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Mohlsdorfer Sagen 1 - Der Wunderkrug Multi-Cache

Hidden : 4/26/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Um Mohlsdorf herum gibt es viele Sagen und Geschichten. Eine von diesen Sagen führt Euch in Richtung Waldhaus. Doch lest zuerst die Geschichte, bevor Ihr startet. Die Sage selbst stammt aus dem Mohlsdorfer Sagen- und Geschichtenbuch (Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf 2002) und wurde 1968 von Rudolf Schramm aufgeschrieben (Informant: Lina Schramm)

Der Wunderkrug
 
Mein Urgroßvater, der alte Schumannsbauer auf dem Waldhaus bei Greiz, wusste viele spannende Geschichten zu erzählen, so dass sich meine Mutter immer freute, wenn sie ihre Schulferien bei den Großeltern verbringen durfte. Am liebsten hörte sie die Geschichten von den "Unnerärdischen", wie sie der Großvater zu nennen pflegte, den kleinen Moosmänneln, die bei den Tonlöchern im Waldhauswald wohnten.
Dorthin gelangt man, wenn man kurz vor dem jetzigen Naherholungsgebiet Waldhaus von der Scheitallee nach rechts in den Langefichtenweg einbiegt und sich nach rechts in das mit Buschwerk bewachsene Waldgelände begibt. Hier stößt man bald auf eine Anzahl Schürfstellen, die meist mit Wasser gefüllt sind. Das sind die Tonlöcher. Von hier holten sich vor langer Zeit die Greizer Töpfer ihren Ton und brannten daraus eine begehrte Tonware.
Hier ist also das Reich der "Unnerärdischen", der kleinen Moosmännel. Sie haben schon immer armen Knechten, alten Holzweibern und jungen Beerensammlern manche Wohltat erwiesen. Auch der alte Pfeifers Lieb sollte das einmal erfahren. Sein ganzes Leben lang hatte er einem Pohlitzer Bauer als Knecht gedient, und nun genoß er bei ihm das Gnadenbrot.
Einmal buddelte er bei den Tonlöchern Stöcke aus. Da hörte er, wie die "Unnerärdischen" Töpferton auf den alten Fichtenstöcken zurechtklopften. Manchmal klang es auch, als täten sie sich an einem kühlen Trunk gütlich. Nun hatte die heiße Sommersonne auch unserm Lieb die Kehle ausgetrocknet, und ihn verlangte nach einem erfrischenden Schluck. Deshalb rief er mehr zum Spaß als im Ernst in den Wald hinein:
"Ich hätt' a mol gern su en guten Tropfen!" Da wurde es plötzlich kirchenstill im Wald, und als sich nichts mehr regte, wandte er sich wieder seinen Stöcken zu. Als der Lieb zum Feierabend sein Werkzeug zusammenpackte, entdeckte er zu seinem großen Erstaunen neben der Feuerstelle einen funkelnagelneuen Tonkrug, der vorher noch nicht dastand. Er war mit so lustigen und bunten Blumen und Vögeln bemalt, daß ihm dünkte, er habe dergleichen noch nie von einer Hökerin auf dem Greizer Topfmarkt feilgeboten gesehen. Und dazu war er noch gefüllt mit würzigem Braunbier, frisch wie vom Faß. Er nahm erst ein Schlückchen, dann einen Schluck und schließlich einen großen Kuhschluck. "Net schlacht", schmunzelte er, "e gut's Gebrei, drvun e ganzes Faß!" Da entdeckte er auf dem Krug einen gar lustigen Spruch:
 
"Sauf net alles, sinst bleibt 'r leer!
Loß e wingel drinne, nooch hoste mehr!\"
 
