmidt, der Begründer und Erbauer der Deutschen Werkstätten Hellerau diesen Ort am Rande der Stadt Dresden.

Die Idee der Gartenstadt hatte Karl Schmidt bereits während seiner Wanderjahre in England kennen gelernt. Ihr Grundgedanke, ein Gleichgewicht zwischen Stadt und Land, von bebauter Fläche und Grün, herzustellen, begeisterte ihn. Nach seiner Rückkehr versuchte er, dieses sozialreformistische Werk vor den Toren Dresdens aufzubauen. Sein Wunsch war es, die in der Zeit der zunehmenden Industrialisierung vorherrschenden Wohnverhältnisse durch individuelles Wohnen in einem ganzheitlichen Wohnkonzept zu verbessern. Der Gartenstadtgedanke sah eine Verknüpfung von Wohnungs-, Arbeits-, Versorgungs- und Erholungsmöglichkeiten vor – ein Konzept, das die Architekten Richard Riemerschmid, Hermann Muthesius und Heinrich Tessenow erfolgreich in Hellerau umsetzten und welches sich zum Modell vieler nachfolgender Gartenstädte entwickelte.

Im Jahr 1909/10 entstand das GebäudeEnsemble am Rande von Hellerau nach Entwürfen von Richard Riemerschmid als Fabrikneubau zur Produktion moderner Reformmöbel. Als Grundriss des Geländes wählte der Architekt die Form einer Schraubzwinge, die nicht nur an das für die Möbelherstellung unentbehrliche Werkzeug erinnert, sondern zugleich eine optimale Aufteilung der benötigten Betriebsteile mit idealen Lichtverhältnissen gestattete.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Hellerauer Werk enteignet und zum Hauptbetrieb des VEB Möbelkombinat Dresden. 1992 erfolgte durch die Treuhand die Privatisierung und die Überführung in eine GmbH. Von 1998 bis 2000 wurde der Großteil der legendären „Schraubzwinge“ denkmalgerecht saniert, wobei das gesamte Ensemble mit dem Neubau der Deutschen Werkstätten und der Sanierung des historischen Spänebunkers, heute Bruno-Paul-Haus, im Herbst 2009 vollendet wurde. Die Grundbesitz Hellerau GmbH verwaltet seit 1997 das Gebäude als internationalen Gewerbestandort und Tagungszentrum.

Das GebäudeEnsemble hat sich in den letzten Jahren zum Anziehungspunkt zahlreicher innovativer Unternehmen etablieren können. Insgesamt leben und arbeiten an die 400 Technologen, Naturwissenschaftler, Architekten, Künstler und Designer auf dem Gelände. Der charmante Innenhof und die repräsentativen Tagungs- und Veranstaltungsräume gelten mittlerweile als Geheimtipp in Dresden und werden gern und oft von regionalen, aber auch internationalen Unternehmen für Kongresse, Seminare, Produktpräsentationen und Meetings genutzt.

Nach "Kathedrale der Zukunft" (GC4BJRT) ist dies der zweite Cache, der an die Entstehung Helleraus als kurzeitiger Brutstätte europäischer Avantgarde erinnert.

Wenn es meine Zeit und die Geochache-Regeln es zulassen sollen diese und weitere Caches zu einem Rundgang durch einen ganz besonderen Stadtteil Dresdens einladen. Sie führen den Besucher an Orte, die zeigen, dass Hellerau durchaus das Potential für den Welterbe-Status der UNESCO besitzt.

Auf den ersten Blick wirkt die Gartenstadt Hellerau heimelig und etwas kleinbürgerlich. Statt modern anmutender Urbanität einer Großstadt findet der Besucher hier ein dörfliches Idyll.

Doch die Ideen, die hinter dem zwischen 1909 und 1914 gebauten Viertel stecken, waren zu ihrer Zeit avantgardistisch. Das Besondere daran ist, dass Hellerau zu Beginn des 20. Jahrhunderts Kulminationspunkt sehr vielschichtiger Entwicklungen war. Neben dem modernen Tanz zählten dazu vor allem Möbeldesign und industrielles Bauen.

