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Schwarze Issel Traditional Cache

This cache has been archived.

John_Koenig: Hallo konjamin,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit freundlichem Gruß

John_Koenig

Volunteer Geocaching.com Reviewer

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Hidden : 4/7/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Die Schwarze Issel war eine der gefährlichsten Spinnenarten in Deutschland. Die Weibchen wurden etwa 10 Zentimeter groß und lebten mit mehreren Dutzend Männchen in einer Gemeinschaft. Die Tiere bevorzugten ein gleichbleibendes kühles feuchtes Klima, und hausten deshalb in Höhlen oder Felsspalten mit Wasserlauf. Wie bei vielen Spinnenarten erfolgte die Nahrungsbeschaffung nach einem außergewöhnlichen Prinzip. Die Spinnenvölker erlegten meist größere Tiere wie Wildkatzen, Füchse oder Rehe, und lebten dann mehrere Wochen von den Kadavern. Die Männchen waren für den ersten Teil der Jagd zuständig. Über feine Tastsensoren an den Vorderbeinen registrierten sie Erschütterungen herannahender Tiere, wenn diese über das Felsgestein liefen. Waren ein oder mehrere Eindringlinge zu weit in die Höhle gelaufen, so konnten sie ihnen den Weg abschneiden. Sie kletterten den Tieren die Beine empor oder seilten sich von der Felsendecke auf die Tiere herab. Durch die Bisse wurden die Muskeln gelähmt und die Tiere sackten wehrlos auf den Boden. Danach tötete das Weibchen das Opfer mit einem stärkeren Gift.


Es gibt Berichte, dass mit Beginn des einfachen Bergbaus auch zahlreiche Menschen dieser Spinnenart zum Opfer fielen. Vor allem im Gebiet des Westerwaldes, dem Nassauer Land und dem Einrich starben viele Bergleute, die von den großen Mengen an Tieren überrascht wurden. Noch heute zeugen einige Dorfnamen oder die Bezeichnung von Anhöhen von betroffenen Gebieten. Alten Aufzeichnungen zufolge, gab es paradoxerweise gerade erst durch die Suchaktionen nach den Bergleuten die meisten Opfer. Die vermisste Person wurde zwar entdeckt, aber die ahnungslosen Retter wurden in diesem Moment gleichzeitig selbst zu neuen Opfern. In einer Höhle bei Diez sollen Ende des 18. Jahrhunderts vierzehn Personen von einem einzigen Spinnenvolk getötet worden sein.


Damals glaubte die Bevölkerung an einen bösen Berggeist, und verschloss zur Sicherheit die betroffenen Höhlen oder Stollen. Als man einige Jahre später die wirkliche Ursache für die Toten gefunden hatte, konnten mit verbesserter Technik und moderner Kleidung die Opferzahlen reduziert werden. Heute geht man davon aus, dass die Schwarze Issel ausgerottet ist.

Additional Hints (No hints available.)