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Steiler Zahn Traditional Cache

Hidden : 4/21/2014
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Ein kleiner, aufrecht stehender Fels mitten im Wald, dazu eine winzige Höhle und ein alter Steinbruch mit bröckeligen Felswänden – und etwas Geologie. 


Zum 10. Jubiläum gemeinsam mit Vinobanius gewartet, mit neuer Dose und einem Ersatzlogbuch, falls das erste voll ist. Und wie schön: Der Diddl-Bleistift von meiner Tochter ist nach 10 Jahren noch immer in der Dose. Danke für die vielen netten Kommentare im Log, und danke, dass der Cache so lange so pfleglich behandelt wurde, möge es die nächsten Jahrzehnte so weitergehen!

Dieser Fels besteht aus einem grauen Dolomit, der zur Wettersteinformation gehört und in der Mitteltrias entstand vor rund 230 Millionen Jahren. Dieses Gestein bildete sich in einem tropischen, seichten Meer, etwa vergleichbar den heutigen Bahamas, so können sich Landschaften ändern! Dort gab es flache Plattformen (Banken) und außen herum Riffe. In tieferen Zonen lagerte sich neben hellem Kalk auch dunkler Meeresschlamm ab, und daher ist dieser Fels eher dunkel und nicht weiß, wie wir es von den sichtbaren Teilen der Bahamas kennen.

Dieser Fels ist ein Abbauphänomen, ein Rest einer größeren Gesteinsmasse, die hier einst lag. Dieser Teil war etwas verwitterungsbeständiger als der Rest, weil er wohl innerlich weniger zerbrochen war, und ist stehen geblieben, während die Verwitterung das Gestein ringsherum abgetragen hat. Wenn man ihn genauer betrachtet, sieht man die typisch blockige Bruchstruktur, die entsteht, weil das Gestein innerlich parallel verlaufend zerklüftet ist. 

Wenn man das Gestein aufschlägt (bitte nicht den Felsen beschädigen, sondern dafür das reichlich herumliegende Bruchgestein nehmen, und Vorsicht, dass kein Splitter in die Augen kommt) dann stinkt es etwas, das liegt an organischem Material, ein Überbleibsel von verwesten Meereslebewesen. Besonders bei Sonnenschein sieht man an den Bruchflächen gut die Zuckerkörnigkeit, das sind die Dolomitkristalle, daran lässt sich ein Dolomit von einem Kalkstein unterscheiden. 

Direkt neben dem Fels steht eine alte Schirmföhre, die von Pechern angeschnitten wurde. 

Bis hier hin ist der Weg gut ausgebaut, dafür haben, scheint es, die Jäger gesorgt. Da hier auch eine Wildfütterung liegt und mehrere Jagdstände in der Nähe sind, ist ein Besuch im frühen Morgengrauen wohl eher abzuraten.

Der alte Hohlweg zieht sich weiter bergan und verliert sich zunehmend, er wurde offenbar von Pechern verwendet, was an den vielen angeschnittenen Föhren erkennbar ist, und mit etwas Glück findet man im Wald ab und an noch die typischen Tontöpfe mit der flachen Nase, die am Baum anlag. Wo der Weg kaum mehr auszumachen ist, mündet er schließlich in einen Wanderweg zum Gipfel. 

Die Messung der Koordinaten ist leider nicht sehr genau, mein Oregon wollte sich hier kaum stabilisieren, ich gebe einen Durchschnittswert von mehreren Besuchen an, aber der Fels ist ja nicht zu übersehen. 

Weitere Wegpunkte: Am Weg hierher von Sooß aus gibt es eine winzige Höhle und einen größeren aufgelassenen Steinbruch, wo man den Dolomit recht massiv bewundern kann. Mehrere Kilometer Meeresschlamm bauen die Kalkalpen auf, alles Überreste von Meereslebewesen, größtenteils Algenskelette, über Jahrmillionen abgelagert. Im Steinbruch besonders mit Kindern vorsichtig sein: Die Wände schauen sehr griffig aus und reizen zum Klettern, aber auf keinen Fall! Der Dolomit ist sowohl weich als auch sehr spröde und daher bröckelig. Man sollte sicherheitshalber nicht zu nah an die Wände herangehen. Das Gestein ist nicht umsonst als Baumaterial gänzlich untauglich. 

Additional Hints (No hints available.)