Ausgangspunkt dafür waren die Leitideen der Lebensreformbewegung. Die zwischen 1909 und 1914 erbaute Siedlung basierte darauf. Ihre Formensprache, geprägt von den Architekten Richard Riemerschmid, Heinrich Tessenow, Hermann Muthesius, Kurt Frick und Theodor Fischer, stellte einen Aufbruch in den Funktionalismus und die Neue Sachlichkeit dar.

Und es blieb dabei nicht bei Äußerlichkeiten: Helleraus „Tempel der Kunst“, das Festspielhaus, schrieb internationale Theatergeschichte: Der erste bühnenlose, offene Theaterbau der Moderne avancierte zum Synonym für modernen Ausdruckstanz. Dessen Innenraum wurde von Adolphe Appia und Alexander von Salzmann geprägt.

Hellerau verkörperte in seiner kurzen, aber heftigen Blütephase Innovation, Provokation und Selbstreflexion eines Experiments des frühen 20. Jahrhunderts und avancierte zu einem Zentrum der künstlerischen Avantgarde Europas. Zumindest in Ansätzen kehrte in den vergangenen Jahren dieser Geist zurück. Das Areal des Festspielhauses beherbergt seit 2004 „HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden“ – eine interdisziplinär arbeitende Kunsteinrichtung die ihren Schwerpunkt auf die europäische Avantgarde legt. Das Programm umfasst Tanz, Theater, Medienkunst, Bildende Kunst, Performance und Musik, darunter die TonLagen – Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik und das Medienkunst-Festival CYNETart. Zudem ist das Festspielhaus heute Produktions- und Aufführungsort von The Forsythe Company und des Tanztheaters Derevo. Zudem findet sich hier ein Ausstellungsort des Deutschen Werkbundes, der Sitz der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie  die Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. .

Doch Hellerau stand Anfang des 20. Jahrhunderts auch für andere fortschrittliche Ideen, die sich auf den Alltag der einfachen Menschen bezogen. Initiiert vom Möbelfabrikanten Karl Schmidt  sollten Leben, Arbeit und Kultur einen harmonischen Dreiklang bilden. So wurde ein Teil der Häuser für die Arbeiter von Schmidts „Deutsche Werkstätten“ gebaut, um deren Lebensbedingungen deutlich zu verbessern: In der Gartenstadt konnten die Arbeiterfamilien die traditionell beengten, dunkle Mietskasernen der Großstadt gegen helle Reihenhäuser mit eigenen Gärten tauschen. Auch das Gebäude der „Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst“ – dessen Grundriss der symbolischen Form einer Schraubzwinge nachempfunden wurde – folgte dem Prinzip einer humaneren Arbeits- und Lebenswelt.

Um den Stellenwert Helleraus in der Kultur- und Geistesgeschichte einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen, entstand die Idee, sich für den Welterbe-Status bei der UNESCO zu bewerben. Die erste Hürde wurde im Juni 2012 genommen, als das sächsische Kabinett Hellerau sowie die Leipziger Notenspur zu den Kandidaten des Freistaats für die Fortschreibung der deutschen Tentativliste der UNESCO Welterbekonvention vorschlug.

Die Bewerbung konzentriert sich auf die innovative, lebensreformerische und ästhetisch-avantgardistische Ausprägung Helleraus. Der Ort und speziell das Festspielhaus stehen für eine einzigartige Architektur- und Theatergeschichte. Der Titel des Antrags - „Laboratorium einer neuen Menschheit" - stammt von dem französischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel, der Hellerau im Jahr 1912 besuchte.

Weitere Informationen gibt es unter anderem bei
http://www.hellerau-gb.de
http://www.hellerau-buergerverein.de
www.hellerau.org/hellerau

Additional Hints (Decrypt)

Ynatr Zrafpura fgerpxra fvpu rvasnpu, xhemr fhpura fvpu rvara Cnegare süe qvr Eähoreyrvgre! Qnzvg qvr Rvtragüzre jrvgreuva qnzvg rvairefgnaqra fvaq, qnff uvre rva Pnpur yvrtg, ovggra jve hz mvivyvfvregrf Ireunygra. Hz qra Pnpur mh svaqra, züffra xrvar Troähqrgrvyr ortnatra bqre notrgnfgrg jreqra!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)