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Steinkohle im Schaumburger Land EarthCache

Hidden : 4/14/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Steinkohle im Schaumburger Land


Bereist man das Schaumburger Land, insbesondere die Bückeberge und den Bereich nördlich der Bückeberge, so fallen u.a. zwei Dinge auf: Zahlreiche Hinweise in den Bückebergen, die auf die Gefahr durch Stolleneinbrüche hinweisen und viele, kleine, seltsame mit Bäumen bewachsene Erhebungen, sogenannte Kummerhaufen, die sich oft mitten auf den Feldern befinden.


Stolleneinbruch


Kummerhaufen


Es handelt sich hier um Relikte des Schaumburger Steinkohlebergbaus, durch den über einen Zeitraum von über 500 Jahren bis Anfang 1961 die sogenannte Wealdenkohle abgebaut wurde. Gründe für das Ende des Kohlebergbaus waren die geringe Ergiebigkeit der Flöze und die Preisentwicklung anderer Energieträger, wie z. B. Erdöl. Der Abbau führte insbesondere im Bereich der Bückeberge zu nicht ungefährlichen Stolleneinbrüchen und zu landschaftsprägenden, dicht beieinander liegenden Abraumhalden (Bergehalden, Kummerhaufen) mit dem Aushub von Belüftungsschächten und der Ablagerung von taubem Gestein der hier dicht unter der Öberfläche verlaufenden Flöze. Diese prägenden Kummerhaufen werden als Kulturdenkmal erhalten und sind zum Teil Rückzugsflächen für Tiere und Pflanzen, zum Teil aber auch frei begehbar.

Die Kohle hat ihren Ursprung im Zeitabschnitt zwischen Jura und Unterkreide, als im Schaumburger Raum ein tropisch-subtropisches Klima herrschte und ganz Norddeutschland einem riesigen Sumpfwaldmoor glich. Die in diesem Zeitabschnitt entstandenen Schichten wurden als Wealden bezeichnet, daher der Name Wealdenkohle. Die Entstehung der deutschen Schicht „deutscher Wealden“ ist aber dem Berriasium (Berrias), Zeitstufe der Unterkreide, zuzuordnen und damit deutlich älter als der „englische Wealden“ (Zeitstufe: Barremium) und wird heute auch als Bückeberg-Folge bezeichnet. Im gleichen Zeitabschnitt entstand auch der sogenannte und hoch geschätzte Obernkirchener Sandstein (auch Bremer Sandstein genannt).

Grundlage für die Entstehung der Kohle waren Ablagerungen von Pflanzenresten (Überproduktion von Biomasse), die sich im „Niedersächsischen Becken“ ansammelten. In der „Wealdenzeit“ spülten Flüsse Sand und auch Ton immer wieder mehr oder weniger regelmäßig in das Becken. So wurden die Sedimente schichtweise abgedeckt und durch den Prozess der Inkohlung entstanden Steinkohleschichten (Flöze).

Für das Gebiet der Schaumburger Mulde beträgt die Gesamtmächtigkeit des Wealdens ca. 300m.
Der Wealden wird hier in folgende drei Abschnitte gegliedert:
Oberer Wealden (ca. 200m Mächtigkeit), vorwiegend Schiefertone mit wenigen Sandsteineinlagen.
Mittlerer Wealden (ca. 10 bis 15m Mächtigkeit), heller quarzitischer Sandstein (Obernkirchener Sandstein), Kohleflöze geringer Mächtigkeit (nicht abbauwürdig).
Unterer Wealden (ca. 90m Mächtigkeit). Schiefertone mit Sandstein, Kohleflöze mit bis zu 80cm Mächigkeit.

An den angegebenen Koordinaten befindet ihr euch an einem frei begehbaren Kummerhaufen am Rande des Radwanderweges -Schaumburger Industriegeschichte- (s.a. www.schaumburg-tourismus.de). Hier könnt ihr die erste Aufgabe bearbeiten und, wenn ihr wollt ein Foto von euch machen und mit dem Log einstellen. Von hier aus könnt Ihr zum Wegpunkt Info-Bergbau Reinsen (BR) weiter fahren. Dort findet ihr eine kleine Infotafel zum Schaumburger Bergbau, insbesondere in Reinsen und Blyinghausen, und einen Hunt (kastenförmiger Förderwagen). Unterwegs habt ihr herrliche Blicke auf das Schaumburger Land und könnt viele weitere Kummerhaufen entdecken. Wenn ihr euch dann in den Wald begebt, beachtet die Warnhinweise, ihr könnt auch von den Wegen aus zahlreiche Stolleneinbrüche erkennen.

Ein Besuch in einem der folgenden Museen gibt euch weitere interessante Einblicke in Geologie und Bergbau des Schaumburger Landes.
Wegpunkt M1: Bergbaumuseum Lindhorst (http://www.schaumburgerland-tourismus.de/kultur/museen/bergbau-museum-hof-guemmer/)
Wegpunkt M2: Berg- und Stadtmuseum Obernkirchen (www.museum-obernkirchen.de)

Nachdem ihr die folgenden Fragen beantwortet und an uns geschickt habt, dürft ihr loggen. Sollte etwas nicht korrekt beantwortet sein, melden wir uns:

1. An den Koordinaten könnt ihr die Bergehalde betreten. Untersucht an einer freien, unbewachsenen Stelle, am besten West- oder Nordseite, das hier abgelagerte taube Gestein und beschreibt es (Art, Material, Beschaffenheit, Farbe).
2a. Welche Bezeichnung wird heute für die früher als Wealden bezeichnete deutsche Schichtstufe verwendet?
2b. Welcher Zeitstufe ist diese Schicht zuzuordnen?
3. In welchem Wealdenabschnitt befinden sich die abgebauten Steinkohleflöze?

Additional Hints (No hints available.)