"Ei", denkt da unser Lieb, "willst kä Saufaus sei." Dann leerte er den Krug nicht ganz, verstaute ihn gut mit einem kleinen Rest in seinem Brotsack und machte sich auf den Heimweg.
Daheim verwahrte er sein Fundstück in seiner Knechtslade und wollte sich die Neige zum Abendbrot schmecken lassen. Jetzt staunte unser Lieb zum zweiten Mal: der Krug war bis oben hin von neuem mit köstlichem Würzbier gefüllt. Das ging nun eine ganze Weile so weiter, Abend für Abend, Woche um Woche. Sooft sich der Lieb an den Tisch setzte, brachte er seinen Krug mit, und stets war er randvoll bis oben hin. Er beherzigte aber auch den spaßigen Spruch und leerte den Krug nie bis auf den Boden.
Da wunderte sich auch der Großknecht, als der Lieb seinem Durst nichts mehr schuldig blieb, und er hätte gern gewußt, aus welcher Wunderquelle er schöpfe. Nun regte sich bei ihm mit der Neugier auch der Neid. Eines Abends täuschte er Krankheit vor, legte sich ins Bett und spähte unter der Bettdecke hervor, als der Lieb den Krug aus seiner Lade holte. Jetzt wußte der andere, wo Barthel den Most holt.
Wie einmal die Luft rein war, stahl er dem Lieb den Schlüssel zu seiner Lade, schlich sich in die Kammer und nahm ihm den Krug fort. Dann leerte er ihn bis auf den letzten Tropfen und stellte ihn wieder an seine Stelle. Von Stund an blieb der Krug leer. Sooft auch der Lieb nachschaute, sein alter Wunderkrug war versiegt für immer. "Gab's denn gar nichts, was den armen Lieb wieder zu einem vollen Krug verholfen hätte?" fragte dann traurig die Enkeltochter.
"Wär ich Lieb gewasen, hätt' ich's gewußt", antwortete der Großvater, und Bauernschläue schaute aus seinen verschmitzten Augen. "Wieder naus geschafft hätt'st du den Wunderkrug, zu den Moosmänneln, Großvater, naus nach Waldhaus, in die Tonlöcher."
 

 
Ihr könnt gern nachschauen, ob es die Moosmänneln tatsächlich gibt. Von Pohlitz kommend, biegt Ihr vor dem großen Parkplatz rechts in den Langenfichtenweg ein (siehe Startkoordinate). Ihr seht eine Schranke. Zählt die roten und weißen horizontalen Segmente. Die Anzahl der roten Segmente x 50 m ist die Strecke, die Ihr geradeaus gehen müsst. Hier befindet sich eine "Einmündung". Ihr geht nach rechts. Geht die Anzahl der weißen Schrankensegmente x 40 m in diese Richtung. Dann steht Ihr vor den Tonlöchern, einem Waldstück, durchzogen mit zahlreichen Mulden und Gräben. Mittendrin seht Ihr einen alten, mit Baumpilzen bewachsenen Birkenstamm. Dort angekommen, habt Ihr einen sehr guten Überblick über die Hügellandschaft. Mit Blickrichtung auf die besonders steil abfallende Böschung vor Euch, könnt Ihr zwei Gräben erkennen. Mit Blick nach rechts (135° und 50 m) seht Ihr eine große Buche, die Euch magisch anzieht. Vor der Buche verläuft ein Rückeweg der Forstarbeiter, den Ihr … m bis zu den 3 hintereinander stehenden Nadelbäumen folgt (10°). (PS: Ihr werdet lachen, Bäume im Wald zu suchen, aber die Anordnung der Bäume ist zu markant.) Bildet die Summe der oben stehenden Meterangaben (nur die ersten 2 Meterangaben der Beschreibung) und Ihr erhaltet die Strecke, die Ihr ungefähr zurücklegen müsst. Auf der linken Seite verläuft der Graben, den Ihr bereits von der Birke aus gesehen habt. Ihr steht jetzt auf der Höhe, wo sich die Gräben wieder vereinigen. Schaut auf die gegenüberliegenden Seite in die Baumhöhle. Geht da bitte nicht hin, sondern schaut an dem letzten der 3 Bäume nach unten. Zwischen den Wurzeln solltet Ihr fündig werden. Geht nicht zum Krug hin, denn nach einer weiteren Geschichte soll nach 100 Jahren der kleine Krug seine alten Fähigkeiten wieder erlangen. In dieser Zeit darf Ihn jedoch keiner berühren.
 

Was gibt es noch zu sagen - Eure Hightech-Cacher-Ausrüstung benötigt Ihr nicht zwingend. Die in der Beschreibung angegebenen Zahlenwerte stellen die, an den Abbiegepunkten einzuschlagende neue Richtung in Grad und ggf. die zurückzulegende Strecke dar. Beim genauen Lesen der Sage und der Beschreibung werdet Ihr feststellen, dass Ihr auch ohne GPS den richtigen Weg und damit auch das Final finden werdet. Verhaltet Euch angemessen und nutzt weitestgehend die Wege. Macht den Cache nur am Tage, da Ihr bei Einbruch der Dämmerung auch einmal einen Jäger begegnen könnt.
 
Viel Spaß wünscht Euch lets.go.05

Additional Hints (Decrypt)

Vz Mvrytrovrg tvog rf ahe rvatrfpueäaxgra Unaqlrzcsnat. 26.04.2022 Yvfgvat orgerssraq Fgngvba 3 natrcnffg.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)