Die „Vier Tageszeiten“ sind eine von Johannes Schilling entworfene denkmalgeschützte Statuengruppe am nördlichen Aufgang der Brühlschen Terrasse in Dresden.
Ein 1860 ausgeschriebener Wettbewerb für die Neugestaltung der Freitreppe sollte zwei am Treppenaufgang aufgestellte Löwen aus Sandstein von Christian Gottlieb Kühn ersetzen. Diese befinden sich heute am südlichen Ende der Querallee des Großen Gartens. Als Vorgabe für die Ausgestaltung standen die Themen Tageszeiten oder Jahreszeiten zur Auswahl.
Mit seinen Entwürfen der vier Tageszeiten, für die Schilling auf der Wiener Kunstausstellung 1869 den ersten Preis bekam, gewann er den Wettbewerb. Der Bildhauer Franz Schwarz führte das Werk aus.
Vom Schloßplatz aus gesehen befinden sich so seit 1868, von links nach rechts, unten die allegorischen Darstellungen „Abend“ und „Nacht“ und seit 1871 oben „Morgen“ und „Mittag“.
Bronzeabgüsse ersetzen seit 1908 die vier ursprünglichen Sandsteinfiguren. Witterungseinflüsse machten diesen Austausch notwendig. Der Versuch einer Nachvergoldung wurde zwar unternommen, schlug jedoch fehl.
Im Jahr 1898 wurden die Originale von König Albert der Stadt Chemnitz geschenkt und 1908 kamen sie nach Chemnitz, wo sie zunächst vor der Petrikirche die Treppe zwischen Theaterplatz und Schillerpark zierten. 1928 mussten sie dem Neubau des Hotels Chemnitzer Hof weichen und wurden 1936 am Aufgang vor der Brunnenanlage im Chemnitzer Schlossteichpark wieder aufgestellt (♁50° 50′ 24″ N, 12° 54′ 39″ O).
Von September 2010 bis Oktober 2011 waren die Figuren wegen Restaurierungsarbeiten verhüllt. Dabei wurden der Sandstein entsalzen und durch Vandalismus zerstörte Teile erneuert.[1][2]
Über die Wintermonate werden die Figuren durch Glashüllen vor der Witterung geschützt.
Quellen: Wikipedia, http://www.chemnitz-schlossberg.de/Schloss/Teich/schilling.html