Der Igel
Ein ausgewachsener zweijähriger Braunbrustigel – das ist der häufigste Igel in Mitteleuropa – ist zwischen 24 und 30 Zentimetern groß. Das Körpergewicht der Braunbrustigel schwankt in Abhängigkeit vom Lebensalter des jeweiligen Tieres und der Jahreszeit. Ausgewachsene Igel können mehr als 1.500 Gramm wiegen, weil sie Fettreserven für das Winterhalbjahr aufbauen. Im Frühjahr, wenn die Fettreserven durch den Winterschlaf dagegen aufgebraucht sind, wiegen auch ältere Igel gelegentlich nur noch 350 Gramm.
Auffälligstes Merkmal des Braunbrustigels sind die Stacheln, die die Kopfoberseite und den Rücken bedecken. Ein ausgewachsener, 600 Gramm schwerer Igel hat etwa 5000 Stacheln, die etwa einmal im Jahr ausfallen und ein neuer nachwächst.
Igel bekommen im Sommer meist 4-7 Igelbabys, die bei der Geburt noch geschlossene Augen und Ohren haben. Diese Babys haben aber bereits an die 100 weiche, weiße Stacheln, die sich schnell vermehren. Als Bau nutzt die Igelmama ein großes, mit trockenem Gras, altem Laub und Moos sorgfältig ausgepolstertes Nest, das sie meist einen Tag vor der Geburt baut.
Die Säugezeit dauert ungefähr bis zur sechsten Woche. Im Alter von dreieinhalb Wochen verlassen die Jungen erstmals das Nest und versuchen selbständig Nahrung zu finden.
Braunbrustigel leben am Liebsten auf Streuobstwiesen, auf Feldern mit einem abwechslungsreichen Bewuchs aus Hecken, Gebüschen und anderen Versteckmöglichkeiten sowie in Parks, Friedhöfen und Randbereichen von Dörfern. Auch an Laubwaldrändern sind sie zu finden. Üblicherweise meiden sie Nadelwälder und allzu feuchte Moore. (Bis auf diesen hier...) Gebüsche und Hecken, aber auch hohle Baumstämme und Felsspalten dienen ihnen als Ruheplätze, manchmal beziehen sie auch verlassene Baue anderer Säugetiere.