Aegidienberg (mundartlich „Jillienberch“ oder „Jillienberg“) ist ein Stadtbezirk von Bad Honnef im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Er liegt mit seinen 13 Ortschaften östlich des Siebengebirges in den Ausläufern des Niederwesterwalds und wird von der Bundesautobahn 3 durchquert. Bis 1969 war Aegidienberg eine eigenständige Gemeinde im damaligen Siegkreis. Der Gemeindename geht auf Sankt Aegidius (franz. Saint Gilles) zurück, den Namenspatron der örtlichen katholischen Pfarrkirche. Bis ins 16. Jahrhundert trug der Ort den Namen Hunferode oder Honnefer Rott. Die Einwohnerzahl lag am 1. Januar 2014 bei 7113.
Urkundlich in Erscheinung trat Brüngsberg bereits im 14. Jahrhundert und wurde vermutlich erstmals von Siedlern bewohnt, die entlang des Siegtals und Pleisbachs oder der im Bergbereich verlaufenden Straßen zogen. 1610 wurden in dem Protokoll eines „Hofgedinges“ der Siegburger Abtei St. Michael in Honnef fünf Personen erwähnt, die in dem damals Brünßberg genannten Ort ansässig waren. 1803 verzeichnete Brüngsberg 13 Wohnhäuser. Brüngsberg (früher auch Brungsberg) zählt zu den acht Honschaften, aus denen sich das Kirchspiel Aegidienberg spätestens seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Auflösung des Herzogtums Berg im Jahre 1806 zusammensetzte.
Von wirtschaftlicher Bedeutung für den Ort war der Betrieb zahlreicher Bergwerke, der intensiv gegen Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzte. Unterhalb von Brüngsberg und der direkten Umgebung befinden sich einige Mineralgänge, die Kupfer-, Eisen-, Blei- und Zinkerze enthalten. In das Jahr 1853 fällt die Mutung für die Grube „Anrep“, in der zunächst vorwiegend Spateisen gewonnen wurde. 1862 folgte die Verleihung der Grube „Zachäus“ mit einer anfänglichen Stollenlänge von 70 Metern, die später mit der Grube „Anrep“ zusammengelegt wurde und mit dieser zu den größten Bergwerken der Region gehörte.
Alle der zwölf bis 1869 in Betrieb gegangenen Gruben, die sich zum Teil in Richtung Quirrenbach erstreckten, gehörten damals noch der Brüngsberger Grubengewerkschaft und ab 1896 der Stolberger Zink AG. 1900 wurde auf der Grube „Anrep-Zachäus“ bei der Errichtung eines Förderturms mitten in Brüngsberg die erste in Aegidienberg eingesetzte Dampfmaschine aufgebaut. Die Grube wurde bis zum Jahre 1906, als sie 44 t Zinkerze erbrachte, auf eine Schachttiefe von 100 m ausgebaut, hatte aber zu diesem Zeitpunkt bereits ihr Fördermaximum (1905: 145 t Blei- und Blendeerze) überschritten. Spätestens im Juni 1908 wurde sie wegen der Erschöpfung der Vorkommen stillgelegt.
Nordöstlich von Brüngsberg befand sich ein Bauernhaus, das von 1922 bis 1937 als Erholungsheim für Kinder der Neuwieder Firma Rasselstein genutzt und nach Beginn des Zweiten Weltkriegs vom nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst zum Einsatz der weiblichen Jugend übernommen und ausgebaut wurde. Ab 1948 diente es als Kinderheim des Evangelischen Hilfswerks Rheinland, in dem nach Fertigstellung eines im Jahre 1956 begonnenen Erweiterungsbaus bis zu 75 Kinder unterkamen. Ab 1959 unterhielt das Evangelische Hilfswerk in Brüngsberg auch ein Internat, das als Förderschule hauptsächlich von Aussiedlerkindern besucht wurde. 1982 zog in das Gebäude des ehemaligen Kinderheims ein Alten- und Pflegeheim ein, das bis heute betrieben wird.
Quelle Wikipedia