Der Feldhase (Lepus europaeus)
Erscheinungsbild
- Lange Ohren mit schwarz-umrandeten Spitzen.
- Große bernsteinfarbene Augen, die seitlich am Kopf sitzen, so daß der Hase nach hinten sehen kann, ohne den Kopf zu drehen.
- Fell: an der Oberseite erdbraun (Tarnung), an der Bauchseite weiß
- Äußerlich unterscheiden sich Häsin und Hase nicht.
- Gewicht: 4 bis 6 kg.
Nahrung
- Rein pflanzlich und sehr vielfältig: Kräuter, Gräser, Getreide und Feldfrüchte, Knospen, Triebe und Rinde, besonders beliebt sind verschiedene Heilkräuter (Hasenapotheke).
- Im Blinddarm bildet sich ein vitaminreicher Nahrungsbrei, der ausgeschieden wird. Der Hase nimmt diese Blinddarmlosung wieder auf und deckt so seinen Vitamin B1-Bedarf.
Fortpflanzung und Lebenserwartung
- Paarung: von Dezember bis in den August
- Die Häsin setzt 3- bis 4mal im Jahr je 1 bis 3 Junge, die als Nestflüchter sehend und behaart zur Welt kommen.
- Die Häsin kann ab 38. Trächtigkeitstag erneut befruchtet werden, trägt dann in einem Gebärmutterhorn die geburtsreifen Föten, im anderen Horn den neuen Keimlingssatz (Superfötation).
- Mehr als 60% der Junghasen verenden im ersten Lebensjahr (naß-kalte Witterung, Beutegreifer).
Verhaltensweisen
- Der Feldhase ist ein Meister in der Tarnung. Sein Ruhelager ist die Sasse, eine kleine Mulde auf dem Acker. Der Hase wählt sie so, daß er die ganze Umgebung überblicken kann. Die Sasse wird nicht auf direktem Weg bezogen, sondern auf Umwegen, so lenkt er seine Feinde von seinem Lager ab. Nähert sich dennoch ein Feind, bleibt der Hase fast wie erstarrt liegen und vertraut seiner Tarnfarbe, oder er rettet sich mit einem schnellen Satz aus der Sasse und flüchtet mit den bekannten Haken bei Spitzengeschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometern.
Sozialverhalten
- Feldhasen bilden keine Kolonien wie es die Kaninchen tun. Innerhalb einer Hasengruppe besteht eine Rangordnung.
- Hasen sind am Tage nicht so häufig zu sehen, da ihre Aktivitäten in die Dämmerung fallen. Ganz anders verhält es sich während der Paarungszeit, der Rammelzeit, im Spätwinter und im Frühjahr. Meist finden sich dann viele Tiere an den Rammelplätzen, veranstalten wilde Verfolgungsjagden und balgen sich um die Häsinnen.
Gefahren für den Hasen
- Neben dem Straßenverkehr setzt ihm die naßkalte Witterung zu. Besonders im Frühjahr verenden die Junghasen häufig an Unterkühlung, da sie in der oberirdischen Sasse der Witterung ausgesetzt sind.
- Gefahren drohen von folgenden Krankheiten: Kokzidiose, Hasenseuche, Brucellose, Tularämie, European Brown Hare Syndrom (EBHS).
- Seine natürlichen Feinde sind: Fuchs, Habicht, Marder, Katzen, Bussard, Krähen sowie fast alle heimischen Beutegreifer.
Bestand
- In einigen Regionen Deutschlands ist ein Rückgang der Hasenpopulation zu verzeichnen. Der massive Verlust an Lebensraum und Nahrungsgrundlage macht ihm das ganze Jahr über schwer zu schaffen und verschärft zunehmend die Gefährdung der heimischen Bestände.
- Die Rote Liste gefährdeter Arten stuft den Feldhasen bundesweit als „gefährdet“ ein, mit einem negativen Entwicklungstrend.
- Die Bejagung erfolgt unter Berücksichtigung regionaler Verhältnisse. In vielen Gebieten verzichten Jäger freiwillig auf die Hasenjagd. In Thüringen darf der Feldhaste vom 01. Oktober bis 31. Dezember bejagd werden.
„Die Intensivierung der Landwirtschaft, der massive Einsatz von Dünger und Pestiziden, der zunehmende Verlust an Lebensraum durch Bebauung und Zerstückelung der Landschaft sind die Ursachen für den schlechten Zustand der heimischen Hasenpopulation“, sagt NABU-Naturschutzexperte Till Hopf.
Quellen: www.jagdnetz.de ; www.nabu.de
Wir hoffen mit diesem Cache ein wenig Aufmerksamkeit für diese heimische Art und mehr Sensibilität im Umgang mit unserer Umwelt zu erzeugen.
Wenn du mit deinen Kindern hier auf Hasensuche bist, so lädt der nahe Spielplatz (ca.400m nördlich von hier) zum Verweilen ein.
Vielleicht schaut euch dabei ja Meister Lampe, so sein Fabelname, aus seinem Versteck aus zu.
Viele Grüße und allen ein Frohes Osterfest! ;)